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Wohnmobil und Weiße Nächte in Sankt Petersburg

on Mittwoch, 05 Juli 2017. Posted in Lebensdomizile weltweit - Blog

WinterpalastConcordeEntspannt stehen wir im estnischen Grenzort Narva auf dem Parkplatz der "Border Waiting Area" und warten auf den Aufruf unseres KFZ-Kennzeichens. Pünktlich, wie gebucht, erscheint es zu Beginn unseres einstündigen Slots auf der großen Anzeigentafel und unser nächstes Wohnmobil-Abenteuer in Russland beginnt. 

Zuvor hatten wir bereits die Visum-Angelegenheiten sowie den Besuch Kaliningrads gemeistert (hier zum Bericht). Nun stand selbstverständlich das nächste Highlight, der Besuch von St. Petersburg und den berühmten "Weißen Nächten" – innerhalb der gewährten 30 Tage Visum – an. Denn eine große Ostsee-Runde ohne diese vielversprechende Stadt? Geht nicht! Wir lieben interessante Reisen und neue Herausforderungen, deshalb biegen wir nicht mal schnell im estnischen Tallinn ab und lassen uns per Fähre nach Helsinki schippern.

Wir möchten es wissen: Die Horrorgeschichten über Einreise und Aufenthalt sind ja durchaus abenteuerlich, und so wollen wir uns selbst überzeugen, wie es abläuft und was uns erwartet. Begleitet uns gerne auf unserer Route!

Der Grenzübertritt (Estland/Narva - Russland/Ivangorod) 

Vor diesem erneuten Grenzübertritt nach Russland lagen drei Wochen Baltikum. Randvoll mit Entdeckungen, Begegnungen und bemerkenswerten Hauptstädten sowie Ostseestränden in den Ländern Litauen, Lettland und Estland. Zugegeben, an dem einen oder anderen Tag wären wir gerne länger geblieben. Jedoch stand uns immer ein wenig der Zeitplan im Nacken, denn das Russland-Visum zur Mehrfacheinreise gilt genau 30 Tage, die im Vorfeld geplant und beantragt werden müssen (hier zum Bericht). 

Dieser Zeitraum gilt von der ersten Einreise, bei uns also Kaliningrad, bis zur letzten Ausreise. Bei uns geplant der Grenzübergang nach Finnland und die dortige Fortsetzung der großen Ostsee-Runde

AusschilderungBorderNarva waitingarea ParkplatzUmfahrung 
Ausschilderung Ortseingang Narva // Aufruf KFZ-Kennzeichen Waiting Area // Weiterfahrt

A
bsolut empfehlenswert und sehr sinnvoll ist es, sich vorab auf www.eestipiir.ee bzw. www.estonianborder.eu für einen Slot bei der Einreise registrieren zu lassen. Estland hat im Jahr 2011 diese Art der Online-Registrierung eingeführt und somit die Wartezeiten am Grenzübergang enorm verkürzt. Die Reservierung ist gebührenpflichtig (für PKW/Wohnmobil je nach gewählter Option ca. 4-6 EUR), online durchführbar (auch mit langer Vorlaufzeit) und mit gängigen Kreditkarten bezahlbar. Sie gilt für eine frei auszuwählende (24h), noch verfügbare volle Stunde (grün markiert) an einem beliebigen Einreisetag. 

In Narva muss man sich auf eine großflächige, eingezäunte Parkfläche begeben (waiting area) und warten, bis das eigene KFZ-Kennzeichen auf dem Display erscheint. Sodann verbleiben nach umgehender Abholung einer Registrierungsnummer 20 Minuten Zeit, den Warteparkplatz zu verlassen und den Weg quer durch die Stadt zum eigentlichen Grenzübergang anzutreten. Dazu geht es rechts vor der Brücke Richtung „Border“ und dann den Schildern folgen. Die Grenzkontrolle in Estland ist unkompliziert, nacheinander „verschwinden“ die PKWs hinter großen Toren einer modernen Grenzanlage, die Pässe werden geprüft und bereits nach einer knappen halben Stunde nach Aufruf unseres KFZ-Kennzeichens in der Wartezone fahren wir Richtung des Flusses Narva, der die Grenze zwischen Estland und Russland markiert.

AmpelestnGrenze  Grenzfluss  FotoConcorde
Ampel vor estnischer Grenze // Grenzfluss Narva // Weiße Nächte

D
ie Wartezeit ist überschaubar, das Prozedere kennen wir bereits. Zuerst gibt es eine erneute kurze Passkontrolle, danach die auszufüllenden Einreiseformulare in zweifacher Ausfertigung für die einreisenden Personen. Mit unserem busähnlich aussehenden Wohnmobil sorgen wir kurz für Irritationen, da wir auf der PKW-Spur einreisen möchten. Die Grenzbeamten versichern sich mehrfach, dass wir wirklich nur zu zweit im Fahrzeug sind. 

Alles läuft jedoch wie am Schnürchen, mit den Einreisestempeln im Pass geht es nun wieder ans Ausfüllen des Zollpapiers für unser KFZ (erfreulicherweise in deutschsprachiger Ausführung verfügbar). Es werden weder grüne Versicherungskarte mit extra Russland-Versicherung noch Internationaler Führerschein gefordert, einzig der KFZ-Schein wird verlangt. Trotzdem sollte man alle geforderten Unterlagen parat haben, man weiß ja nie. Es folgen auch hier die wichtigen Stempel und danach, wie schon gewohnt, die KFZ-Kontrolle außen (alle Klappen öffnen) und innen (einige Schränke öffnen). Wie auch schon in Kaliningrad läuft alles geordnet und freundlich ab. Der kleine schwarzweiße Cockerspaniel (!), der hier Zollschnüffelhund ist, kommt bei uns nicht zum Einsatz.

Nach der offiziellen Schlagbaum-Durchfahrt gibt es eine weitere Passkontrolle und schon stehen wir in Russland. Seit Einfahrt Wartezone Narva sind gerade mal 2 Stunden und 15 Minuten vergangen. St. Petersburg, wir kommen! Rund 160 km liegen vor uns, doch bereits nach dem Ortsende-Schild Ivangorod müssen wir erneut an einem Stoppschild anhalten. Polizeikontrolle. Kurz die Pässe zeigen, dann dürfen wir auch hier weiterfahren.

Katharinenpalast  WarteschlangekleinesFoto  InnenGoldsaal
Ka
tharinenpalast // Warteschlange vor Katharinenpalast // Attraktion Goldsaal  

Die direkte Straßenverbindung nach St. Petersburg ist überraschend gut ausgebaut und befahrbar; anfangs säumen zahlreiche Tankstellen die Strecke. Tanken in Russland macht für unsereins einfach Spaß bei rund 39 Rubel pro Liter Diesel (entspricht ca. EUR 0,55/ltr), manchmal auch noch günstiger zu finden.

Fotografieren verboten, aber trotzdem schön: das Bernsteinzimmer

Sankt Petersburg hat kulturell, architektonisch und touristisch sehr viel zu bieten. Und wer alles sehen will, sollte Wochen einplanen. Daher heißt es für jeden Reisenden: Prioritäten setzen! Wir entscheiden uns für den Katharinenpalast im Stadtteil Pushkin/Zarskoje Selo, mit dem einzigartigen, wenn auch nachgebildeten Bernsteinzimmer. Allein dafür stehen wir übrigens 3,5 Stunden in der für Individualbesucher unvermeidbaren Warteschlange, um dann in nur 45 Minuten mit internationalen Touristenmassen im engsten Sinne des Wortes durch die Säle geschoben zu werden.

Das Wohnmobil parken wir in einer Seitenstraße. Zuerst bezahlt man 120 Rubel/Person Eintritt für den zweigeteilten, großzügig angelegten und sehenswerten Park, anschließend nach der Wartezeit dann den Eintrittspreis von derzeit 1.000 Rubel für den Palastbesuch. Das Preissystem ist zweigeteilt, russische Staatsbürger zahlen nach Vorlage des Passes einen geringeren Betrag.

Wartezeiten haben ihr Gutes, so lernen wir Galina mit Tochter Natalia kennen, die eine befreundete Familie zum Palast begleiten. Mutter und Tochter wohnen in St. Petersburg und fangen gerade an, intensiv Deutsch zu lernen. Zu unserer netten Plauderrunde gesellt sich dann auch eine vor 20 Jahren ausgewanderte Russin, die heute am Bodensee wohnt und Bernsteinzimmer und Palast ebenfalls mit Mutter und Geschwistern besucht. Dass Sankt Petersburg wirklich ein Dorf ist erfahren wir am nächsten Tag. Denn wie soll es anders sein, bei rund sechs Millionen Einwohnern und Tausenden von Touristen treffen wir im weitläufigen Park des Petershofs die russische Familie wieder.

Der Peterhof ist eine ebenfalls außerhalb, ca. 30km südwestlich von der Innenstadt liegende Attraktion mit großer Parkanlage. Die Sommerresidenz begeistert mit überbordender Gartenbaukunst, sehenswerten Fontänen und Wasserspielen sowie einem Schiffsanleger, der, als Anreisealternative, auch direkt von Sankt Petersburg angefahren wird. Die große Kaskade zieht die Touristen an – ein wahrhafter Traum aus Marmor, Gold und dem in der Sonne glitzernden Wasser.

PeterhofFontaene2  Ostseeanleger  FontaenePeterhofWasserspiele und Fontänen im Peterhof 

Metrofahren ist in Sankt Petersburg etwas Besonderes. Hervorzuheben ist die rote Linie 1, sie beeindruckt in den südlichen Stationen vor dem großen "Moskauer Bahnhof" mit stilvoller Architektur, palastähnlichen Gebäuden und reichlich dekorierten Säulengängen. Geputzt wird ständig, die Gänge sind mehr als sauber und bis in den letzten Winkel videoüberwacht. Für 45 Rubel pro Fahrt geht es teilweise bis zu hundert Meter per Rolltreppe in die Tiefe. Manch Einheimischer nutzt die Rolltreppenfahrt zum Mailcheck oder Buchlesen. Schwarzfahren ist aufgrund des Einlass-Systems mit Wertmünzen und Kontrollen erst gar nicht möglich, alles läuft sehr geordnet und erstaunlich ruhig ab. Verwundert sind wir, dass nur wenige Touristen diese schnelle Art der Fortbewegung nutzen.

Gerne bewegen wir uns in fremden Städten auch außerhalb der klassischen Touristenpfade, obwohl wir in diesem Fall kein Russisch sprechen. Neugierig wie wir sind, probieren wir auch die Straßenbahn, beeindruckend durch morbiden Charme, sowie die Buslinie aus. Parken in der Innenstadt ist platzmäßig für Wohnmobile schwierig, das Fahren jedoch für geübte Fahrer problemlos. Polizisten achten sehr auf die Einhaltung der Verkehrsregeln, Abschleppwagen waren häufig zu sehen und die Geldstrafen bei Ordnungswidrigkeiten sollen, so wurde uns gesagt, schmerzlich sein.

So begegnen uns auch in St. Petersburg freundliche Menschen, die meistens weder Englisch sprechen und schon gar nicht über deutsche Sprachkenntnisse verfügen. Aber ein Lächeln, einige wenige Brocken Russisch, ein Reiseführer mit Abbildungen und der Wille, kommunizieren zu können, ermöglichen es immer wieder, sich erstaunlich zielführend zu verständigen. Sei es die hilfsbereite Straßenbahnschaffnerin oder die junge Familie, die uns von der Endstation der Straßenbahnhaltestelle mehrere hundert Meter mitnimmt zur entfernt liegenden Metrostation, die nicht im Reiseführer auf einer Karte verzeichnet war; oder der freundliche Trucker-Fahrer, der uns darauf aufmerksam macht, dass wir das Wohnmobil nicht direkt unter der Brücke parken dürfen, aber auf jeden Fall dahinter. Um während unserer gesamten Stadterkundung auch auf unser Gefährt ein Auge zu haben und uns mit hochgestreckten Daumen eine gute Reise zu wünschen. 

Metrostation  Strassenbahn  ParkenBrueckeWahre Kunstwerke unter der Erde // Straßenbahn-Wendestelle // Parken hinter der Brücke

P
aläste, Museen, Sehenswürdigkeiten

Selbstverständlich gibt es die klassischen Touristenbusse, um in eine neue Stadt einzutauchen. Oder die, auch von uns geschätzten Hop-On Hop-Off Busse, die ganz nach Interessenlage jederzeitige Unterbrechungen ermöglichen. Das Entdecken einer Stadt vom Wasser aus aber beeindruckt uns immer wieder am meisten. So bieten zahlreiche Boot-Veranstalter am Fluss Neva ihre Ware lautstark feil. Empfehlenswert ist eine eineinhalbstündige Bootstour, die über die Neva und durch die Kanäle führt. Wir buchen eine Fahrt, die nur mit Einheimischen besetzt ist, für 500 Rubel/Person. Die Fahrtstrecke und die an ihr befindlichen Sehenswürdigkeiten lassen sich gut anhand der Karte verfolgen. Man sollte allerdings Preise und Routen vergleichen und sich die Bootstour auf den Karten zeigen lassen, denn es gibt, wie bei jeder touristischen Attraktion, erhebliche Angebotsunterschiede hinsichtlich Preis und Leistung (so wurde uns besipielsweise auch eine einstündige Tour für 1.500 Rubel/Person angeboten).

Wer gut zu Fuß ist, sollte die Prachtstraße "Newskij Prospekt" mindestens vom Moskauer Bahnhof bis zum Winterpalast entlang laufen und sich Zeit dafür nehmen. Hier treffen hohe Stöckelschuhe kombiniert mit kurzen Röcken auf Straßenmusiker, Luxusautos mit verdunkelten Scheiben auf Rucksacktouristen. Familien und Geschäftsleute leben ihren Alltag zwischen faszinierenden Häuserfassaden, Palästen, Souvenirshops, Restaurants und Cafés.

NewskijStrasse  NewskijTorbogen  NewskijWinterpalastNewskij Prospekt Richtung Admiralität // Großer Torbogen // Schiffsblick auf Winterpalast

Übernachten mit dem Wohnmobil in St. Petersburg

Glaubt man bisher gedruckten Reisemobil-Führern und auch älteren Online-Berichten, gibt es einige Wohnmobilstellplätze bzw. Campingplätze in St. Petersburg. Dies ist allerdings nicht (mehr) der Fall.

Aus dem "Motel Camping Olgino" ist eine heruntergekommene Schlafstätte für Wanderarbeiter der nahegelegenen Großbaustelle mit Containerdorf geworden. Camping "Dock 5" musste einer Großbaustelle für Brückenarbeiten weichen. Der Campingplatz nahe des Petershofes ist ebenfalls nicht mehr im Betrieb und so verbleibt lediglich ein Parkplatz, der ursprünglich zum Campingplatz „BALTIC Parking“ werden sollte am National Congress Palace, auf der Ostseeseite des Konstantinpalastes (Zufahrt von der A121 Petersburgskoye shosse, rund 25 km südwestlich der Innenstadt).

Tagsüber und natürlich während der weißen Nächte auch zum Sonnenuntergang flanieren hier Paare und Familien, Angler hoffen auf reichen Fang. Der nächtliche Betrieb ist hier wörtlich zu nehmen, jeder genießt die taghelle Nacht und ist entsprechend aktiv. Es gibt keinerlei Infrastruktur, die Polizei fährt abends ihre Runde und duldet das Übernachten. Mehr noch, belgische Wohnmobilisten wurden von Polizisten direkt zu diesem Parkplatz begleitet, weil sie auf der Suche sichtlich entnervt aufgeben wollten.

In diesem Fall erweist es sich als Vorteil, dass wir mit dem Concorde Credo auf 230 Liter Frischwassertank und autarkes Stehen zurückgreifen können. Einzig zu beachten ist, dass man sich – momentan jedenfalls – nach spätestens sieben Arbeitstagen als Individualreisender registrieren lassen muss. Normalerweise wird diese Anmeldung von Hotel oder Campingplatz übernommen, ist dies nicht der Fall, bitte auf den Unterlagen der Visum-Agentur nachschauen, wo diese – kostenpflichtige – Anmeldung vorgenommen werden kann bzw. soll.

Alternativ kann man auch bei Hotels außerhalb des Stadtzentrums nachfragen, ob man auf deren Parkplätzen übernachten kann. Wir haben diese Möglichkeit nicht genutzt. Frei stehen ist in Russland übrigens möglich, auf privaten Plätzen sollte man natürlich zuvor um Erlaubnis bitten. Wir haben eine Nacht direkt an der Ostsee mit vorgelagertem, öffentlichen Strand verbracht. Hier kamen ebenfalls die Dorfbewohner zum Grillen, Spazierengehen oder Radfahren vorbei.

Konstantinpalast  BalticParkplatz  Ostseeparkplatz
Konstantinpalast // Baltic Parking National Congress Palace // Ostsee-Parkplatz

Weiter nach Finnland

Es gibt von St. Petersburg zwei Grenzübergänge, die man zur Weiterfahrt nach Finnland nutzen kann. Einer ist Richtung Lappeenranta und der Seenplatte, wir entscheiden uns für die ostseenahe Route Richtung Hamina/Kotka/Helsinki auf der M10 / E18.

Wer auf der recht gut ausgebauten „Transitstrecke“ mal abfährt, landet schnell im russischen Alltag, mit stark in die Jahre gekommenen Plattenbauten, funktionalen Nutzgärten, minimalster dörflicher Infrastruktur und schlechten Straßen. Wer Zeit hat, kann jedoch unberührt wirkende Seen und Wälder, also Natur pur, entdecken und genießen.

Wir finden noch die ultimativ günstige Tankstelle unserer bisherigen Tour mit 30,40 Rubel/Liter Diesel. Knapp drei Kilometer vor dem Grenzübergang beginnen die Formalitäten mit der ersten Ausweiskontrolle am Stopp-Schild. Danach gibt es noch zwei Tankstellen und Motels. Es folgen die zweite Passkontrolle sowie der erneut skeptische Blick in unseren „Bus“ und wir fahren weiter zur Grenzkontrolle vor. Achtung: Bei der PKW-Spur ist die Einfahrt nur bis zu einer Höhe von 3,10 Meter möglich. Wir wechseln also auf die Busspur. Die Formalitäten mit der Ausreise müssen wir allerdings an der PKW-Grenzkontrolle durchführen. Vor uns wird ein russischer Bus mit chinesischen Touristen abgefertigt, dann sind wir mit der KFZ-Kontrolle dran. Beim schon bekannten Durchgang im Wohnmobil prüft an dieser Grenze der erste Zöllner überhaupt neben den klassischen Schrankkontrollen auch das Hubbett, das er uns herunterfahren lässt. Nach 30 Minuten ist die Grenzabfertigung erledigt und wir fahren Richtung finnischem Grenzübergang. Hier reihen wir uns ordnungsgemäß in die PKW-Schlange ein, da die angezeigte Durchfahrthöhe ausreichend ist. Sogleich kommt ein Grenzbeamter, der uns von weitem als Bus identifiziert, und lässt sich die Fahrzeugpapiere zeigen, um anschließend sein O.K. zu geben. Aufgrund der vor uns wartenden PKWs dauert dieser Grenzübertritt etwas länger, nämlich rund 50 Minuten. Doch dann heißt es für uns: Finnland, wir kommen!

Dieser Grenzübergang liegt distanzmäßig fast genau in der Mitte zwischen St. Petersburg und Helsinki. Wer Reisenden und Fahrzeug eine Erholungspause gönnen möchte vom Touristen- und Stadttrubel, sollte nun im finnischen Kotka das Holiday Resort by the Sea - Santalahti anfahren. 5 Sterne, gepflegte Anlage, Strand, beste Infrastruktur, 18-Loch-Golfplatz und fast nur finnische Camper.

TankstelleRussland  KotkaCP  KotkaStrand
Tankstellenpreise Russland // Kotka Camping Platz // Kotka CP Strandzugang

Fazit

Eine Reise nach St. Petersburg ist ereignisreich und spannend, lohnenswert und auf jeden Fall den „Umweg“ wert. Einfacher ist es natürlich, mit einem Kreuzfahrtschiff und Touristenbussen von Wahrzeichen zu Touristenattraktion kutschiert zu werden, nachhaltiger ist u.E. das individuelle Entdecken und Erleben. Reiseerfahren und flexibel sollte man sein, dann wird die Stadt definitiv bleibende, schöne Eindrücke hinterlassen.

Praktisch, handlich, informativ

Um die Stadt individuell erkunden zu können, Hintergründe nachzulesen und zu verstehen sowie St. Petersburg kennen zu lernen, empfiehlt sich der aktuelle Reiseführer Sankt Petersburg (einzig auf die Themen Camping und Umland geht der Autor nicht ein).

st petersburg city 219 

Titel: St. Petersburg
Autor: Marcus X. Schmid
Verlag: Michael Müller Verlag GmbH
ISBN 978-3-95654-418-7
Auflage 2017, inkl. Stadtplan und Metro-Verzeichnis
Preis: € 16,90

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