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Trendsportarten

 

Neu- und Wiedereinsteiger gesucht - die boot Düsseldorf schürt Sehnsüchte rund um den Wassersport

„Kaum eine andere Messe vereint so gekonnt Business mit Event, Wirtschaft und Träumerei, technische Innovationen und Erlebniswelten, erläutert boot-Director Goetz Ulf Jungmichel. Stolz ist man darauf, mit geradezu übervollen Hallen fast auf dem Stand von 2008 als eine der drei verkaufsstärksten Messen angekommen zu sein. 1.800 Aussteller zeigen in 17 Hallen und neun Tagen, was sich so tut im Wassersport. Fast 870 Aussteller kommen übrigens aus dem Ausland, ein deutliches Indiz für den hohen internationalen Stellenwert der Messe.

 

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT spürt diesmal vor allem die Träumereien und die Sehnsüchte auf, die gerade bei unserer Zielgruppe mannigfaltig vorhanden sind. Und doch schrecken die (Vor)-Urteile zunächst ab, den Bootssport, ganz gleich ob Segeln oder mit dem Motorboot, als neues Hobby zu beginnen. Wie wir aus berufenem Munde erfahren, schließen sogar rund 70.000 Absolventen erfolgreich den Wassersportführerschein ab, doch nur 700 werden jährlich zu zählbaren Neubootkunden.

Start Boating zum Ausprobieren

Die neue Kampagne „Start Boating – Magie statt Mainstream“ der insgesamt sieben Initiatoren setzt hier an und wird in 2016 aktiv Lust auf den Wassersport machen. Es geht um Freiheit und Erlebnis, um Spaß und Abenteuer, aber auch um Kosten und Möglichkeiten. Die Eventtermine zum Ausprobieren an acht Standorten in Deutschland und weitere Infos gibt es unter www.start-boating.de/events oder am Stand in der Halle 10.

 

startboating  Segelboote  luxushalle6

"Start Boating"- Kampagne // Segelboote für jeden Geschmack // "Kleine" Luxusyachten

 

Führerscheinfreigrenze 15 PS

Konkrete Hilfe bieten die Einsteiger-Infos im Motorboot Center in der Halle 10 sowie der Expertenrat des VBS www.vbsev.de. Wichtig für alle Einsteiger ist auch die Info, dass seit der Wassersportsaison 2013 durch die Führerscheinfreigrenze von 15 PS die Möglichkeit besteht, gerade in Gewässern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie weiteren Bundeswasserstraßen (Ausnahmen Rhein und Bodensee) mit Charterschein statt mit Führerschein zu fahren. Weitere Informationen sind erhältlich beim Arbeitskreis Charterboot www.charterboot.net sowie auf www.entdecke-wassersport.de zum Thema führerscheinfreie Bootscharter.

Luxus versus alltagstaugliche Traumerfüller

Wenngleich der pure Luxus der Hallen 6 mit zwei edlen Aushängeschildern wie der Explorer Yacht 24 und der größten Yacht in Düsseldorf, der Princess 30 M natürlich fasziniert und Besucher in den Bann zieht, gibt es in den übrigen Hallen durchaus bezahlbare Boote und Wasserträume. Fun und Action stehen in den Hallen 1 und 2 auf den Verkaufsständen rund um alle Trendsportarten und gleich anschließend in den Hallen 3 und 4 beim Tauchen im Vordergrund. Hier findet man Zubehör und Reviere, Tipps und Tricks.

Entscheidend beim Bootskauf ist, was man eigentlich mit dem Boot machen will. Denn Spaß haben geht auch mit kleinen Booten, ganz gleich ob nun die kleine Segeljolle, das Ruderboot, das Kanu oder ein Motorboot. Alle, die auf dem Boot übernachten möchten, mal einen Kaffee kochen oder sogar die eigene Toilette an Bord haben wollen, halten nach größeren Booten Ausschau. Chartern ermöglicht das Schnuppern zu geringen Kosten, Angebot und Nachfrage sind riesig und vielfältig. Bei der Anschaffung ist zudem zu bedenken, dass rund 5-8 % des Anschaffungspreises jährlich nochmals an Nebenkosten hinzukommen. Wer keinen Liegeplatz hat, benötigt einen Trailer und einen Parkplatz für seinen Trailer mit Boot. Bei mehrfachem Handling lohnt es sich, den besseren Trailer zu kaufen, zudem muss die Anhängelast des PKWs stimmen.

 

Tauchen  Explorer  Bente

Für jeden Geschmack und Geldbeutel: Tauchen // Explorer 24 // Bente 24

 

Kombination: Spaß mit Rendite

Interessant wird für den ein oder anderen der Kaufcharter sein, über den wir mit Uwe Sobotka von Palme Marin sprechen www.werderaneryachthandel.de. Das vom Eigner gekaufte Motorboot ist einerseits eine Investition in Sachwerte und wird andererseits von Palme Marin verchartert. Aus den laufenden Einnahmen der Vermietung erhält der Vercharterer 35% pauschal für Vertrieb, Wartung usw. Der Eigner selbst kann bis zu drei Wochen innerhalb der Saison vom 1. April bis 31. Oktober mietfrei mit seinem Boot fahren. Die erstellte Musterrechnung basiert auf Erfahrungswerten, garantierte Auszahlungen gibt es allerdings nicht. Die meisten Kaufcharterinteressenten sind Ü50 und die Verträge laufen jährlich, immer um ein weiteres Jahr verlängerbar. Für Argumentationen zum Thema „Liebhaberei“ gegenüber dem Finanzamt vermittelt Palme Marin übrigens auch einen Steuerberater.

 

Nach all den hochpolierten Rümpfen, den Absperrungen rund um die Boote und die Schuhüberzieher zum sorgsamen Betreten der Yachten macht diese Standgestaltung in Halle 15 richtig neugierig. Die Präsentation ist locker, es gibt ein Bier auf dem Stand und natürlich die Bente 24 zu sehen. Stephan Boden und Alexander Vrolijk haben sich mal auf der boot kennengelernt und beschlossen, gemeinsam ein Segelboot zu bauen. Innovativ und bezahlbar zeigt sich die Bente 24, wurde vor einem Jahr erstmals vorgestellt und entwickelte sich schon gleich zum Verkaufsschlager. Dem Zeitgeist gerecht werdend, entwickeln die Bootsbauer zudem gerade die neue Green-Bente, bei deren Produktion und Materialien konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt wird.

 

Der ADAC ist übrigens ebenso Partner im Wassersport. So bietet das ADAC-Marina-Portal Wissenswertes zu Marina-Ausstattungen, aber auch den ADAC-Revierführer mit 20 See- und Binnenrevieren. Ob Tour-Set mit bootstouristischen Informationen, Pannenhilfe, Vorteilsprogramm oder Wassersport-Versicherung, es lohnt sich, mal vorbei zu schauen oder sogar im Online-Kartenverkauf die boot-Eintrittskarten zum ermäßigten Preis zu erhalten.

 

Floating Homes

Freunde vom Wohnen auf dem Wasser stoßen irgendwann auf „Floating Homes“, die hübschen Hausboote, die als Pilotprojekt in Hamburg mit sieben Häusern vom Baukonzern Matthäi initiiert wurden. Diese Häuser stehen zum Kauf oder auch zur Miete. Doch rund um diese Art des Hausboots gibt es vieles zu beachten, wie uns Architekt Daniel Wickersheim und Projektleiter Mirco Temp ausführlich erläutern. Grunderwerbssteuer gibt es nicht, dafür zahlt man jährlich für ein Sondernutzungsrecht an der überbauten Wasserfläche. Gebühren und auch die recht teure Haftpflichtversicherung variieren, ebenso sind die Erschließungskosten abhängig von Umfeld und Lage und somit schwankend. Neben dem Haus, erstellt in Holzrahmenbauweise, werden ein Ponton (wartungsfreier Schwimmkörper), eine Hebeanlage für Abwasser, flexible Leitungen, eine Gangway und/oder Steg benötigt. Zudem braucht der neue Eigentümer eine Zusage für 50-70 Jahre über den Liegeplatz, diese wiederum ist vererbbar und verkaufbar. Banken tun sich derzeit mit der Finanzierung leider noch schwer, was u.a. daran liegt, dass keine Grundschuld eingetragen werden kann, da es für Hausboote momentan weder einen Grundbuch- noch einen Eintrag ins Schiffsregister gibt.

Tipp der Experten: Finden sich mehrere Interessenten zusammen und gründen eine Interessensgemeinschaft oder eine GbR, wird es einfacher mit den Genehmigungen. „Floating Homes“ in Verden www.floatinghomes.de unterstützt als Fullservice-Anbieter auch beim Thema Finanzierung. Erste Ansatzpunkte liefert die pdf-Datei des „Hamburger Genehmigungsleitfaden für Hausboote“. In Hamburg kann im Hausboot auch der Hauptwohnsitz mit Briefkasten angemeldet werden.

 

Kaufcharter  floatinghomes  Flussbestattungen

Uwe Sobotka // Daniel Wickersheim und Mirco Temp // Arne Zoche

 

Der Blick über den Tellerrand

Die Hallen quellen geradezu über mit bunten Farben, Fabrikaten, Booten in jedweder Ausführung und doch entdecken wir einen kleinen Stand mit der Überschrift: „Flussbestattungen“. Für viele ist die eigene Beerdigung zu Lebzeiten lange ein Tabu-Thema, die ersten Überlegungen finden meist erst im Alter von Ende 60/Anfang 70 statt. Gerade deshalb reden wir mit Inhaber Arne Zocher, in der 4. Generation Bestattungsunternehmer in Wuppertal www.flussbestattungen.de.

Seit sieben Jahren bietet er Flussbestattungen im nahe gelegenen Rhein, jedoch auf holländischer Seite an, in Deutschland ist es nicht erlaubt. Würdevoll kommen Urne und Trauergesellschaft in Schiffen für 70 bzw. 180 Personen an den Bestattungsort. Trauerzeremonien mit „eigenem“ Pfarrer und Gastronomie sind organisierbar, aber nicht zwingend nötig. Einige besprechen ihre Flussbestattung sogar zu Lebzeiten mit dem sympathischen Unternehmer und bezahlen auch im Voraus, um alles geregelt zu wissen. Diese Vorfinanzierung ist sogar sicher vor den Sozialbehörden. Es ist überwiegend ein Wunsch derer, die schon immer Bezug zum Wasser hatten, ob als Segler, Bootsbesitzer, Angler oder Eigenheimbesitzer mit Wassergrundstück. Es ist zudem eine Alternative zur Seebestattung und günstiger als heutige Erdbestattungen. Wer möchte, kann einen Gedenkstein mit Deckel mit nach Hause nehmen. Neu im Angebot sind Tauchbestattungen, bei denen bis zu vier Angehörige, natürlich mit Tauchschein, der Urne das letzte Geleit ins Wasser geben können.

 

Katamaranklappbar  SusanneKhlskdesign  segelnaktiv

Katamaran – Hafenbreite 2,55 mtr // Susanne Kühl von sk design // Mitmachen erwünscht

 

Wer das Schiff nicht selbst steuern möchte, findet im Cruise Pavillon traumhafte Kreuzfahrten unterschiedlichster Reedereien. Und alle, die ihr Segelboot oder das Segeln ganz doll lieben, finden bei Susanne Kühl www.sk-design.de in Halle 12 wunderbare Jacken und Taschen aus gebrauchtem Segeltuch.

 

Die boot in Düsseldorf hat täglich vom 23.-31. Januar 2016 zwischen 10-18 Uhr geöffnet: www.boot.de

 

2017 findet die boot vom  21.-29. Januar 2017 statt.


 

 

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Text: Petra Lupp / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT 

Fotos: Martin Klug / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT