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Reisereportage Thailand (Juli 2013)

Rente unter Palmen – Thailand als sonniges Ziel für Langzeitaufenthalt, Seniorenresidenz und Pflege

Inhaltsverzeichnis Teil 1: Langzeitaufenthalt und Überwintern

 

Langzeitaufenthalte und Überwintern
Koh Samui
Chiang Mai
Udon Thani
Bangkok
Pattaya
Eigentum in Thailand
Rechtssicher investieren und wohnen unter thailändischer Sonne
Immobilienprojekte in Hua Hin und Pattaya
Deutschsprachige unter sich
Residenten, die es gewagt haben


Inhaltsverzeichnis Teil 2: Seniorenresidenz bis hin zur Pflege


Seniorenresidenz bis hin zur Pflege

Happy-Home, Chiang Mai

Care Resort Chiang Mai

Lanee´s Residenz, Buriram

Pflege - unterschiedliche Konzepte, im Mittelpunkt der Mensch

Baan Kamlangchay, Chiang Mai

Baan Tschuai Duu Lää, Phuket

Vivo bene, Doi Saket (Chiang Mai)

Medizinische Versorgung

Thailand - kein Billigland mehr

Warum ausprobieren?

Im Umbruch, für Presse nicht geöffnet oder wieder geschlossen

Fazit 
Reisen Sie mit uns und lernen Sie Thailand exklusiv kennen

Daten und Fakten unserer Thailand-Tour
Presseartikel zum Thema Seniorenresidenzen und Pflege in Thailand

Über Thailand wurde schon oft heiß diskutiert! Ob als „Rentnertraum unter Palmen“ deklariert oder zum Thema „Pflege im Ausland“ immer wieder im Mittelpunkt der Interessen und Medien. 9.200 km und damit rund elf Flugstunden von Deutschland entfernt liegt das sogenannte „Land des Lächelns“. Das Wetter ist je nach Standort und Jahreszeit angenehm warm bis heiß, teilweise mit hoher Luftfeuchtigkeit. In westlich/europäischen Breitengraden typische und weit verbreitete Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose werden bei vielen Gästen gelindert. Das Leben findet draußen statt, die Sonne und Grundwärme helfen, die Lebensqualität und damit die Lebensfreude zu erhöhen. Lebenshaltungskosten sind insgesamt niedriger, wenngleich das Land, durch die Aufwertung des Baht, einhergehend mit der staatsschuldenbedingten Schwäche des Euros sowie eine allgemeine Preissteigerung in den letzten Jahren, nicht mehr zu den Billigländern gezählt werden sollte.


floating markets  landschaft bei sukothai  abendstimmung

Impressionen aus einem faszinierendem Land
 

Nach monatelangen Recherchen haben wir uns im Sommer 2013 mit LEBENSDOMIZILE WELTWEIT auf den Weg gemacht, Süd- und Nord-Thailand auf eigene Faust und mit dem Mietwagen in vier Wochen zu erkunden. Unsere Schwerpunkte bei Interviews, Besuchen und Gesprächen lagen ganz klar bei den Themen Langzeitaufenthalt, Wohnen, Leben und Pflege in Thailand. Wir haben dafür zahlreiche Hotelanlagen, unterschiedliche Residenzen, attraktive Bauprojekte und interessante Pflegeeinrichtungen besucht, uns mit Auswanderern unterhalten und natürlich einen persönlichen Eindruck vom Land wie vom Leben in Thailand erhalten.

Hier noch ein Währungsrechner, da die Preise überwiegend in Baht angegeben sind: http://www.oanda.com/lang/de/currency/converter/

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Thailand - Teil 1 

Langzeitaufenthalte und Überwintern

Der erste Schritt, den Ruhestand vorzubereiten, und sich auf ein neues Land einzulassen, ist oftmals ein Langzeitaufenthalt, erfahrungsgemäß meistens über die Wintermonate. Damit genießt man die Sonne Thailands und entflieht gleichzeitig dem tristen Grau und Nass des Winters daheim. Dazu bieten viele Resorts oder Hotels die Möglichkeit, Bungalows oder Apartments zu attraktiven Preisen wochen- und monatsweise anzumieten. Ob mit oder ohne Service ist Geschmacksache und individuell verschieden. Der finanziell verfügbare Rahmen und die Wünsche an Lage, Freizeitangeboten und Infrastruktur sind weitere Auswahlkriterien. Ach ja, und nicht wundern, wenn viele zufriedene Stammkunden bereits vor Ort sind!

baan sandao condo meerblick  cicada markt frischer fisch - gerne gegrillt  bangkok zum sundowner in der moon rooftop-bar des banyan tree hotels mit blick auf mariott ea

Abendstimmung am Pool; frische Meeresspezialitäten; Sundowner-Blick auf Bangkok

 

Koh Samui

Versteckt in einer Sackgasse, ruhig gelegen und rund 400 mtr. von der Mainstreet entfernt, betreibt der Österreicher Manfred Heiss seit dem Jahr 2000 „Baan Paty“ auf der Insel Koh Samui mit drei 65 qm Bungalows für Langzeitgäste. Zweckmäßig eingerichtet finden überwiegend Senioren aus D/A/CH hier Ruhe und deutsche Ansprache. Jeweils für zwei Personen ausgestattet, kostet die Langzeitmiete als Selbstversorger 18.000 Baht pro Monat (entspricht ca. 450,- EUR; 1 EUR = ca. 40 Baht), wer länger als drei Monate bleibt, zahlt nur noch 13.600 Baht/Monat, zuzüglich aller, wenngleich geringer Nebenkosten. Kurze Wege sind es zum Big Buddha, zum Flughafen und zur Flaniermeile Fisherman's Village mit direkter Strandlage. Seine zahlreichen Stammkunden zeigen, wie gerne das Angebot angenommen wird. Man liebt das Flair, das Klima, die Bewohner und das friedliche Zusammenleben sowie die Sicherheit als Auswirkung des Buddhismus. „Man muss sich andererseits auch mal überlegen, ob man für den gleichen oder sogar einen höheren Preis eine 35 qm Wohnung irgendwo im 5. Stock bewohnen möchte?!“ so Manfreds Resümee zum Preisgefüge.

Manfred lebt selbst mit seiner Familie seit sieben Jahren auf Koh Samui. „Allerdings“, so gibt er uns zu verstehen, „hat er diesen Schritt über 15 Jahre geplant und vorbereitet.“ Der 52Jährige bedauert, dass viele Auswanderer heute sichtlich unvorbereitet in ein Land reisen, ohne zu wissen, was auf sie zukommt bzw. dass auch dort Gesetze eingehalten werden müssen.

In unmittelbarer Nähe von Baan Paty betreibt er ein Geschäft für deutsch-österreichische Fleisch- und Wurstwaren und beliefert inselweit Hotelanlagen und Restaurants. Beliebt sind, neben den herzhaften Wurstwaren, bei den Thais sogar die fertig portionierten Erbsen- und Linsensuppen. Seinen deutschsprachigen Kunden bietet der Auswanderer aber noch mehr: Manfred Heiss ist Initiator eines wöchentlich stattfindenden Stammtischs für Deutschsprachige. Meist treffen sich samstags in seinem Geschäft Lucky Life 20 – 25 Personen zum Austausch.

baan paty  manfred heiss  fishermans villageBaan Paty: Bungalow; Manfred Heiss; Fisherman´s Village

 

Eine liebevoll gepflegte Gartenanlage mit Pool und der direkte Strandzugang laden zum Verweilen und Entspannen ein. Mit der Royal Living Residence am wunderschönen Strandabschnitt Bang Po hat sich der frühere Schuldirektor Heinz Wollenheit einen Traum auf Koh Samui erfüllt. Der 72Jährige ist mit Leib und Seele Betreiber und Eigentümer. Zufriedene Gäste, die ihre Ruhe direkt am Strand oder verbunden mit dem Luxus der Apartments genießen möchten, sind sein oberstes Ziel. Die Altersbandbreite liegt zwischen 45 und 80 Jahren, 80 % der Gäste kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, viele von ihnen sind „Wiederholungstäter“, darauf ist er stolz. „Living like a king“ - acht Luxusvillen und acht Luxusapartments hat der Deutsche in den letzten zehn Jahren hier nach europäischem Standard errichten lassen, gerade ausgezeichnet mit der Holiday Check Quality Selection 5,9 von 6.

Die Preise variieren je nach Saison und Lage innerhalb des Resorts, eine großzügige Villa für zwei Personen ist ab 216.000 Baht / Monat in der seiner Green Season buchbar, ein Apartment gibt es ab 165.000 Baht. Enthalten sind ein welcome Package mit Früchten, Getränken und Blumen, Aircondition, Kabel-TV, DVD-Player, Wireless LAN und vieles mehr. Grundsätzlich für die Selbstversorgung vorbereitet, bietet die Royal Living Residence vom Einkaufs- bis zum Wäsche- und Spülservice so ziemlich alles, was das Leben angenehm machen kann. Individualität ist ihm für seine Gäste wichtig, erläutert uns der aktive Ruheständler, der trotz früherer Bandscheiben-OPs noch lange nicht ans Aufhören denkt. Denn seit er in Thailand lebt, geht es ihm gesundheitlich besser denn je. Man lebt gesünder, benötigt weniger Medikamente, der Körper dankt es einem, erklärt er uns. „Und Grippeschutzimpfungen sind auch nicht mehr notwendig!“

bang po  heinz wollenheit  living like a kingRoyal Living Residence: Strandabschnitt; Heinz Wollenheit; Bungalows und Garten


Chiang Mai

Ein Erlebnis der besonderen Art erwartet den Besucher hingegen im rund 1.500 km nördlich von Koh Samui gelegenen Proud Phu fah – dem Hip & Green Resort in Mae Rim Chiang Mai. Natur pur, auf 1.150 Meter mitten in den Bergen nördlich von Chiang Mai! Hip & Green - dafür steht das Resort Proud Phu fah mit zehn naturnahen Villen, eröffnet 2005, sowie zehn Zimmern/Suiten in der 2011 erbauten Phu Zone. Ein extremes Naturerlebnis bieten die Villen - hohe, zu öffnende Fensterfronten, das ebenfalls offene Bad und die Terrasse zum Bachlauf repräsentieren den "Green-Faktor" hervorragend. Die "Honeymoon" Villa beispielsweise verfügt über eine nicht einsehbare, separate Outdoor-Badewanne. Die "Pool Near Stream" Suite in der modernen Phu Zone hingegen ist luxuriös mit privatem Pool, Bergblick, Terrasse und Gartenanteil ausgestattet. Die Honeymoon-Villa ist buchbar ab 6.500 Baht/Tag, die Pool Near Stream Suite kostet ab 14.000 Baht, inklusive Frühstück.

Das offene Restaurant im Grünen serviert ganztags Speisen und Getränke. TIPP: Die angebotenen Smoothies muss man probieren! Der Anfahrtsweg durch die Berge ist idyllisch. Wer mit den nächtlichen Geräuschen der Tierwelt eingeschlafen ist, wird morgens, je nach Jahreszeit, die kühle, frische Luft genießen. Für manch einen Europäer eine willkommene Abwechslung. Während wir Mitteleuropäer also bei angenehmen 19 Grad Außentemperatur im T-Shirt zum Frühstück ins Restaurant kommen, haben Thailänder Mütze und Fleecepulli angezogen und sitzen uns so eingepackt gegenüber. Wer Stille und Natur sucht, ist hier richtig. Zwischen 20 und 65 Jahre sind die internationalen Gäste im Resort, die Aufenthaltsdauer variiert von Wochenende bis hin zu einem Monat. Relaxen, runterfahren, entschleunigen - hier ist es möglich! Ausflüge ins 30 Minuten entfernte Chiang Mai stillen dann den Hunger nach Kultur und Stadtleben.

 

proud phu fah zimmerbeispiel phu zone  proud phu fah garten restaurant und tagungsbereich  proud phu fah hip  green resort mae rim chiang mai zimmerbeispiel 
Proud Phu Fah: Zimmerbeispiel Phu Zone; Restaurant und Garten; Zimmerbeispiel Villa

Chiang Mai liegt im Norden Thailands. Kulturgeschichtlich interessant, wegen des Kunsthandwerks und der Tempelanlagen bekannt sowie landschaftlich reizvoll, ist die „Rose des Nordens“ für viele Europäer eine Stadt, die in die engere Auswandererwahl kommt.

Für Langzeitaufenthalte bei Selbstversorgung oder mit Frühstück bietet "The Grand Napat" rund 1,3 km vom Innenstadtkern entfernt, sehr gut ausgestattete Apartments. Obwohl in Thailand das Auswärtsessen - auch aufgrund der günstigen Preise - ganz normal ist, kann in jedem Apartment, ob 40 qm Studio oder die größere 2 Schlafzimmer-Suite, gekocht werden. Ruhig gelegen, bei guter Verkehrsanbindung und mit großem kostenfreien Parkplatz, ist "The Grand Napat - Serviced Apartments" ein idealer Ausgangspunkt für Erkundigungen von Chiang Mai und Umgebung. Die Suiten verfügen über eine ansprechende, moderne Möblierung sowie ein separates Wohnzimmer, WiFi ist inklusive. Das 40 qm Studio kostet pro Monat 24.000 Baht, die Zwei-Schlafzimmer-Suite mit 95 qm ist für 53.000 Baht buchbar. Bei monatlicher Anmietung sind zudem 3 Reinigungen wöchentlich inbegriffen. Pool und angrenzender Fitnessraum bieten Entspannung.

 

the grand napat chiang mai aussenansicht  the grand napat chiang mai zimmerbeispiel 2  the grand napat chiang mai pool 
The Grand Napat: Aussenansicht; Zimmerbeispiel Apartment; Poolanlage

Udon Thani

Thomas Leissner bietet mit Thomas Udon Thai House Resort & Hotel in Udon Thani deutschsprachigen Langzeiturlaubern seit Oktober 2002 die perfekte deutschsprechende Basis mit 20 Zimmern und Pool. Verkehrsgünstig gelegen, wissen zahlreiche Stammgäste insbesondere zum Überwintern, den Service des Familienbetriebs zu schätzen. Überwiegend Paare, weniger Alleinreisende finden den Weg hierher.

Ein Standardzimmer für 2 Personen gibt es schon für 800 Baht, ein grosses Doppelzimmer kostet 1400 Baht, ab einem Monat werden 20 % Rabatt gutgeschrieben. Thomas Leissner lebt seit 15 Jahren in Thailand - nach einer Weltreise ist er mit damals 48 Jahren hier geblieben, hat zwei Kinder adoptiert, nochmals geheiratet und im Jahr 2002 sein Hotel eröffnet. Er wollte anfänglich Übernachtungsmöglichkeiten nur mit Frühstück, aber mit europäischem Stil und Standard (also mit Dämmung, leiser Klimaanlage und normalen Türschlössern) bieten, erzählt er uns aus dieser Zeit. Heute wird zusätzlich im Restaurant deutsche und Thai-Küche angeboten. Einige Zimmer sind auch für Handicap-Reisende geeignet. Die Betreuung ist ebenso selbstverständlich wie möglich.

Dass Thomas in Thailand angekommen ist und sich integriert hat, glauben wir gerne. Zudem hat er die Sprache gelernt und ist in Udon Thani auch in das gesellschaftliche Thaileben integriert. Zum Leben in Thailand sagt er selbst: „Hier muss man das europäische Denken ablegen. Zudem gibt es kein Schwarz, kein Weiß, sondern einfach 150 Grautöne!“

 

thomas udon thani house blick aus restaurant auf pool  thomas udon thani house thomas  thomas udon thani house zimmerbeispielThomas Udon Thai House Resort & Hotel: Poolblick; Thomas Leissner; Zimmerbeispiel


Bangkok


Weiter geht es mit der größten Stadt Thailands, dem quirligen Bangkok mit geschäftigem Treiben, internationalem Tourismus und Business sowie vielen interessanten Stadtteilen und Sehenswürdigkeiten. Wer aus Europa kommend am Internationalen Flughafen Suvarnabhumi landet, kann natürlich vor dem Weiterflug auch erst ein paar Tage pures Stadtleben genießen.

Das Marriott Executive Apartments Sathorn Vista Bangkok bietet 5 Sterne Komfort in 186 exklusiv ausgestatteten Apartments, direkt an der bekannten Sathorn Road im Umfeld von Botschaften, Hotels sowie zahlreichen Banken und Versicherungen. Entsprechend international sind die Gäste des Hauses. Die großzügige Lobby mit Rezeption und Concierge vermittelt 5 Sterne Hotelatmosphäre. Die Apartments ab 65 qm bieten getrennte Schlaf- und Wohnzimmer, Küche mit Backofen, Mikrowelle, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner. 40 - 50 % der Bewohner sind Langzeitgäste, für die zusätzlich ein separater Frühstücksraum in der Residents Lounge eingerichtet ist. Für alle Brotfans – hier gibt es dunkles Körnerbrot! Zwei Etagen sind für Raucher reserviert, ein Service, der von dieser Zielgruppe gerne angenommen wird. Entspannen, fit bleiben und/oder abkühlen im 5. Stock – der Salzwasserpool mit Ausblick, eine Fitnesslounge sowie eine Sauna stehen bereit. Wer kurze Wege zu den Sehenswürdigkeiten und zum Shoppen mag, für den werden hier Langzeitaufenthalte zur Erholung - einfach die Tür schließen und den Komfort genießen. Wer abends noch einen besonderen Spaziergang mit exklusivem Dinner machen will, sollte das Restaurant Vertigo im 61. Stockwerk des benachbarten Banyan Tree Hotels besuchen. Beim Cocktail in der MOON-Bar den Sonnenuntergang genießen, danach den 360 Grad Blick über die Skyline der Millionenmetropole beim Dinner auf sich wirken lassen – dieses Highlight sollte man sich gönnen.  

marriott ea bangkok lobby  marriott ea bangkok zimmerbeispiel  marriott ea bangkok poolMarriott Executive Apartments Sathorn Vista Bangkok: Lobby; Zimmerbeispiel; Pool

 

Eröffnet im Oktober 2010 bietet das AMARI Residences Bangkok stilvolle und gleichzeitig gemütliche Apartments ab 47 qm für Langzeitaufenthalte mit Hotelservice. Das internationale Frühstück ist hervorragend, die Betten sehr bequem und der Service zuvorkommend. Die Dachterrasse verfügt über eine Lounge und die Poolanlage - ideal zum Abschalten und Ruhe genießen! Eine Oase in der Stadt ist der Innenhof, er lädt inmitten des Trubels der Metropole zum Verweilen ein. Das angrenzende Cafe „buttercup“ wird vom Hotel geführt und verführt neben Snacks mit selbstgemachten Torten- und Eisspezialitäten. Der Deutsche Ingo Domaschke ist seit fünf Jahren in Thailand und seit 1,5 Jahren General Manager des Hauses. Er führt ein freundliches, kompetentes und sehr serviceorientiertes Team. Das AMARI Residences Bangkok ist eines von 33 Hotels weltweit, im Privatbesitz einer thailändischen Familie. Viele Gäste nutzen die Nähe zum renommierten Bangkok Hospital – sei es als Patient oder Angehöriger.

In der Lobby treffen wir ein deutsches Auswandererpaar. Früher haben sie in Sri Lanka überwintert, erzählen sie uns, nun sind sie, nach ein paar Tagen Bangkok, auf dem Weg zurück nach Hua Hin. Sie haben, auch aufgrund der vorhandenen, guten Infrastruktur ein Haus gekauft, um dort zu leben. Sie empfehlen uns noch ein Gespräch mit Thomas Mohr vom San Paulo Hospital – dann wartet das Taxi, wir verabschieden uns mit den besten Wünschen und sehen also, die Wege beginnen sich zu verflechten – denn Hua Hin besuchen wir während unserer Reise auch noch und der Termin mit Thomas war schon bei Abreise aus Deutschland fest im Terminkalender.

zimmer amari  gm amari  pool amariAmari Residences Bangkok: Apartmentbeispiel; Ingo Domaschke; Dachpool und Ruheoase

 

Pattaya

Paradiesisch gelegen am Golf von Thailand, ist Pattaya in 35 Jahren vom Fischerdorf zur pulsierenden Touristenattraktion geworden. Rund 90 Minuten Fahrzeit von Bangkok entfernt, hat sich die Großstadt auf die Bedürfnisse des internationalen Publikums eingestellt. Tagsüber aktives Strandleben und Shopping, nachts die berühmte Barszene. Ein Besuch der Walking Street, vergleichbar der Reeperbahn auf St. Pauli, ist für Touristen ein Muss. Dazu täglich Livemusik an fast jeder Ecke – Prädikat „hörenswert“, ob auf der Walking Street oder in anderen Stadtteilen. 

pattaya skyline  pattaya city  pattaya walking street entertainment fr jedermannImpressionen aus Pattaya: Skyline; Hafen mit Schriftzug; Trubel auf der Walking Street


Unsere Anfahrt dauert leider viel länger als 90 Minuten –  im strömenden Regen endlich am Ziel angekommen, wissen wir auch warum – zum langen Wochenende aufgrund des Buddha-Tags gönnen sich die Bangkoker einen Ausflug ans Meer und sind entsprechend zahlreich nach Pattaya unterwegs. Gleichzeitig findet am frühen Sonntagmorgen der Stadtmarathon statt. Diesen absolvieren – wie wir im persönlichen Gespräch beim Frühstück erfahren – auch der General Manager Somsak Tanruengsri und ein ausgesuchtes Team des Pattaya Marriott Resort und Spa. Dafür unseren Respekt! Bereits 1978 eröffnet, grenzt das Haus mit 298 Zimmern und Suiten direkt an die jederzeit belebte Beach Road mit Strand. Die gepflegte Gartenanlage mit Pool und Poolbar ist eine richtige Oase mitten im geschäftigen Treiben von Pattaya. Die Zimmer sind geschmackvoll wie funktional eingerichtet, High Speed Internet inklusive.

Spezielle
Angebotspreise für Langzeitaufenthalte werden gerne für die Dauer von zwei bis drei Monaten gebucht. So kostet eine Übernachtung inklusive Frühstücksbuffet (sehr zu empfehlen, Zeit mitbringen!) bei einer Mindestbuchung von 14 Tagen umgerechnet 139 USD im Standardzimmer. Im Royal Garden Spa entspannt man mit Massagen für Harmonie, Energie und Relaxing - auch gerne gemeinsam als Paar. Das Personal ist überaus freundlich, kompetent geschult und hilfsbereit. Dies ist mit ein Grund, wie uns Marketing-Communications-Manager Asanee Intaring bestätigt, den viele langjährige Stammgäste sehr zu schätzen wissen. Die Langzeitgäste sind ab 50plus, der „älteste" Stammgast kommt seit 1978 jedes Jahr! In der direkt angrenzenden Shoppingmall – verwaltet vom gleichen Eigentümer - mit vielen, internationalen Marken-Boutiquen und einer Entertainment-Area ist auch das zum Marriott gehörende „Benihana",  ein japanisches Restaurant mit täglichem Spezialitäten-Lunchbuffet. 

 

pattaya marriott resort  spa gartenanlage  pattaya marriott resort  spa zimmerbeispiel terrace suite  royal garden spa5Pattaya Marriott Resort & Spa: Tropische Gartenanlage; Zimmerbeispiel; Spa-Bereich*

 

Dass insbesondere Pattaya über viele Hotels, Apartmenthäuser mit Service, Gästehäuser, Zimmervermietungen und Condos verfügt, ist klar, ebenso verschieden wie entscheidend für die persönliche Wahl ist hier natürlich neben Lage und Ausstattung auch das Preis-/Leistungsverhältnis. Wir haben ausschließlich Apartmentanlagen mit Service besucht, in denen sich ein Langzeitaufenthalt angenehm realisieren lässt. So bietet auch das AMARI Nova Suites Pattaya großzügige Apartments mit Hotelkomfort. Zentral gelegen stehen 77 Apartments zwischen 46 und 190 qm bereit, voll ausgestattet mit Küche, Waschmaschine, Mikrowelle und damit bestens geeignet auch für Langzeitaufenthalte.

Hotel-Manager Natsathida Thanatulsutanant führt uns durchs Haus und informiert, dass rund 20 % der Gäste aus dem deutschsprachigen Raum kommen. Vor kurzem sei der derzeit mit Abstand längste Langzeitgast ausgezogen, gibt sie schmunzelnd zu. Es sei ein Skandinavier, der geschäftlich in Pattaya zu tun hatte und daher vier Jahre im AMARI gewohnt hat. Das nennen wir mal wirklich „Longstay“. Die Poolanlage auf der Dachterrasse lädt zum Entspannen ein, jedes Apartment verfügt zudem über einen eigenen Balkon. Ein jederzeit abrufbarer Golfcar-Shuttle-Service bringt die Gäste zu einem Knotenpunkt an der Second-Road und holt sie dort, nach kurzer telefonischer Rückmeldung, egal zu welcher Uhrzeit, auch wieder ab.

amari nova suites pattaya aussenansicht  amari nova suites pattaya zimmerbeispiel two bedroom suite  amari nova suites pattaya poolanlageAmari Nova Suites Pattaya: Aussenansicht; Apartmentbeispiel; Poolanlage 

 

In direkter Nachbarschaft zu den AMARI Nova Suites sind die Apartments und Suiten der KTK Royal Residence Luxery Serviced Apartment Pattaya und des KTK Royal Residence Regent Suite zu finden. Attraktive Preisstaffelungen für Aufenthalte von 1-3, 3-6 oder ab 6 Monaten werden in unterschiedlichen Preisklassen und Apartmentgrößen angeboten. Ein Standardzimmer mit 27 qm in den Apartments gibt es bei einem sechsmonatigen Aufenthalt schon ab 12.000 Baht, die 65 qm-Suite mit einem Schlafzimmer und Meerblick ist für diesen Zeitraum zum Preis von 26.000 Baht monatlich zu haben.

 

ktk auenansicht  ktk royal residence pattaya regent suite zimmerbeispiel  pattaya sonnenuntergangKTK Royal Residence: Aussenansicht; Zimmerbeispiel; Abendstimmung Pattaya


Pattaya ohne Villa Germania? Undenkbar! Auch für uns. So treffen wir die beiden geschäftstüchtigen Partner Horst und Ingo, auch bekannt aus der RTL2 Serie "Villa Germania", die derzeit wieder montags läuft. Horst Thalwitzer, ursprünglich Florida-Fan, kam vor 19 Jahren wegen der Golfplätze nach Thailand - und blieb. Das Haus war damals im Bau, er übernahm die Vermarktung der Apartments der Villa Germania und ist heute Dreh- und Angelpunkt für das Entertainment. Ingo Kerp kam erst vor sechs Jahren nach Pattaya und entschloss sich ebenso spontan. Vor drei Jahren stieg Ingo als gleichberechtigter Partner in das Unternehmen Villa Germania mit ein und verantwortet heute alle kaufmännischen Angelegenheiten. Der Deal mit RTL2 ist zugegebenermaßen clever eingefädelt, allein letzte Saison kamen rund 1.000 Anfragen rein. Denn Apartments, deren Eigentümer nur zeitweise in Pattaya sind, werden gerne an Urlaubsgäste vermietet. Die Apartments sind zweckmäßig mit Pantryküche, Bad, Doppelbett und Couch eingerichtet, ein Balkon, ab 5. Etage mit Meerblick, gehört ebenfalls dazu. Ein Pool und eine eigene Wäscherei bieten den Gästen und Residenten entsprechende Annehmlichkeiten. Die Villa Germania ist ein deutsches Kleinod, gesprochen und gegessen wird deutsch. Das öffentliche Restaurant ist von 9-22 Uhr geöffnet und bietet - wie könnte es anders sein -
deutsche Hausmannskost neben der Thaiküche.
Rund 1,2 Millionen Menschen leben in und um Pattaya, davon geschätzt rund 30.000 Deutsche. Das Leben ist schön in Thailand, aber, so geben sie zu, es sind auch schon Unmengen von Träumen hier geplatzt – aus welchen Gründen auch immer! Unsere Frage, ob sie sich denn auch manchmal als Seelsorger fühlen bzw. so handeln, bejahen beide unisono. Wir sprechen natürlich auch über Thaifrauen und die unterschiedlichen Erfahrungen von Singlemännern, über das Thema Sicherheit (es soll rund 3.000 Zivilpolizisten in Pattaya geben) und über internationale Krankenversicherungen. Und sofort hier hören wir erneut die Lobeshymne auf das gute Bangkok-Hospital. Es muss etwas Wahres dran sein…

Rund 800 Meter von der Villa Germania entfernt betreibt Gerd Heidrich das Lokal "forever young". Hier steht der Stammtisch von Horst und Ingo, hier wird auch gerne gefeiert. Hier kann jeder so sein, wie er ist! Zusätzlich bietet Gerd seinen Gästen schöne Bootsausflüge mit Vollverpflegung an, das Angebot findet regen Anklang.

villa germania aussenansicht  villa germania ingo und horst vor eingang  villa germania zimmerbeispielVilla Germania: Aussenansicht; Ingo und Horst; Zimmerbeispiel

 

Eigentum in Thailand

Viele Thailandliebhaber entscheiden sich möglichweise, nach einigen Urlauben oder auch nach dem Überwintern, irgendwann ganz nach Thailand auszuwandern. Diese Entscheidung ist weitreichend und stellt einen natürlich auch immer vor die Frage: Eigentum oder Miete? Zunächst als Kapitalanlage oder gleich zur Eigennutzung?

Wir treffen mit genau diesen Fragen auf Heiner Mößing! Seit 18 Jahren in Thailand, seit 13 Jahren selbstständig mit einem Familienbetrieb als Immobilienmakler in Pattaya und fest verwurzelt im thailändischen Alltagsleben. Ging es anfangs auf dem Immobilienmarkt nur um ein Apartment, ggf. renoviert, sollte es später schon europäischer Baustandard sein, erläutert er uns die Geschichte des Immobilienmarktes in Thailand. Hinzu kommt, dass nur Thais Grund und Boden erwerben dürfen, ein Ausländer darf maximal einen 49 % Anteil besitzen. Bei Condominiums ist das anders. Heiner Mößing ist Makler aus tiefster Überzeugung und zudem Mitbegründer des Maklerverbandes „Real Estate Broker Association Eastern Seaboard, kurz REBA-ES. Außerdem absolvierte er die höchste Ausbildungsstufe für amerikanische Makler, den renommierten „Council of Residential Specialist“.

Heute kann man von einem Käufermarkt sprechen, auch der Secondhandmarkt läuft. Überwiegend vertreibt Heiner Mößing mit seiner Firma Siam Properties Neubau-Condos voll möbliert, entweder zur Eigennutzung oder zur Weitervermietung. Wer ein oder mehrere Apartments als Kapitalanlage nutzt, sollte auf die Orts- und Marktkenntnisse eines Maklers hören, empfiehlt uns der Profi. Denn schließlich soll diese Immobilie rentabel sein, das steht und fällt wie überall mit Größe und Lage. So sind durch eine effiziente Kurzzeitvermietung von einem bis drei Monaten durchaus höhere Erträge zu erwirtschaften: 5 % Nettorendite und 5 % Wertsteigerung/Jahr! Kapitalanlegern bietet Siam Properties mit seinem internationalen Team zudem den kompletten Rund-um-Service – individuell und persönlich von Abrechnung bis Vermietung. Akzeptable Apartments gibt es für eine monatliche Miete ab 30.000 Baht. Zudem lobt der Experte das gute Rechtssystem – selbst das Grundbuchrecht sei ähnlich. In Pattaya sind zwischenzeitlich Russen die größte Käufergruppe, jedoch beleben auch viele thailändische Käufer seit rund zwei Jahren den Immobilienmarkt. Wesentliche Unterschiede beim Immobilienkauf bzw. –verkauf zu Deutschland: Der Makler wird vom Verkäufer oder Bauträger für seine Vermittlungstätigkeit bezahlt und ein Neubau-Condo wird mit Küche, aber ohne Kühlschrank verkauft!!

 

pattaya beach road  rotary club pattaya heiner moessing  garkchePattaya Beach Road; Heiner Mößing; beliebtes Essen von und an der Garküche

 

Rechtssicher investieren und wohnen unter thailändischer Sonne

Thailand – für viele Investoren ein attraktives Renditeziel, für viele Best Ager und Senioren das Land ihrer Träume für die Rente unter Palmen. Doch was tun, damit der Traum für beide Seiten nicht zum Albtraum wird? Dr. Ulrich Eder, Rechtsanwalt und Steuerberater der PUGNATORIUS Ltd., Bangkok, gibt informative Antworten im LEBENSDOMIZILE WELTWEIT-Blog.


Immobilienprojekte in Hua Hin und Pattaya

Wir haben einige interessante Immobilienprojekte an unterschiedlichen Standorten besucht und uns mit den Initiatoren und Residenten unterhalten. Auffallend ist die hohe Zahl Schweizer, die schon seit einigen Jahren kräftig in Thailand investieren.

Die exklusive Anlage Tropical Paradise Garden mit gehobenem Ausbaustandard liegt in Khao Tao, nahe Hua Hin. Ein Süßwassersee, das Meer in der Nähe, viel Ruhe und nur zehn Minuten Fahrtzeit nach Hua Hin machen die Anlage für Residenten interessant. 2008 wurden die ersten Villen im "Tropical Paradise Garden" bezogen, heute sind 13 von insgesamt 16 Villen gebaut und verkauft. Seit Anfang 2012 ist der Schweizer Jürg Hölzle für die Geschäftsleitung und Kundenbetreuung der Betreibergesellschaft Blue Hill Co. Ltd. zuständig. Er wohnt mit seiner Familie in der Anlage und ist damit Ansprechpartner vor Ort. Das Wort "Paradies" hat hier seine Berechtigung. Der tropische Garten, vom Deutschen Peter Horn, Koi-Family, geplant und von Gärtnern liebevoll gepflegt, ist neben dem Pool ebenfalls Gemeinschaftsanlage. Die zum Garten offene und gleichzeitig mit Wahrung der Privatsphäre durchdachte Planung begeistert in der geschlossenen Wohnanlage.

Die Wohnflächen variieren zwischen 160 und 180 qm, jeweils mit zwei großen Terrassen, zum Preis ab 16 Millionen Baht. Sechs der Häuser sind derzeit schon dauerhaft bewohnt, die anderen nutzen ihre Immobilie zum Überwintern oder in den Ferienzeiten, alle Eigentümer sind momentan Schweizer. „Die Residenzverwaltung ist in Deutsch, daher dürfte Tropical Paradise Garden auch überwiegend für deutschsprachige Immobilienkäufer interessant sein.“ erläutert uns Jürg Hölzle die Abläufe. Außerdem sind die Häuser der Anlage keine Renditeobjekte im Sinne einer vermietbaren Kapitalanlage. Dies und anderes regelt die Hausordnung. Drei neue, individuell planbare Häuser können auf dem Grundstück, teilweise mit Blick auf den „Schildkrötenberg“, noch errichtet werden, hier sind Wohnflächen bis 200 qm denkbar. Da Ausländer kein Land besitzen, sondern nur "leasen" können, wird ein Leasevertrag, ähnlich dem schweizerischen Baurechtsvertrag vereinbart. Der Leasevertrag muss zwingend nach thailändischen Recht abgeschlossen werden, um Gültigkeit zu erlangen. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre beim Ersteintrag und ist mehrfach erneuerbar.  Der Lease umschließt die eigene Parzelle sowie das Nutzungsrecht am Gesamtgelände inklusive der öffentlichen Infrastruktur (Mauern, Strassen, Wege, Pool, Werkgebäude, etc.). Darüber hinaus gibt es einen Bauvertrag für die Erstellung der Villa. Villa inklusive Land können vererbt oder verkauft werden, jedoch muss bei einem Verkauf der Käufer das Land ebenfalls im Lease übernehmen.

Jean Moser ist im Tropical Paradise Garden ein Resident der ersten Stunde. Der Schweizer lebt hier mit seiner Familie und genießt, nach dem schweizerischen Arbeitsleben in der Küchenbranche, nun die thailändische Lebensart. Zurück ins Heimatland möchten unsere Gesprächspartner nicht mehr, denn zuhause ist man mittlerweile in Thailand.

tropical paradise garden villa  jrg hlzle  tropical paradise garden gartenansichtTropical Paradise Garden: Beispiel Villa; Jürg Hölzle; Paradiesische Gartenanlage

Warum eigentlich Hua Hin? Diese Frage kann vielfältig beantwortet werden. Eine Antwort: Das Wetter, denn durchschnittliche Tagestemperaturen von 28 Grad begünstigen die Lebensqualität in allen Bereichen, selbst Heuschnupfen gehört der Vergangenheit an. Sogar der thailändische König wohnt ständig in Hua Hin – auf Anraten seiner Ärzte. Positiver Nebeneffekt seines Daueraufenthalts auch für die große Auswanderergemeinde aus Europa: Das Nachtleben in Hua Hin breitet sich nicht massiv aus und Sicherheit wird groß geschrieben. Schmunzelnd gibt man uns im Tropical Paradise Garden mit auf den Weg: „Wenn es hier nur 22 Grad hat, ziehen wir uns mittlerweile einen Pullover an, weil es zu kühl ist!“ Wohl ein weiteres Indiz dafür, wenn man in Thailand wirklich angekommen ist!

Hua Hin ist bekannt für königliche Sommerfrische im ältesten Badeort Thailands. Sechs Kilometer Strand, Golfplätze in der Nähe, Jazzfestival, Elefantenpolo, Shoppingcenter und die Nähe zu Bangkok machen Hua Hin auch für viele deutschsprachige Auswanderer attraktiv. Essen, Trinken, Livemusik sowie Händler mit Kunsthandwerk und Nippes - jeden Freitag, Samstag und Sonntag trifft man sich auf dem „cicada“-Markt in Hua Hin - sehr angenehm sind Atmosphäre und Stimmung, die angebotenen Waren unterscheiden sich von den typischen Nightmarkets. 

 

hua hin strand  cicada markt  fisch gegrillt

Impressionen aus Hua Hin: Strandabschnitt; cicada Nachtmarkt; Essen frisch zubereitet 

 

Das Lotuswell Resort liegt rund fünf Kilometer außerhalb von Hua Hin, wurde vom Schweizer Cornelius Steger initiiert und versteht sich als Seniorenresidenz, ausschließlich für die Zielgruppe 50plus. 2007 zogen die ersten Residenten ein, ein Großteil der Leasenehmer lebt bereits ganzjährig im Resort, das zudem bekannt ist aus TV-Reportagen über Thailand. Das Durchschnittsalter beträgt derzeit 63 Jahre. Eine attraktive Poolanlage mit Schwimmkanälen, große überdachte Terrassen bei den Apartments, Shuttleservice, ein Restaurant sowie weitere Gemeinschaftsanlagen versüßen das Leben im Resort. Heute sind 124 der 125 Apartments verkauft. Eine Hausordnung regelt das Zusammenleben und ist für die sogenannten "Leaseholder" bindend, die mit einer Einmalzahlung (ab 4 Mio. Baht) ein lebenslanges Wohnrecht erwerben. Ausgestattet mit Küche und Bad, ist die weitere Möblierung jedem selbst überlassen. Hinzu kommen natürlich monatliche Neben- und Unterhaltskosten für Wohnung, Service und Anlage. Die Apartments können nur an den im Apartment lebenden Lebenspartner vererbt oder übertragen werden. Ein freier Verkauf ist nicht möglich. Das Apartment fällt dann an die Betreibergesellschaft zurück; ein vorher nach Wohndauer reduzierter und vertraglich fixierter Festbetrag soll dann an Erben oder Eigentümer zurückgezahlt werden.

Wir treffen uns mit dem Deutschen Fritz Hertlein, seit Dezember 2012 Resident Manager im Resort. Wir plaudern über Vergangenheit. Gegenwart und Zukunft. In die Schlagzeilen geraten war Lotuswell vor ein paar Jahren, als sich unzufriedene Residenten u.a. über nicht erfüllte Zusagen und Bauverzögerungen beschwerten. Jeder jedoch, der einerseits schon einmal selbst gebaut hat und zudem mit einer Eigentümergemeinschaft zu tun hatte, weiß, wie vielschichtig und emotional Meinungen und Erwartungshaltungen unterschiedlicher Menschen und Charaktere aufeinanderprallen können. Dieser Schritt ist – wie bei einer Eheschließung - daher vor Vertragsabschluss gut zu überlegen – immerhin wohnen und leben rund 200 Residenten, überwiegend aus der Schweiz und aus Deutschland im Lotuswell. U.a. damaliger Stein des Anstoßes: Das nun endlich neu erbaute, aber eben von Anfang an geplante und versprochene Medical-Center. Heute steht es kurz vor der Eröffnung mit Physiotherapie, vier Patientenzimmern für die Übergangspflege sowie SPA und Fitness. Das Medical-Center wird, wie das Restaurant auch, der Öffentlichkeit zugänglich sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in Hotelzimmern oder zur Verfügung gestellten Apartments vorübergehend einzumieten. Die Betreiber, so erfahren wir, haben schon wieder neue Ideen und sind weiter engagiert: Fritz Hertlein erzählt uns vom geplanten zweiten Resort mit 100 – 120 Einheiten, das ab 2016 für die ersten Bewohner ganz in der Nähe von Lotuswell zum Einzug bereit stehen und bis 2018 fertiggestellt sein soll.

lotuswell aufsicht mit medical center  lotuswell fritz hertlein  lotuswell poolbar und hotelanlageLotuswell Resort: Überblick Bungalow-Anlage; Fritz Hertlein; Poolblick auf Wohnungen 

 

Moderne Architektur und ein unverbaubarer Blick von den Terrassen in Richtung Pattaya empfangen uns in der Silverhill Residence, Jomtien bei Pattaya. Die Kombination aus Ruhe und Natur sowie die Nähe zur Stadt und zu zahlreichen Golfplätzen ergeben hier eine ganz besonders attraktive Mischung. Der gemeinhin als Buddha-Berg bezeichnete Khao Chee Chan ist das weltweit grösste Buddha-Bildnis und wurde 1996 zum fünfzigjährigen Jubiläum der Thronbesteigung von König Bhumipol errichtet. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Silverhill Residence. Der Schweizer Roger Obrecht lebt seit acht Jahren in Thailand, vor drei Jahren begann er mit dem Bau der Silverhill Residence. Zwei Musterhäuser sind heute bewohnt, ab Herbst werden zwei weitere Häuser im Kundenauftrag entstehen. Gebaut wird, wenn die Chemie zwischen den Bewohnern stimmt und die Verträge schlussendlich unterzeichnet sind.

Lebensbejahende und neugierige Menschen sind hier richtig. „Schließlich kommt man nach Thailand, nicht um zu sterben, sondern um zu leben!“ beschreibt Roger seine persönliche Einstellung. Es stehen Parzellen auf dem ruhigen, in drei Terrassen angelegten Grundstück zur Verfügung, gebaut wird im Flachbau, um jedem Eigentümer die unverbaubare Sicht auf das Umland und Jomtien / Pattaya zu erhalten. Die Investitionen liegen zwischen 10 und 15 Millionen Baht, je nach Ausstattung und Lage. Bis zur Fertigstellung – also vom Kaufvertrag bis Einzug - veranschlagt der kommunikative Schweizer einen Zeitraum von zwölf Monaten. Obwohl ursprünglich eher als Altersruhesitz geplant, zeigt sich nun, dass die Interessenten durchaus bereits im Alter von 48plus über die Silverhill Residence nachdenken und anfragen. Für die Zukunft sind neben den Bungalows und der Gartenanlage mit Teich noch ein Gäste- und ein Clubhaus geplant. Er sagt selbst: "Die Nähe zu Pattaya ist zugleich Fluch und Segen!" Segen deshalb, weil die Infrastruktur auch hinsichtlich Handwerkern, Baumärkten und Einkaufszentren alles bietet, was für ein Alltagsleben benötigt wird. Und dann motiviert er uns beim Verabschieden noch damit: „Die Lebensqualität hier ist höher, man kann sagen ein Jahr gefühlt wie zwei Jahre!“ – wieder ein weiteres Argument PRO Thailand für unsere „Sammlung“.

silverhill pool  silverhill residence roger obrecht  silverhill residence blick auf flachdachbungalowSilverhill Residence: Flachdachbungalow mit Pool; Roger Obrecht; Blick auf Umgebung

 

Deutschsprachige unter sich

Und nochmal Pattaya: Wir haben mit dem Stammtisch im Brauhaus einen von mindestens drei deutschsprachigen Stammtischen in Pattaya besucht und von den Residenten interessante Informationen über das Leben in Pattaya erfahren. Seit vier Monaten trifft man sich hier jeden Sonntagabend um 19 Uhr, um zu plaudern sowie Neuigkeiten und Probleme auszutauschen. Neuankömmlinge werden mit Straßenkarten und nützlichen Tipps versorgt. Hier erfahren wir jedoch auch einiges über die Schattenseiten. Sei es, dass es Auswanderer gibt, die aufgrund entstandenen Geldmangels am Strand übernachten; dass sich so mancher Singlemann von seiner Thaifrau enttäuscht zurück gestoßen fühlt bzw. welche Erwartungshaltungen bei einer sogenannten „Versorgungspartnerschaft“ überhaupt vorherrschen. Auch hören wir, dass es durchaus Auswanderer gibt, die hier von gerademal 700 EUR und damit eigentlich am Existenzminimum leben. Manch einer der Stammtischbesucher ist schon lange in Pattaya und engagiert sich auch in anderen Vereinigungen. Andere kommen nur ein paar Wochen oder Monate und fliegen dann wieder zurück in die Heimat. Natürlich sind der Kaufkraftverlust, Krankenversorgung sowie das Alltagsleben weitere Themen, eigentlich, wie an jedem anderen Stammtisch auf der Welt auch.

Wer daher reinschnuppern will, deutsche Ansprache sucht und sich orientieren möchte, sollte einen der vielfach in den Ballungszentren angebotenen deutschsprachigen Stammtische besuchen – ob in Pattaya, Hua Hin, auf Koh Samui oder in Chiang Mai.

Ein weiteres Beispiel für engagiertes Handeln einer Vereinigung ist der Rotary Club Phönix Pattaya, der erste, internationale, deutschsprachige Rotary Club in Pattaya, Thailand und Asien. Die Wandlung - vom ehemals konservativen Männerverein zum auch für Frauen geöffneten Club - mit begleitet hat Heiner Mößing – der neben seiner Tätigkeit als Immobilienmakler derzeit verantwortlich ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Die 25 Mitglieder treffen sich wöchentlich, dienstags ab 17.30 Uhr im Holiday Inn Hotel. „Für interessierte Neuzugänge ist dies ein guter Anlaufpunkt, um als aktive Geschäftsleute am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und sich zu engagieren.“ übermittelt uns Heiner Mößing auch gleich die Mitglieder-Werbebotschaft, die wir gerne hier veröffentlichen. Aufnahmekriterien sind die Beantwortung der “Vier Fragen Probe“: Bei allem, was wir denken, sagen oder tun, sollten wir uns fragen: 1) Ist es wahr? 2) Ist es fair für alle Beteiligten? 3) Wird es Freundschaft und guten Willen fördern? 4) Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen? Die Eintrittsgebühr beträgt einmalig 5.000 Baht, die Jahresmitgliedschaft 10.000 Baht. Gesammelte Spenden landen 1:1 bei den Projekten, die Organisation von Veranstaltungen oder Projekten findet ehrenamtlich statt. In seiner Zeit als Clubpräsident widmete sich unser Gesprächspartner den Nöten der thailändischen Straßenkinder, das aktuelle Projekt des jetzigen Clubpräsidenten, Dr. Otmar Deter, hilft thailändischen Unfallopfern. Unser Treffen vermittelt uns interessante Einblicke in die Idee und das Engagement des Clubs. Weltweit gibt es 1,2 Millionen Mitglieder in 33.000 Clubs in fast allen Ländern der Welt, ausgehend von der Gründung des ersten Clubs im Jahr 1905 in Chicago.

Residenten, die es gewagt haben

Wer geht ins Ausland und warum – und wer bleibt wirklich? „Jeder hier hat seine eigene Geschichte!“ hören wir mehr als einmal als Antwort auf diese Fragen, die wir uns und auch unseren Gesprächspartnern immer wieder gestellt haben. Zusammenfassend kann man aus unserer Sicht sagen, Menschen mit folgenden Eigenschaften sind prädestiniert, sich auch insbesondere im Ruhestand im Ausland einzurichten und wohl zu fühlen: weltoffen, reiseaffin, neugierig, flexibel, tolerant und respektvoll. Wer neben seiner Muttersprache und Englisch auch noch die Landessprache lernt oder sogar beherrscht, kann zudem Kontakte zu Einheimischen knüpfen und pflegen.

Die Deutsche Brigitte Seidler ist Powerfrau durch und durch. Sie lebt momentan in einem gemieteten Haus in einer sogenannten „gated community“, die es neben zahlreichen Condominium-Anlagen als Wohnform in und um Hua Hin vielfach gibt. Ihr Entschluss stand gleich nach dem ersten Besuch Thailands fest, sie verkaufte danach Haus und Firma und zog 2011 vom Bodensee nach Hua Hin. Brigitte fühlt sich hier sehr wohl, auch gesundheitlich. Zudem bestätigt sie uns, dass die Hilfsbereitschaft, der gelebte Respekt vor älteren Menschen und der freundliche Umgang ein weiteres Stück Lebensqualität sind. Sie erzählt uns von dem mit rund 100 Teilnehmern gut besuchten, monatlichen, internationalen Multikulti-Treffen in Hua Hin. Hier kann man Kontakte knüpfen oder darüber hinaus, an weiteren gemeinsamen Ausflügen und Veranstaltungen teilnehmen. Ursprünglich wollte Brigitte in einer richtigen, selbst organisierten Senioren-WG wohnen – doch auch in Thailand merkt man, wie schnell selbst europäische Mentalitätsunterschiede, Erwartungshaltungen und der persönliche finanzielle Spielraum zum Scheitern von gut gedachten Projekten führen. Auch ihre erst kürzlich gemachte Erfahrung mit einer thailändischen Beerdigung hat sie beeindruckt. „Der Tod gehört hier zum Leben dazu!“ Immerhin wurde drei Tage gefeiert und die Nachbarschaft mit eingeladen. Die Zeit verfliegt schnell, gerne hätten wir mit Brigitte noch weiter so angeregt auf der Terrasse mit Ausblick zum gepflegten Teich geplaudert, doch die nächsten Termine warten.

Adriano Wüest ist beruflich schon über 15 Jahre in Thailand, zuerst in Bangkok, jetzt mit seiner Frau sesshaft in Hua Hin. Der gebürtige Schweizer unterstützt mit seiner Beratungsfirma RIT insbesondere auswanderungsinteressierte Schweizer mit Informationen und Hilfestellungen vor Ort. Schweizer sind reisefreudig und verfügen, aufgrund ihres Rentensystems, über ausreichend, finanzielle Mittel. „Traditionell gibt es enge Handelsbeziehungen zwischen Thailand und der Schweiz, selbst der thailändische König ist in der Schweiz aufgewachsen.“ erklärt uns Adriano die Geschichte, die erklären könnte, warum so viele Schweizer in Thailand investieren und leben. Ausschlaggebend ist natürlich auch das entsprechend hohe Preisgefüge in der Schweiz: Kostet ein Platz in einer privaten Seniorenresidenz monatlich doch zwischen 10.000 und 12.000 CHF, selbst für staatliche Heime müssen 6.000 CHF monatlich zur Verfügung stehen. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass die größte Sorge die Kommunikation ist – schließlich lernt man Thai nun wirklich nicht schnell. Für ein „vernünftiges“ Leben rechnet er bei Ausgaben für Miete, Krankenversicherung, Auto, Ausflüge und Essen für ein Paar mit ca. 4.000,- CHF, ein Single sollte schon über 2.500 – 3.000 CHF verfügen.

7.000 Schweizer in Thailand sind bei der Botschaft gemeldet, mit Überwinterern dürften 10.000 gezählt werden. Sein ehrenamtliches Engagement bei "swiss support swiss", einer auf freiwilliger Basis organisierten Hilfe zur Selbsthilfe, gibt Adriano zudem die Möglichkeit, seinen Landsleuten in Thailand mit Fragen oder in Not zu helfen.

Barbara Nilli, Ende 2006 aus der Schweiz nach Hua Hin ausgewandert, integriert sich bewusst in das fremde Land Thailand. Bereits in der Schweiz begann sie mit Thai-Sprachunterricht. Zuerst lebte sie als eine der ersten Bewohner im Seniorenresort Lotuswell. Heute hat sie einen Mietvertrag mit einem Thai und wohnt, für 20.000 Baht inklusive Nebenkosten, in einem gemieteten, neuwertigen Haus in einer urbanen, teils multikulturellen Siedlung. Beim Einzug hat sie alle Nachbarn eingeladen, erzählt sie uns, 100 Leute kamen. Beziehungen sind ihr wichtig. Es klingelt, die schweizerische Nachbarin kommt, ein geliehener Kuchenteller wechselt schnell mit ein paar netten Worten den Besitzer. So kann also Nachbarschaft und Zusammenleben selbst in Thailand aussehen. Barbara ist glücklich hier. Sie engagiert sich stark ehrenamtlich, das war ihr schon immer ein persönliches Anliegen. Das Leben nach dem Buddhismus ist für sie stimmig, ohne Buddhistin sein zu müssen. Der gegenseitige Respekt und der Umgang mit älteren Menschen gefallen auch ihr. Und auf die Frage nach der Zukunft antwortet sie: „Ich möchte nicht mehr zurück!“

brigitte  adriano quer  barbara nilliAuswanderer aus Überzeugung: Brigitte Seidler; Adriano Wüest; Barbara Nilli

 

Jedes Gespräch, das wir führen dürfen, gibt uns neue Einblicke in Lebensweisen, gesetzte Prioritäten, Wünsche und Beschäftigungen von „Ruheständlern im Ausland“. Während der eine nach einem langen Berufsleben endlich das verdiente, entspannte Leben mit Sonne, Wärme oder Strand genießen möchte, engagieren sich andere in einem fremden Land ehrenamtlich oder starten nochmal durch. Natürlich werden nicht immer alle Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem perfekten Ruhestand unter Palmen erfüllt. So fliegt manch europäische Ehefrau - nach erfolgter Auswanderung enttäuscht, weil ohne Ehemann - doch wieder zurück in die Heimat, wenn der Partner sich aufgrund des plötzlich vorhandenen, jüngeren Angebots anderweitig orientiert hat. Insgesamt sind die Erlebnisse und Stories, die wir hören, allerdings überwiegend positiv und motivierend, ab 55plus noch neue Ziele anzusteuern und sich langgehegte Träume und Wünsche endlich zu erfüllen.

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Thailand - Teil 2 


Seniorenresidenz bis hin zur Pflege

Wer bewusst vorbereitet ist auf den Ruhestand, hat genaue Vorstellungen, was er/sie tun möchte, welche Annehmlichkeiten gegeben sein sollen und wie der Tagesablauf aussehen könnte. Zudem ist klar, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, welche Hobbies gelebt werden und wo man wohnt. Ob in der langjährigen Mietwohnung oder im dann oftmals viel zu großen Eigenheim mit Garten: Wer die ersten Jahre der Rente doch „zuhause“ verbracht hat, denkt vielleicht erst später über einen Aufenthalt im Ausland nach.

Spätestens wenn man nicht mehr ganz so mobil und fit ist oder der/die langjährige Partner/in verstirbt bzw. durch Krankheiten Hilfe benötigt, sind Themen wie „betreutes Wohnen“ oder „Wohnen in einer Gemeinschaft“ relevant. Gewünscht sind dann zubuchbare, bezahlbare Serviceleistungen, eventuell irgendwann bis hin zur Pflege. Die Seniorenresidenz um die Ecke lockt jedoch nicht jeden.

Andere, die jetzt endlich den Schritt „in die Sonne“ überzusiedeln wagen möchten, benötigen dafür Informationen über Land und Leute, über Möglichkeiten und Gesetzvorgaben sowie über die zu bewältigenden „Stolpersteine“, wie sie das farang-Magazin in der aktuellen August-Ausgabe bezeichnet: http://farang-magazin.com/2013/08/beim-auswandern-lauern-viele-stolpersteine/ 

Wer es sich also zutraut, nimmt die Auslandsherausforderung an. Deshalb haben wir, neben den schon in Teil 1 erwähnten Resorts und Wohnanlagen, in die man sich einkaufen kann, weitere Residenzen besucht, die “nur“ gemietet werden können. Teils möbliert, teils unmöbliert, je nach Vorlieben und Geschmack. Zudem unterscheiden sich die Mietpreise und der inkludierte Service.
 

     

"Happy Home ist nicht nur ein Haus - es kann IHR Zuhause werden!" So angepriesen recherchieren wir die kleine, feine und zudem neu eröffnete Anlage Happy Home Chiangmai und erleben diese dann auch in der Realität. Die deutsche Rentnerin Eva hat ihr Zuhause in Thailand gefunden und stand der thailändischen Inhaberin mit ihrem Rat und ihrem reichen Erfahrungsschatz zur Seite. Die neu erbauten Häuser sind mit Rollstuhlrampe und Treppe ausgestattet, bei den Baumaterialien wurde auf Langlebigkeit und Qualität geachtet. Die Anlage mit großem Garten liegt rund sechs Kilometer vom Stadtzentrum Chiang Mai entfernt, mit dem Taxi jedoch sehr gut erreichbar. Großzügig wohnen ist Standard - die Häuser sind 70 qm groß, zuzüglich einer privaten, überdachten 50 qm Terrasse. Wer eigene Möbel mitbringen will, spart monatlich 3.000 Baht, ein unmöbliertes Haus kostet monatlich 17.000 Baht (rund 445 EUR) inklusive Strom (bis 1.000 Baht), Wasser, Müllentsorgung, Gärtner, natürlicher Ungezieferverhütung und Trinkwasser.

Eva steht gerne für unser Interview bereit - im für die Regenzeit typischen Schauer zeigt sie uns stolz die Anlage, die noch einige Ausbaureserven hat. Weitere Häuser werden kurzfristig nach Bedarf gebaut, die Gesamtkapazität ist maximal neun Häuser. Die Inhaberin ist Geschäftsfrau in Bangkok, ihre Eltern leben mit auf dem Grundstück von Happy Home. Beim Bau der neuen Häuser wurde bewusst auf Barrierefreiheit geachtet: Viel Bewegungsfreiraum im Bad, erhöhte Toilette, Haltegriffe und ein Sitz in der ebenerdigen Dusche. Rutschfeste Fliesen im Wohnbereich und ein direkt angrenzendes Schwesternzimmer machen bei Bedarf auch die Pflege vor Ort möglich. „Hier wird niemand weggeschickt, wenn doch irgendwann eine Demenzerkrankung auftritt!“ untermauert Eva mit Nachdruck das Wohnkonzept, während sie uns das Schwesternzimmer mit Bad und eigenem Eingang zeigt. Eine Telefonliste mit den wichtigsten Informationen und Telefonnummern für den Notfall ist vorhanden.

Wer kochen will, kann es tun, ein täglicher Markt ist in der Nähe. Freunde von Garküchen & Co werden bereits auf der anderen Straßenseite fündig. Eva ist viel gereist und somit durchaus in der Welt daheim. Sie weiß, auf was es ankommt. Ihr Tipp: Wer nach Thailand übersiedeln will, sollte das Leben hier erstmal ausprobieren. „Wie halte ich das aus? Wie geht es mir hier?“ Um diese Fragen ehrlich zu beantworten, verbringt man dafür am besten gezielt ein paar Monate in unterschiedlichen Jahreszeiten mit ganz normalem Alltag! Voraussetzungen für den Einzug sind eine Krankenversicherung für den Ernstfall, eine Haftpflichtversicherung, das Vorhandensein der geforderten Summe für das Visum sowie ein Vertrag, indem wichtige Fragen nach Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht, Bestattung und Kontaktpersonen beantwortet werden. Die anvisierte Zielgruppe ist deutschsprachig – man sollte zusammen passen und sich auch nachbarschaftlich zuhause fühlen. Gemeinsame Aktivitäten finden „auf Zuruf“ und spontan statt, möbliertes Probewohnen kostet für drei Monate 45.000 Baht.

    Happy-Home Chiang Mai: Hauseingang mit Rollstuhlrampe; Wohnzimmer; Badezimmer

 

20 km nördlich von Chiang Mai, im Mae Rim Tal gelegen, wird Peter Brown ab Anfang 2014 das Care Resort Chiang Mai betreiben. Wir treffen den engagierten Briten mitten im Umstellungsprozess und werfen schon jetzt einen Blick in das 4-Sterne Resort. Die Einheiten können monatlich gemietet werden, eine Mindestmietdauer von sechs Monaten wird mit besseren Konditionen belohnt. Eine 34 qm Villa mit Klimaanlage und Bad, inklusive drei Mahlzeiten täglich, Wäsche- und Putzservice kostet rund 38.000 Baht. Für die große Villa mit 86 qm und 20 qm Terrasse veranschlagt er 68.000 Baht für die erste Person, die zweite Person kostet zusätzlich circa 17.000 Baht. Die Pflege wird übernommen ab 5.000 Baht monatlich. Die Anlage verfügt über eine attraktive Gartenanlage mit Teich, Pool, SPA, Restaurant und Fitness. Der Blick in die Berge verrät Ruhe und Natur pur - die nahe, pulsierende und kulturell interessante Stadt Chiang Mai ist in 30 Minuten Fahrtzeit erreichbar.

„Chiang Mai ist noch ursprüngliches Thailand“ ist Peter überzeugt. Da er selbst älter wird, sieht er die Notwendigkeit und auch das Bedürfnis vieler, vom Leben in einer community. Touristen kommen und gehen, eine Gemeinschaft bleibt. Das Resort steht Einzelpersonen wie Paaren offen. Selbst 24 Stunden-Pflege sowie Betreuung für Demenzkranke wird angeboten, dazu starten in Kürze einige Umbaumaßnahmen. Im Fall der Fälle ist in dieser Abgeschiedenheit das nächste Krankenhaus gerade mal 15 Fahrminuten entfernt, in Chiang Mai stehen darüber hinaus fünf bis sechs gute, private Krankenhäuser zur Verfügung.

Peter, seit sieben Jahren in Thailand, möchte allen Interessierten in seinem Resort mit 47 Villen ein multikulturelles Senioren- und Pflegeresort ermöglichen. Die verbindende Sprache ist Englisch. Viele Anfragen für sein „Open House for all nationalities“ kommen schon jetzt insbesondere von Australiern, dann folgen Deutsche und Engländer, plaudert Peter aus den Nähkästchen. Sein Plan für die nächsten zwölf Monate steht, seine Empfehlung: Wer noch halbwegs rüstig hierher kommt, hat die Möglichkeit sich mit allem vertraut zu machen und die Infrastruktur zu genießen. Beim Blick über die Anlage können wir diese Sicht auf jeden Fall teilen.

    Care Resort Chiang Mai: Bungalow am See; Peter Brown; Zimmerbeispiel

 

Umgeben von Reisfeldern, idyllisch und ruhig gelegen, etwa 420 km nordöstlich von Bangkok, erwarten uns Hans-Jörg und Lanee Jäger in Lanee's Residenz. Bekannt u.a. aus der Reportage "Oma will nach Thailand" von Wolfgang Luck. 2011 zog das Ehepaar aus der Schweiz in den Heimatort von Lanee, um hier ihren Traum einer Seniorenresidenz zu verwirklichen. Die erwachsene Tochter blieb damals zurück und ist gerade auf Besuch. Die Flut in Bangkok kam ihnen zu Hilfe, in gerademal sieben Monaten bauten sie die Residenz, unterstützt von zahlreichen Arbeitern, die aus den Flutgebieten kommend, Arbeit suchten.

Heute sind alle dreizehn Bungalows, das kleine Hotel mit sechs Gästezimmern sowie Küche, Pool und Restaurant fertig. Vogelgezwitscher, das Krähen des Hahns und Arbeiter auf den umliegenden Reisfeldern gehören zum entspannten Alltag. Einfach einen Bungalow mieten und den Ruhestand genießen - hier ist es möglich, für 35.000 Baht monatlich, inklusive Vollpension (für eine Person), 1 x wöchentlich Massage und Putzfrau. Die Anlage ist sicher, der Service begeistert. Zur Installation vorbereitet liegen Alarmknöpfe an der Rezeption – der Weg rund um die Bungalows ist auch so konzipiert, dass ein Krankenwagen durchfahren kann.

Beim gemeinsamen Abendessen mit den Gästen plaudern wir über die Anfänge, die Standortsuche und die Vorbereitungen. Die beiden sympathischen deutschen Rentnerinnen Margot und Maria sind sich einig: "Wir sind eine Familie und Hans-Jörg ist unser großer Bruder!". Die Gäste und Residenten, derzeit überwiegend alleinstehende Frauen, leben hier mit Familienanschluss, das gemeinsame Essen gehört auf jeden Fall dazu. Jeder Bungalow verfügt über eine eigene, überdachte Terrasse, ausgerichtet auf den mittig liegenden See. Wer Ruhe sucht, wird sie hier finden. Ob zum Malen, Lesen oder Entschleunigen. Auch mal an sich selbst denken und die Fürsorge anderer annehmen. Wer will, geht täglich im Salzwasserpool schwimmen. Einmal monatlich findet ein „Farang-Treffen“ mit deutschsprachigen Auswanderern aus dem Umland statt. Auch Hans-Jörg empfiehlt seinen Gästen, sich zuerst mindestens drei Monate zur Probe einzumieten. „Wenn man noch jung und mobil ist – so zwischen 60 und 70 – dann ist Pendeln das Richtige!“ erklärt er uns. Klar, schließlich liegt Lanee‘s Residenz rund 90 km von der nächsten größeren Stadt entfernt, fußläufige Einkäufe sind nicht möglich.

Das Gästehaus befindet sich im ersten Stock, unten sind Wäscherei, Office und in Kürze ein SPA. Ab Oktober ist geplant, hier auch vierwöchige Aufenthalte von Burnout-Patienten aus der Schweiz mit einem befreundeten Sozialpädagogen durchzuführen. Sich selbst spüren, endlich Ruhe und Gelassenheit zuzulassen – in Lanee’s Residenz erhält jeder die Chance, diese wichtige Erfahrung zu machen und eine Neuausrichtung ohne Hektik zu realisieren – ob nach Burnout oder langem Arbeitsleben.

 
    Lanee´s Residenz: Bungalow-Anlage am See; Lanee und Hans-Jörg Jäger; Pool
 

Pflege – unterschiedliche Konzepte, im Mittelpunkt der Mensch

„Pflege in Thailand“ wird im deutschsprachigen Raum leider oftmals abwertend, aus unserer Sicht jedoch zu Unrecht als Billigalternative diskutiert. Bei näherem Betrachten der Angebote und Domizile trifft die Bezeichnung „Alternative“, die es zu überdenken gilt, nämlich durchaus zu. Neben dem finanziellen Aspekt, insbesondere für Schweizer interessant, müssen Infrastruktur, Versorgung und Umfeld für jeden Gast individuell passen. Die Entscheidung für eine Pflege im Ausland wird familienintern und sicherlich mit Diskussionen und Abwägungen des Für und Wider getroffen. Wer die Strapazen der Anreise auf sich nimmt, wird belohnt mit einer ganz anderen Art der Fürsorge und des Selbstverständnisses fürs Altern.

Aus diesem Grund haben wir uns gezielt verschiedene Konzepte angeschaut und uns mit den Gründern und Initiatoren unterhalten. Die Umsetzung persönlicher Ideen und der engagierte Aufbau neuartiger Institutionen zeigen Mut und gleichzeitig Idealismus. Im Mittelpunkt steht jeweils der Mensch mit seinen Bedürfnissen und den noch vorhandenen Fähigkeiten.

Baan Kamlangchay in Chiang Mai ist auch bekannt unter "Alzheimer Thailand" mit dem Gründer Martin Woodtli. Der Schweizer hat in Thailand wahrhaft Pionierarbeit in der Betreuung Demenzkranker geleistet, seine Einrichtung ist nach wie vor einzigartig, die 1:1 Pflege über die Grenzen Thailands bekannt. Zahlreiche TV-Reportagen berichten darüber. Im Dezember 2013 feiert er 10jähriges Bestehen. Für Interessierte: Aktuell ist über die Geschichte seiner Mutter und die Anfänge von Baan Kamlangchay sein Buch erschienen. 

Immer ist ein Pfleger / eine Pflegerin dabei – ob beim Spaziergang, beim Erfrischen im Pool oder beim Gang zum Mittagessen im Haupthaus. In Faham Village in Chiang Mai bezog Martin Woodtli im Jahr 2002 das erste Haus und betreute mit Pflegekräften rund um die Uhr seine demenzkranke Mutter. Er kannte Thailand von seiner vorherigen Tätigkeit für „Ärzte ohne Grenzen“. Sein Konzept: 1:1 Betreuung, 24 Stunden am Tag. Es gibt keine Pflegestufen, da der Zeitaufwand immer gleich ist, nur die Aufgaben sind unterschiedlich. Angesprochen auf die im deutschsprachigen Raum gefürchteten und diskutierten Sprachbarrieren erfahren wir, dass im Laufe des Krankheitsbildes die Sprache von Seiten des Demenzkranken neu kreiert und damit unverständlicher wird. Deshalb gewinnen andere Kommunikationsarten an Bedeutung. Die Lebhaftigkeit der jungen Betreuerinnen wirke sich zudem positiv aus.

Aus den Betreuungs-Erfahrungen mit seiner Mutter, sei die Situation mehr und mehr gewachsen, erläutert uns der Pionier den Werdegang. Selbstverständlich organisiert er heute auch Beerdigungsvorgänge. Bisher gab es sieben Todesfälle in zehn Jahren, alle sind in Chiang Mai entsprechend der thailändischen Tradition verbrannt worden.

Derzeit leben zehn Gäste im Alter zwischen 57 und 91 Jahren aus der Schweiz und Deutschland in insgesamt acht Häusern. Die gemeinsamen Mahlzeiten und das Teilnehmen am Dorfleben sind selbstverständlich. Am Gemeinschaftspool mit Garten treffen sich seine Gäste und Betreuer jeden Nachmittag zu frischem Obst und Abkühlung mit Wassertreten oder Schwimmen. Ferienaufenthalte für Demenzkranke sind möglich, für Angehörige und Begleitpersonen stehen Gästezimmer zur Verfügung.

Ein Großteil der Arbeit für Martin Woodtli ist auch die Angehörigenbetreuung zuhause. Der Erstkontakt geht über einen Ehepartner oder über die erwachsenen Kinder. Nach einigen Gesprächen über Skype wird, wenn man sich einig ist, ein Aufenthalt in Faham Village vereinbart, erzählt uns der engagierte Schweizer. Eine Probezeit von ein bis zwei Monaten, in denen dann auch die neue Situation von Nähe und Distanz eine Rolle spielt, ist angebracht. Die Kosten belaufen sich auf 2.700,- EUR monatlich inklusive Vollverpflegung und 24 Stunden-Betreuung. Bis Ende des Jahres sind alle zwölf Plätze belegt. Für Martin Woodtli ist damit die Grenze erreicht, sind es doch mit Betreuerinnen und Gästen insgesamt 60 Personen. Sein Ziel ist es, Baan Kamlangchay ständig weiter zu entwickeln, die Qualität zu verbessern, wo es noch möglich ist und dabei gleichzeitig die Größe zu behalten. Seine Botschaft: Bei uns besteht individuell die Möglichkeit, vergleichbar einer häuslichen Betreuung, demenzkranken Menschen ein würdiges Leben zu bieten.

    Baan Kamlangchay: Haupthaus; Martin Woodtli; Poolanlage

 

Im Januar 2012 eröffnete die Schweizerin Anita Somaini in Phuket das "house of help and care", das Baan Tschuai Duu Lää. Dreh- und Angelpunkt für alle Bewohner ist das Haupthaus, hier finden die gemeinsamen Mahlzeiten statt. Jedes der Gästehäuser verfügt über einen eigenen tropischen Garten mit Pool, mindestens drei Zimmer sowie Terrasse und ansprechende Gemeinschaftsräume. Alle Gästezimmer sind großzügig und hell, mit eigenem Bad und hochwertigen Möbeln eingerichtet sowie mit privaten Fotos und Gegenständen individualisiert. Die Betreuer schlafen mit im Zimmer auf einer eigenen Matratze.

Die Pflegeeinrichtung ist spezialisiert auf Demenz bzw. Alzheimer, aber - und das ist einzigartig - es können auch Nebenerkrankungen mit behandelt werden. Denn das Haus ist zugelassen als Nursing Home, in Zusammenarbeit mit dem Bangkok Hospital werden die Angestellten weitergebildet. Bei unserem Treffen mit der Gründerin und diplomierten Pflegefachfrau Anita lernen wir Isabel kennen. Die ausgebildete Pflegedienstleiterin ist gerade aus Deutschland angekommen, kümmert sich zukünftig als Stellvertreterin von Anita mit um die Gäste.

Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger und die kontinuierliche Weiterbildung der Angestellten sowie eine Verständigung auf Englisch sind Anita sehr wichtig. Deutsche Sprachkenntnisse hingegen sind nicht immer erforderlich. „So ist es manchmal wirklich besser, wenn die Pflegekraft nicht alles versteht!“ erklärt sie uns. Nämlich dann, wenn Unzufriedenheit, Ärger oder Frust über persönliche Defizite sich zu Wutausbrüchen oder Redeschwällen entwickeln. Außer der Gründerin und ihrer neuen Stellvertreterin sind alle Angestellten Thais.

Die Häuser sind gemietet – der Eigentümer plante ursprünglich eine gehobene Ferienhaussiedlung. Jetzt sind die fast abgeschlossene Lage der einzelnen Häuser, die damit verbundene Exklusivität und die gehobene, neue Ausstattung der Anlage ein Glücksfall für Baan Tschuai Duu Lää. Ab Mitte August wohnen in den Häusern zehn Gäste bei einem Personalschlüssel von 33 Angestellten, 1:1 Pflege garantiert! Im vierwöchigen Rhythmus oder bei Bedarf kommt ein Hausarzt. Maximal können 15 Gäste aufgenommen werden – ein „Notfallzimmer“ im Haupthaus soll frei bleiben. Anita lebt mit Herz und Verstand ihre eigene Philosophie von Pflege und dem Umgang mit Menschen. „Es geht schließlich um Menschen und um das Vertrauen der Familien.“ Wir erleben zeitgleich mit unserem Gespräch das gemeinsame Mittagessen. Die Gäste werden umsorgt und liebevoll behandelt, ohne Hektik, ohne Stress. Eine Katze streicht um die Beine der Bewohner – sie hat sich und ihre zwei Kinder sozusagen selbst eingemietet, erzählt uns Anita lachend.

Eine Unterbringung kostet zwischen 2.900 und 4.000 Baht pro Tag (75 - 100 EUR), je nach Intensität der Betreuung und Pflege. Enthalten sind Vollverpflegung, Unterkunft, Betreuung, Ausflüge und Behandlungspflege. Pflegematerialien werden extra nach Aufwand berechnet. Die Gründerin ist zu Recht stolz auf ihr Projekt und den Erfolg: „Ich mache hier mein Ding! Hinzu kommt, ich bin die Einzige in Phuket!“

   

Baan Tschuai Duu Lää: Haus mit Poolanlage; Anita Somaini und Isabel; Zimmerbeispiel

 

Bisher wurde hauptsächlich in den Schweizer Medien über Vivo bene, einem neuartigen Großprojekt im Norden Thailands, in Doi Saket bei Chiang Mai, berichtet. Umso mehr freuen wir uns, dass uns der Verwaltungsratspräsident der Vivo bene AG, Bernhard Rutz, zur Baustellenbesichtigung in Thailand einlädt und uns mit ausführlichen Informationen für den deutschsprachigen Raum versorgt. Die Anlage ist großzügig geplant und wird nördlich von Chiang Mai im Frühjahr 2014 eröffnet. Die Philosophie: Jeder Mensch hat seine Biografie, die auch beim Altern Berücksichtigung finden muss.

Die Umgebung um Doi Saket ist ländlich geprägt mit Reisfeldern und üppiger Vegetation. Die Anlage Vivo bene bietet somit gleichzeitig Ruhe mit Dorfleben - sowie Stadtleben und Kultur in Chiang Mai. Ist doch Chiang Mai die wichtigste und größte Stadt im Norden Thailands. Zudem ist das Klima für viele Europäer erträglich, da weniger Luftfeuchtigkeit herrscht als beispielsweise in Bangkok.

Bernhard Rutz lebt und liebt sein Projekt Vivo bene – er erläutert mit Leidenschaft und Fachwissen das neuartige Konzept, in dem zukünftig überwiegend an Alzheimer erkrankte Schweizer, gerne aber auch Deutsche, gemeinsam mit ihren gesunden Partnern ein Zuhause finden werden. Ob dauerhaft, als Feriengäste, mit Lebenspartner oder alleine - eine Betreuung durch fachkundiges Personal - teils aus der Schweiz, teils thailändisch ist gewährleistet. Neu und wegweisend ist, dass Paare hier bewusst einziehen, um zusammenbleiben zu können, obwohl ein Partner an Demenz erkrankt ist und eine Rundumpflege benötigt.

Der Baufortschritt kann sich sehen lassen. Die einzelnen Häuser sind speziell auf die Bedürfnisse der Bewohner mit Alzheimer ausgerichtet und gebaut im alten Lanna-Style, jedoch mit Schweizer Baustandards. Viel Licht, helle Räume sowie Raum für den privaten Rückzug oder Geselligkeit. Das Basisangebot umfasst die Unterbringung in einem 32 qm Zimmer mit Vollpension, Ausflügen, Pflege und Reinigung, für eine Person zum Preis von 5.800 CHF monatlich, der Partner bezahlt nochmals 1.500,- CHF. Jedes der sechs Häuser verfügt über zwölf Einzelzimmer, wovon je zwei, alternativ drei Zimmer bei Bedarf für Paare zur Wohnung umgebaut werden können, bei Erhöhung der monatlichen Miete versteht sich. Nutzbar sind zudem jeweils 120 qm Gemeinschaftsfläche im Haus und der Garten. Die Pflegerinnen sind den einzelnen Häuser zugeordnet, jeder kennt daher einen Kreis von Pflegern, bei einem Personalschlüssel 1:2. Der Preis basiert auf dem schweizerischen Rentensystem, so dass kein Kapitalverzehr trotz Pflege stattfindet. Probewohnen ab 14 Tagen ist möglich, durchschnittlich ist für diese Phase jedoch mindestens ein Monat geplant. Vorher stehen persönliche Gespräche mit den Patienten und den Angehörigen in der Schweiz auf dem Programm.

In den Schweizer Medien wurde behauptet, dass Kantone schon jetzt darauf aus wären, ihre Pflegebedürftigen günstig abzuschieben. Wir klären diese falsche Behauptung auf. Wahr ist, dass Vivo bene in Verhandlungen mit einigen Kantonen steht, um die gleichen Subventionen und Zuzahlungen, die bei einer Unterbringung in einem Schweizer Pflegeheim gezahlt werden, zukünftig auch für die in Thailand lebenden Schweizer zu erhalten. Also eine völlig andere Ausgangsbasis und damit gar nicht anrüchig.

Schweizerdeutsch ist die Sprache in Vivo bene, das Gefühl zuhause zu sein wird durch das Schweizer Restaurant Rössle, den schweizerischen Bäcker mit Konditorei und das Management aus der Schweiz noch verstärkt. Acht luxuriöse Hotelzimmer, integriert auf dem Gesamtareal und optisch durch einen See getrennt, bieten Angehörigen und Freunden die Möglichkeit der Übernachtung vor Ort. Trotz strömenden Regens und matschiger Baustelle können wir uns Umfang und Bedeutung dieser neuen Anlage schon jetzt sehr gut vorstellen. Auf jeden Fall werden wir auch dieses interessante Projekt weiter verfolgen.

    Vivo bene: Baustand Juli 2013; Bernhard Rutz; Animation Überblick Gesamtanlage*

 

Medizinische Versorgung

Immer wieder während unserer Reise kommt das Gespräch auf die medizinische Versorgung. Wer hier beim Lesen in diesem Moment noch Bedenken hegt, dürfte ab sofort eine andere Meinung haben: Unisono hören wir: - Bestens! - Besser als in Deutschland bzw. der Schweiz! – Internationaler Standard, gut ausgebildetes Personal, hervorragender Service! – Ambulante Kleinigkeiten zahlt man am besten direkt und cash, kostet ja nicht viel! Wir sind einerseits überrascht, andererseits aber auch beruhigt. So viele unterschiedliche Menschen in Süd- und Nordthailand können nicht irren!

Das sehr renommierte Bangkok Hospital ist eine Krankenhauskette und in den größten Städten Thailands mit einem Hospital vertreten. Nun wissen wir auch zuzuordnen, warum das Bangkok Hospital sogar eine eigene Anlaufstelle am internationalen Flughafen Bangkok eingerichtet hat. Denn viele Patienten kommen extra aus Middle East zur Behandlung.

Zwischen der Highend/Luxusversorgung im Bangkok-Hospital und den einfachen, thailändischen öffentlichen Krankenhäusern gibt es weitere, private Hospitäler, die einen guten Service zu einem passenden Preis anbieten. Brigitte vermittelt uns den Kontakt zum San Paulo Hua Hin Hospital, damit wir neben den vielen Lobeshymnen über die medizinische Versorgung, auch einen persönlichen Eindruck erhalten. Wir treffen dort Thomas Mohr, der seit Anfang 2012 "International Department Manager" und damit Ansprechpartner für deutsch- und englischsprachige "Farangs" ist. Das „San Paulo“ ist ein Privatkrankenhaus mit maximal 100 Betten mitten in der Stadt. Das Hospital hat nur Einzelzimmer mit Bad und Kühlschrank, da in Thailand ein Familienmitglied auch über Nacht beim Patienten bleibt. Dafür steht im Zimmer extra eine Couch bereit. Die Kosten für Grundpflege und Essen betragen 5.000 Baht/Nacht, zuzüglich Therapiekosten. Eine internationale Krankenversicherung bzw. die Auslandskrankenversicherung hilft die Kosten erstattet zu bekommen. Eine Bar- oder Kreditkartenzahlung ist natürlich möglich. Bis zum Eingang der Zahlung wird allerdings auch schon mal der Reisepass einbehalten – zum Leidwesen manches Residenten.

Der Deutsche versteht sich vielfach als Mediator zwischen den Kulturen. Denn bei thailändischen Ärzten und europäischen Patienten treffen durchaus unterschiedliche Erwartungshaltungen aufgrund der Mentalitätsunterschiede aufeinander. So sind es europäische Patienten gewohnt, detailliert Auskunft zu erhalten über ihre Krankheit, die Herkunft oder auch die Heilungschancen. Thomas Mohr vermittelt hier und klärt mit dem Wissen der Kulturunterschiede auf beiden Seiten. Seine Anwesenheit hat sich natürlich in Hua Hin herumgesprochen, viele deutschsprachige Residenten nutzen diesen speziellen Service des „San Paulo“.

    San Paulo Hospital: Schwestern-Team; Zimmerbeispiel; Bangkok Hospital: Flughafen-Lounge

Thailand – kein Billigland mehr

Natürlich gibt es ein schmackhaftes und frisch zubereitetes Mittagessen an den Garküchen für 40 Baht (rund ein Euro) direkt am Straßenrand. Das Wohnen irgendwo auf dem Land mit thailändischem Standard ist auch günstig, dünne Wände und keine Heizung inklusive. Für jeden, der jedoch einen gewissen Standard aufrecht erhalten will, sollten es rund 1.100 Euro monatlich, besser 1.200 sein, die man als Ruheständler in Thailand mindestens zur Verfügung haben sollte. Die Zeiten, in denen 800 Euro zum Leben reichten, sind vorbei! Sei es durch die Wechselkursänderungen Euro / Baht die Euro-Auswanderern in den letzten Jahren mal gleich 20 % Kaufkraft kostete oder die allgemeine Steigerung der Lebenshaltungskosten. Wer sich zudem ausschließlich seinem europäischen Standard mit importierten Lebensmitteln und Weinen oder Fastfood und Kaffeespezialitäten verpflichtet sieht, wird sich wundern. Diese Preise reichen an westliche Standards heran oder übertreffen diese sogar oftmals! Hochwertige Markenkleidung und Schuhe aus aller Welt haben ebenso ihren Preis.

Wer zur Pflege nach Thailand kommt bzw. dort einen Angehörigen hat, sollte mit monatlich rund 3.000 Euro für Kost, Logis und Pflege rechnen. Wer hier also nur abwertend vom günstigen „Abschieben der Alten“ und „Erbe sichern“ spricht, liegt falsch. Insbesondere mit dem Hintergrund, dass die deutsche Pflegekasse, entgegen den Leistungen im Inland oder im europäischen Ausland, in Thailand keinerlei Zuschüsse gibt.

Ab dem 50. Lebensjahr sind die Visumpflichten anders und somit wird das Leben in Thailand etwas erleichtert: So fordert der thailändische Staat bei Residenten ab dem 50. Lebensjahr für das Erstellen oder Verlängern des Jahresvisum (das trotzdem nach jeweils 90 Tagen abgestempelt werden muss) eine nachweislich festgeschriebene Mindestsumme in Höhe von 800.000 Baht auf einem Konto, die bereits drei Monate vor Verlängerung festgeschrieben ist! Alternativ genügt eine Rentenbestätigung in Höhe von 60.000 Baht monatlich.

   
Stefan A. Modro lebt seit über 20 Jahren in Thailand und kennt die realen Gegebenheiten sowie die Mentalitätsunterschiede von Land und Leuten. Auch er bestätigt uns, dass ein Leben mit 800,- EUR monatlich ein Leben am unteren Ende der Skala bedeutet, bei ggf. günstigen Mieten von 5.000 Baht monatlich, ohne Aircondition und nur mit Verpflegung aus der Garküche. Intellektuelle Ansprache, Kabarett oder Satire fehlen schon mal. Man muss für sich entscheiden, ob dafür der Ausgleich von warmem Wetter und Sonne ausreichend sind. Ausländer sind geduldete Gäste, Ausländer ohne Geld eigentlich nicht erwünscht. Vieles ist im Umbruch – mit der thailändischen Mentalität „Morgen ist ein anderer / neuer Tag“ muss man umzugehen lernen. Auch das während unserer Reise vielbesprochene „Mai pen rai“ – inhaltlich übersetzt: „Ist eben so bzw. soll so sein, bzw. das macht nichts!“ ist für einen Europäer schwer nachvollziehbar und in manchen Situationen durchaus ärgerlich.

Aktuell erarbeitet der „Mann aus Thailand“, wie sich Stefan Modro selbst nennt, einen informativen Ratgeber für Senioren, die beabsichtigen, nach Thailand zu kommen. Seine jahrelange Erfahrung fließen in das in Kürze erscheinende ebook mit ein, um Interessierten notwendige Erklärungen, konkrete Lösungen und hilfreiche Anregungen zu bieten.

Warum ausprobieren?

Zahlreiche Gespräche und vielfältige Meinungen durften wir hören, kommentieren und diskutieren. Doch in einem Punkt waren sich viele unserer Interviewpartner einig: Bei ernsthaftem Auswandererinteresse sollte man Thailand zuerst drei bis sechs Monate ausprobieren. Sich im bevorzugten Ort einmieten und vom Zweiwochen-Urlaubsmodus auf Alltag umschalten. Die Mentalität der Thais, das Wohnumfeld, Einkaufsgewohnheiten, Märkte, andersartige Gerüche, das Wetter, die Visabestimmungen und die allgemeinen Lebensumstände kennenlernen und für sich selbst beurteilen, ob Thailand das richtige Land für den eigenen Ruhestand ist.

Selbst wir sagen nach vier Wochen Thailand: Jede der von uns besuchten Städte und Landstriche ist anders attraktiv. Ob Ruhepol inmitten harmonisch grüner Reisfelder, oder lieber Stadt- und Strandleben, Rückzugsgebiete im Hinterland, bis hin zur pulsierenden Metropole Bangkok. Wer seine persönliche Wunschziel-Checkliste detailliert erarbeitet, findet genügend Anreize und Angebote, um seine neue Heimat in Thailand zu finden und dort glücklich zu werden.

Der Verband südostasiatischer Nationen (ASEAN), seit 1967 existent, hat 2009 beschlossen, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild zu gründen. Für das Jahr 2015 wird ein großer, einheitlicher Binnenmarkt in Südostasien angestrebt, unter Federführung Thailands als politischer und wirtschaftlicher Motor in der Region. Welche konkreten Auswirkungen die „neue“ ASEAN-Gemeinschaft dann für Thailand hat, wird sich zeigen. Durchweg positiv war jedoch die Erwartungshaltung und Grundstimmung in unseren Gesprächen.

   
Im Umbruch, für Presse nicht geöffnet oder wieder geschlossen

Bei unseren zahlreichen Recherchen und teilweise sogar vor Ort erlebten wir aber auch Investorenprojekte und Anlagen, die sich im Umbruch befinden, oder für uns Pressevertreter nicht geöffnet wurden, beziehungsweise leider derzeit komplett geschlossen sind.

Das Kuunsuk-Paradise geht aufgrund interner Probleme einer ungewissen Zukunft entgegen. Man dankte uns herzlich für das Interesse und wünschte uns für die „wirklich tolle Sache, die Sie da machen“ das Beste! Wir sagen dafür herzlich Danke und wünschen von unserer Seite ebenfalls alles Gute!

Aus der Wohngemeinschaft Seniorenresidenz Sonne in Surat-Thani erreicht uns die Information, man hätte über unseren anstehenden Besuch heiss diskutiert. Aufgrund des Mitspracherechts jedes Bewohners, hätten sich Mitbewohner allerdings gegen einen Besuch, Fotos und Interview entschieden. Selbstverständlich respektieren wir diese Entscheidung. Trotzdem auch für uns sehr schade, hätten wir unseren Lesern doch gerne das Leben in einer Wohngemeinschaft näher gebracht.

So fanden wir zudem Samui Parkville, eine schöne Anlage auf Koh Samui und ursprünglich geplant für Kurz- und Langzeitaufenthalte sowie Pflege, derzeit leider geschlossen vor. Auch das ist Realität. Auf Nachfrage erfahren wir, dass ein neuer Betreiber gesucht wird.

Die Betreiber von Baan Naam Faa befanden sich während unseres knapp getakteten Aufenthalts in Chiang Mai zeitgleich im Urlaub.

Stutzig machte uns die Aussage von Steffen Burkard, ansässig in Deutschland und als Kontaktadresse für Baan Lelavadee in Chiang Mai agierend: „Wir möchten den Termin nicht wahrnehmen.“ Auf telefonische Nachfrage bekommen wir die Antwort: Man möchte nur Schweizer Publikum, Deutsche seien zu arm! Einen weiteren Kommentar ersparen wir uns an dieser Stelle besser.

   
Fazit

Von Nord bis Süd, von Strand bis Dschungel, von Stadt bis Land – vier Wochen waren wir in Thailand unterwegs. Wir wollten es wissen, vor Ort selbst erleben, unsere eigenen Erfahrungen machen – wie es ist, als Senior ins Land des Lächelns zu gehen. So erlebten wir Alltag- und Urlaubsstimmung in Langzeitresorts, Seniorenresidenzen, Pflegeeinrichtungen und Apartmentanlagen. Gespräche mit ausgewanderten Deutschen, Schweizern und Österreichern, teilweise schon „in Rente“, andere berufstätig, jedoch alle Ü50, zeigten uns Hintergründe und Beweggründe, die dazu führten, nach Thailand zu gehen.

Pauschal zu verurteilen ist ebenso falsch wie alle Angebote überschwänglich über den grünen Klee zu loben. Es kommt, wie so oft im Leben, immer darauf an. Viel der entscheidungsrelevanten Parameter haben wir in dieser Reportage aufgezeigt.

Bei unserer Vorab-Internetrecherche hatten wir manchmal das Gefühl, auch Goldgräber möchten gerne ein Stück vom thailändischen Senioren- und Pflege-Kuchen. Seit wir vor Ort waren, wissen wir, nur wer Konzepte mit Hand und Fuß sowie fundierter Kapitalgrundlage hat, wird über Jahre erfolgreich sein. Schnelles Geld lässt sich als Anbieter nicht (mehr) verdienen. Und wer als Senior beabsichtigt auszuwandern, sollte sich wirklich sehr gut informieren und zuerst ein paar Monate Probewohnen.

Deutschsprachige Communities bieten Neuankömmlingen wie Sesshaften Ansprache und Tipps. Wenngleich einigen uns gegenüber gemachten Bemerkungen zufolge, eine zu schnelle und große Vertrautheit (oder Vertrauensseligkeit) sogar gegenüber den eigenen, ausgewanderten Landsleuten mit Vorsicht und der gebotenen, hinterfragenden Distanz zu genießen ist. Achtung also auch im Ausland vor Lug und Betrug oder vor Klatsch und Tratsch!

Thailand – ein faszinierendes und schönes Land mit vielen, unterschiedlichen Gesichtern. Die Globalisierung hat ihre Spuren hinterlassen und das vielgepriesene Lächeln ist nicht überall nur echt. Wer hier lebt, ist und bleibt Gast und sollte Kultur und Mentalität der Gastgeber respektieren. Sicherlich ist noch vieles im Umbruch, hat das Land doch in den letzten 30 Jahren eine extrem schnelle Entwicklung absolviert.

Dass diese Veränderungen für uns Europäer aber auch vorteilhaft sein können, ist klar. Gab es vor Jahren beispielsweise keinen Käse und das Warenangebot bestand einzig aus thailändischen Produkten, so hat jeder kleine Supermarkt mittlerweile ein reiches Sortiment. Zahlreiche Shoppingmalls entstehen nach amerikanischem Vorbild. Parallel richten sich im Umfeld Garküchen und thailändische Märkte ein. Wir erleben die Thais als sehr reinlich und hilfsbereit. Zudem haben wir uns überall sehr sicher gefühlt – eine angenehme Erfahrung, die gut tut, fährt man hierzulande doch schon mit mulmigem Gefühl durch manche Stadtteile oder durch die Nacht. Die Sonnenseiten überwiegen für uns und unser Fazit fällt auf jeden Fall sehr positiv aus!

   
Reisen Sie mit uns und lernen Sie Thailand exklusiv kennen!

Während unserer Reise haben wir viele interessante, optimistische und weltoffene Menschen kennenlernen dürfen. Mit kreativen Initiativen und mutig umgesetzten Ideen, auch teils mit erfüllten oder mal geplatzten Träumen – doch wer hinfällt, muss nur einmal mehr aufstehen!

Unsere vielfältigen Erfahrungen geben wir gerne mit dieser umfangreichen Reisereportage an Sie weiter. Wer darüber hinaus ausführliche, allgemeine Informationen zum Reiseland und den einzelnen Inseln und Städten sucht, ist auf den Seiten des Thailändischen Fremdenverkehrsamts Frankfurt genau richtig: www.thailandtourismus.de 

   


Daten und Fakten unserer Thailand-Tour


Unsere Thailand Presse- und Recherchereise in Zahlen und Fakten: 4 Wochen, 2 Langstreckenflüge je 9.200 km Frankfurt-Bangkok, 5.209 selbstgefahrene Kilometer mit dem Mietwagen durch Süd- und Nordthailand, eine Übernachtung im Flugzeug, 27 Übernachtungen in insgesamt 15 Hotels bzw. Condos, 30 informative Gesprächstermine! Unterwegs kam von einem Gesprächspartner anerkennend die Aussage: "Ihr brecht ja alle Rekorde!" --- Uns war es das alles wert, denn nur so können wir über vielfältige Informationen aus erster Hand und mit dem authentischen Sehen vor Ort auch wirklich berichten! Denn wir begnügen uns eben ganz bewusst nicht mit Zusammenschnitten vorhandenen Film- oder Bildmaterials oder der einseitigen Internetrecherche!

Wir danken hiermit allen Gesprächs- und Interviewpartnern für ihre Zeit, ihre Auskunftsfreude und die Herzlichkeit und Neugierde, mit der wir empfangen wurden!

Lieben Dank auch all unseren eifrigen Fans, Likern, Teilern, Mitlesern, Begleitern und Interessenten auf www.facebook.com/Lebensdomizile, für die wir unsere Reisedokumentation so ausführlich gestaltet haben!

Zudem dürfen wir uns herzlich bedanken beim Thailändischen Fremdenverkehrsamt Frankfurt für die freundliche Unterstützung bei der Reisevorbereitung!

khun petra sukantara resort chiang mai Text: Petra Lupp / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT 

 

 

martin floating market Fotos: Martin Klug / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT


* Bereitstellung der mit * gekennzeichneten Fotos durch Pattaya Marriott Resort & Spa und Vivo bene

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Presseartikel zum Thema Seniorenresidenzen und Pflege in Thailand 

Erst im Zusammenspiel aller Faktoren, Erlebnisse und Informationen ist es möglich, eine solche Reisereportage fundiert zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Mit unserem Wissen zu den Themen Seniorenresidenzen, Wohnen, Leben und Pflege im Ausland für die deutschsprachige Generation50plus halten wir uns stets auf aktuellem Stand. Denn ganz bewusst besuchen wir nach unserer Recherche ausgewählte Länder, um uns vor Ort von der Realität zu überzeugen. Daher bieten wir interessierten Magazinen, Tageszeitungen oder Online-Portalen an, individuelle Berichte und Artikel, wenn gewünscht auch zu Teilgebieten, gegen Gebühr anzufertigen.

Darüber hinaus stehen wir gerne für Vorträge und Interviews zur Verfügung. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!