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Für Sie gelesen:

Vergiss mein nicht –

Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und ich meine Eltern neu entdeckte

Autor: David Sieveking

239 Seiten

Herder Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-451-32574-8

VergissMeinNicht

Erst nur sporadisch, dann immer öfter fallen die Gedächtnislücken seiner Mutter Gretel auf. Der Vater Malte, pensionierter Mathematikprofessor, kümmert sich mehr und mehr um seine nun demenzkranke Ehefrau.

Ergänzend zum Film hat David Sieveking das gleichnamige Buch herausgebracht. Wie erwartet, sind die Inhalte im Buch wesentlich ausführlicher. Hintergrundinformationen und Szenen aus dem früheren Alltagsleben beleuchten eindrucksvoll den langen Weg der Feststellung und des Fortschreitens der Demenz. In Ich-Form geschrieben, gibt das Buch Zeugnis von Kindheitserlebnissen, aber auch von unerwarteten Situationen, plötzlich auftauchenden Problemen und den nach und nach erkennbaren Veränderungen bei Gretel und Malte wie auch im Umgang aller Familienmitglieder.

Gut zu lesen gibt der Regisseur und Autor Einblick in seine Gefühlswelt, von Verwunderung bis Betroffenheit, von Verständnis und Liebe bis hin zum Handeln.

Wie im Film stellt David Sieveking auch im Buch das sehr sensible und bedrückende Thema Demenz aus Sicht des Sohnes dar, zum Teil liebevoll und unerwartet humorvoll. Ab einem gewissen Zeitpunkt nahm er, mit dem Einverständnis der Familie, die Rolle des Dokumentarfilmers ein und es entstand ein entsprechend gefühlvoller Film.