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Reisereportage Spanien (März 2013)

Viva Espana - oder was Spanien für Best Ager so interessant macht!

Inhaltsverzeichnis Teil 1

Langzeitaufenthalt und Überwintern
Wenn Langzeitaufenthalt auf Immobilie trifft
Zweigeteiltes Bild des Marktes - Gewinner und Verlierer
Blog: Ruhestand in Spanien - und der Fiskus reist mit?
33 Jahre Spanien
Ein Traum für Wassersportler und Bootsliebhaber
Negativ-Erfahrungen

Inhaltsverzeichnis Teil 2

Lebensdomizile in betreutem Wohnen, Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen
Adorea / SARquavitae
Residencia Montebello, Johanneswerk Espana
Solvida
Grupo Casaverde
Altwerden gemeinsam gestalten
Seniorennetzwerk Costa Blanca, Denia
Deutschsprachiger Tisch Orihuela-Costa
Österreichischer Stammtisch, Torreveija
Fazit

In der Osterzeit 2013 führte uns eine weitere Recherchereise entlang der sonnigen, spanischen Festland-Küste. Vor vielen Jahren von zahlreichen deutschsprachigen Senioren als Nahziel und Sehnsuchtsort für einen entspannten Lebensabend entdeckt, konnten wir uns vor Ort ein sehr persönliches und gleichzeitig informatives Bild der derzeitigen Situation machen.

Viele Altersresidenten sind froh, den Schritt gewagt zu haben, ein Großteil beabsichtigt, auch dort bleiben zu wollen. Gerade bei den aktiven Senioren gehören gemeinsame Freizeitaktivitäten zum Alltag, so sie sich beispielsweise einem deutschsprachigen Verein angeschlossen haben. Das vollständige Erlernen der Landessprache wird jedoch ganz individuell gesehen. Man isst und spricht vielerorts Deutsch, und so reichen oft nur ein paar spanische Wörter, um sich in diesem Teil Spaniens zurecht zu finden. Wirklich tiefere, freundschaftliche und auch geschäftliche Kontakte mit Spaniern hat meistens derjenige, der familiär gebunden ist oder noch einer Berufstätigkeit nachgeht.

Die Hauptgründe für das heutige Verweilen oder sogar Auswandern nach Spanien sind die Sonne, das Klima und die dadurch erheblich verbesserte eigene Gesundheit. Diese Bestätigung erhielten wir unisono in jeder Altersklasse. Viele besitzen ihre eigene Immobilie, der ein oder die andere hat aber trotzdem, zumindest noch zu Beginn, einen Rückzugs-Standort im Heimatland. 

       


Die zu Zeiten von Peseten und Mark vorhandenen finanziellen Vorteile bei den Lebenshaltungskosten spielen heute keine Rolle mehr, denn sie sind im Mittel aller Ausgaben nicht mehr vorhanden. Dafür säumen Aldi, Lidl & Co. sowie zahlreiche Shoppingmeilen unseren Weg, überall umgeben von einer hervorragenden Infrastruktur und bestens ausgebauten Straßen – die Globalisierung lässt grüßen.

Die Krise Spaniens hat durchaus auch die Küsten- und Ferienregionen geschüttelt. Dies zeigt sich in drastisch gesunkenen, heutzutage nach der Blase wieder normalisierten Immobilienpreisen, die je nach Küstenabschnitt und Region durchaus variieren. Wir haben deshalb bei Immobilienmaklern und Langzeitvermietern zur Vergleichbarkeit nach Kauf und Miete einer Standardwohnung auf Basis 60 qm / 2 ZKB gefragt. 

I
nhaltlich ist die Reise in drei Schwerpunktthemen gegliedert: Langzeitaufenthalt/Immobilien, betreutes Wohnen/Residenzen sowie Erfahrungsberichte ausgewanderter Best Ager. Interessanterweise findet der Langzeitaufenthalt an Spaniens Festlandküste, im Gegensatz zu den schon klassischen Türkei-5*Hotel-Überwinterungsangeboten, vielfach in der eigenen Immobilie statt. Inwieweit dies auch für die spanischen Inseln gilt, werden wir in einer unserer nächsten Reisen sorgfältig in Augenschein nehmen.

Abwechslungsreich und inspirierend, so lässt sich unsere Spanientour auf jeden Fall beschreiben,
deren Eindrücke wir hier gerne mit Ihnen teilen:


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LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Spanien - Teil 1

Langzeitaufenthalt und Überwintern

Überwintern und dabei die Sonne Spaniens genießen hat in Playa d’Aro Tradition, der älteste Stammgast der Goetten Apartamentos ist immerhin mittlerweile 92 Jahre alt und kommt seit Anbeginn immer wieder. Dies erzählt uns Direktorin Caroline Hoffmann, die uns herzlich empfängt. Wir erhalten Einblick in eine spanisch-deutsche Erfolgsgeschichte, initiiert aus dem Saarland, die sich im kommenden Jahr zum 50. Mal jährt. Die Vorbereitungen zum großen Jubiläum laufen bereits an.

Bei Goetten finden Senioren und Langzeiturlauber die perfekte Möglichkeit, sicher, bequem und deutschsprachig, inklusive Bustransfer aus dem Saarland (und Umkreis) zum Überwintern an die Costa Brava zu kommen. Die Gäste schätzen die deutschsprachige Betreuung vor Ort, die sozialen Kontakte untereinander sowie die medizinische Versorgung durch einen deutschsprachigen Arzt, der auch „Hausbesuche“ macht. Bei akuten Beschwerden gibt es die persönliche oder telefonische Begleitung zum Arzt oder ins Krankenhaus. Im Vordergrund der Aktivitäten stehen Strandspaziergänge, Sonne genießen, wandern, Karten spielen. Große Ausflüge nach Barcelona oder Ähnliches stehen nicht mehr auf dem Programm. 101 Apartments warten auf insgesamt 350 Gäste – im Sommer zur Hochsaison ausgebucht, erleben die Senioren im Winter den knapp 10.000 Einwohner zählenden Ort ruhig und angenehm. „Im Durchschnitt sind unsere Wintergäste Mitte 70, die „Jüngsten“ beginnen bei Mitte/Ende 50“, berichtet uns die Direktorin. „Einige kommen bereits zu Weihnachten, andere kurz danach und bleiben bis Karneval oder Ostern.“ Überwiegend erfolgt die Anreise per Bus – bei diesem attraktiven Preisgefüge durchaus verständlich: 45 Tage im Selbstversorger-Apartment bei 2-er Belegung, inklusive Bustransfers zum Preis von 550 EUR/Person. Service und Dienstleistung wird bei Goetten jederzeit groß geschrieben. So lagert man persönliche Dinge wie Teppiche oder kleine Möbelstücke bei den jährlich kommenden Überwinterern nach dem Aufenthalt ein.

 

      v.l.n.r.: Goetten Apartementos Außenansicht; Fußweg zum Strand; Uferpromenade Playa d'Aro

Wenn Langzeitaufenthalt auf Immobilie trifft

Neben dem klassischen Langzeitaufenthalt im Hotel oder im gemieteten Apartment, gibt es eine weitere Form des Überwinterns. Dies erleben wir südlich von Valencia in der Nähe von Denia an der Costa Blanca. Wer feinsten weißen Sand und das Gefühl von Sonne, Leben und Hobby genießen will, ist im Oliva Nova Beach und Golf Resort in Oliva goldrichtig. „Das Leben neu erleben“ – mit diesem Slogan wirbt die von Siegfried Borho 1972 gegründete CHG-Gruppe, die anfangs in Denia und später auch in Oliva Immobilien in bester Qualität projektiert und baut. Auf einem großzügigen Areal von rund 200 ha an der Costa Blanca befinden sich heute ein Hotel mit 246 Zimmern, ein von Severiano Ballesteros entworfener 18-Loch-Golfplatz, Tennis- und Paddelplätze, der direkte Zugang zum wunderschönen Sandstrand, zahlreiche Immobilien, noch freie Bauplätze, ein kleines Einkaufszentrum sowie eine eindrucksvolle Reitanlage. Hier greifen Langzeitaufenthalt und Immobilienbesitz perfekt ineinander.

„Unsere Überwinterer sind überwiegend Eigentümer!“ erläutert uns Benjamin Lauer, Verkaufsdirektor Deutschland, der uns kompetent durch die weitläufige Anlage führt und uns zudem Einblick in Geschichte und Gegenwart der Unternehmensgruppe gewährt. „Alles aus einer Hand“ wird hier gelebt. Rund 1.500 Immobilien sind unter der Leitung des ISO-zertifizierten Familienbetriebs entstanden, allein 60 % der insgesamt 7.500 Kunden sind deutschsprachig. Ob freistehende Villa, Doppelhaus oder Apartment - 1.200 Immobilien stehen aktuell unter der Verwaltung der Gruppe, die für ihre Käufer nützliche Dienstleistungen wie Vermietung inklusive Mietgarantie, eine Service-Flatrate bei Abwesenheit oder eine Kundendienstabteilung mit 24 Std-Notfallnummer und deutschsprachigen Mitarbeitern anbietet. Eine weitere Offerte: Wer heute kauft, kann in ein paar Jahren, wenn sich Gewohnheiten, Wünsche oder Familiengröße geändert haben, den Stufenplan in Anspruch nehmen. CHG übernimmt den Verkauf der aktuellen Immobilie – der Eigentümer zahlt nur den Differenzbetrag zur neuen Immobilie. Apropos Kauf: Derzeit kostet ein 2 ZKB-Apartment mit 64 qm Wohnfläche und Balkon/Terrasse in einer Wohnanlage mit sechs Parteien und Gemeinschaftspool 175.000 EUR, zuzüglich Kaufnebenkosten.

Die Krise hat Oliva Nova ebenso erwischt wie viele andere auch, bestätigt uns Benjamin Lauer, Preisreduktionen mussten verkraftet werden. Jedoch, für 2013 ist eine Steigerung bei Interessentenzahlen und Abschlüssen in Sicht. Die Käufer werden durchschnittlich immer jünger. Hier zeichnen sich gesellschaftliche Entwicklungen wie die Tendenz: „Wir leben jetzt und heute“ und auch die Erbengeneration ab. Wir können den Wunsch mehr als nachvollziehen, am liebstem möchte man gleich da bleiben. So herrscht während unseres Besuchs reger Betrieb auf dem Golfplatz, die Sportanlagen werden von skandinavischen Fußballmannschaften zum Trainingslager genutzt und zeitgleich findet ein sehenswertes Großereignis statt. So hatten wir die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen des international hochkarätig besetzten Springturniers „MET 2013 - Mediterranean Equestrian Tour 2013“ zu schauen. Zwei mal drei Wochen wird das Turnier mit je 800 Pferden ausgerichtet, dazu sind allein 300 feste und 500 mobile Stallplätze inklusiver der kompletten Infrastruktur für die Versorgung verfügbar. Doch unsere Zeit in Oliva Nova ist begrenzt, die nächsten Gesprächspartner warten schon auf uns.


  
   v.l.n.r.: Oliva Nova Luftaufnahme; Benjamin Lauer, Petra Lupp; Apartmenthaus mit Pool 
     

Zweigeteiltes Bild des Marktes - Gewinner und Verlierer

Nur wenige Kilometer weiter betreibt Torsten Bulk in Moraira mit seinen Partnern ein Immobilienbüro, spezialisiert auf den Vertrieb hochwertiger Immobilien an der nördlichen Costa Blanca. Seine Erfahrungen zeigen, dass aufgrund der Krise viele Deutsche denken, es wird noch günstiger. Das kann er jedoch nicht bestätigen. Er zeigt uns ein zweigeteiltes Bild des Marktes auf: Einerseits sind laut Statistik mehr als 50 % der vorhandenen Immobilien 20-30 Jahre alt und aufgrund des damaligen Standards teilweise in ebensolchem Zustand. Hier macht er die Erfahrung, dass diese Häuser aufgrund der Lage eigentlich nur noch zum Grundstückswert gekauft werden, um dann das vorhandene Haus abzureißen und einen Neubau zu errichten. Die Devise: Eher Abriss statt renovieren. Andererseits gibt es durchaus Neubauten freistehender Häuser, die zu einen qm-Preis von 800 - 1.000 EUR erhältlich sind. Neubauten der vergangenen fünf Jahre haben sich ebenso gut während der Krise gehalten. Dieser Markt mit Immobilien auf neuestem Standard ist insbesondere für Nordeuropäer interessant. Einen Preis für eine 60 qm Wohnung beziffert er im Großraum Jávea / Moraira mit rund 100.000 EUR, zuzüglich Nebenkosten. „Je näher am Wasser, desto teurer“, ergänzt Torsten Bulk schmunzelnd. Er prognostiziert, dass der Markt der Altbauten weiterhin bluten wird. Besonders hart trifft dies derzeit natürlich Immobilienbesitzer, die mehr oder weniger kurzfristig zurück ins Heimatland ziehen möchten. 
 

Diese Aussage hören wir immer wieder: Wer in der Hochpreisphase gekauft oder einen ständig wachsenden Wertzuwachs seiner Immobilie mit einkalkuliert hat, den trifft es nun auf dem falschen Fuß. Immobilienbesitzer Horst aus Deutschland bestätigt uns diese Denk- und Vorgehensweise, wenngleich er rückblickend zugibt, dass die Immobilienblase schon sehr früh absehbar war. Seit dem Jahr 2003 beobachtet er, dass die Preise für Immobilien ins Unermessliche stiegen. Banken waren bereit, Immobilien mit über 120 % der Kaufsumme zu finanzieren. Kostete ein Haus im Jahr 1999 noch 150.000 DM, also rund 75.000 EUR, konnten 2007 beim Verkauf des Hauses sogar 190.000 EUR erzielt werden. Zu guter Letzt hat genau dieses Haus Anfang 2013 den Besitzer erneut gewechselt: für 79.000 EUR! Und noch ein Tipp: Beim Immobilienkauf ist genau auf die spanische Gesetzgebung zu achten: Von Häusern, sie zwar seit Jahren bewohnt sind, jedoch keine offizielle Bauabnahme besitzen, sollte man tunlichst die Finger lassen.

„Nicht mehr zu lange zu warten, langsam ziehen die Preise wieder an“, rät auch John Sawyer, Atlas Group Sales Manager Spain in Orihuela-Costa bei Torrevieja, ca. 50 km südlich von Alicante. Die günstige Lage zog in den vergangenen Jahren unzählige Sonnenhungrige an den Küstenabschnitt mit mehreren Salzlagunen und einem entsprechend gesunden Klima an. „Am besten verkaufen sich momentan Apartments mit maximal 10 Fahrminuten zum Strand." spricht der Immobilienmakler offen über die derzeitige Situation. „Immobilien weiter im Inland sind viel schwerer zu verkaufen.“ Das Immobilienbüro hat in Orihuela-Costa 2-Schlafzimmer-Apartments ab 80.000 EUR, zzgl. 13-15 % Kaufnebenkosten im Angebot.

Atlas Immobilien verfügt über deutschsprachige Mitarbeiter und Übersetzer sowie über eine deutsche Repräsentanz mit Andreas Niendieker in Lehrte. Zudem haben Kaufinteressenten die Möglichkeit, sich einige Tage zur Besichtigungstour vor Ort aufzuhalten und dabei ein Gefühl für die Region und die Immobilien zu entwickeln. Doch John Sawyer gibt zu, dass es bis zur finalen Kaufentscheidung durchaus 4-7 Jahre dauern kann. Wenngleich richtig gute Angebote in der jetzigen Zeit schnell vergriffen sind. Skandinavier sind eine wachsende Zielgruppe. Da es ihnen jedoch im Sommer zu heiß ist, bleiben sie oftmals nur über die Wintermonate in Spanien. Wir erfahren in diesem Zusammenhang, dass die Mietpreise sinken, weil momentan zu viele Eigentümer aus unterschiedlichsten Gründen vermieten möchten. So sind Zwei-Zimmer-Apartments mit Gemeinschaftspool bereits für 350 EUR monatlich bzw. 220 EUR/Woche, zzgl. Kosten für Strom und Wasser mietbar. Gleichzeitig ist der Mietmarkt in Spanien gegenüber Deutschland anders geregelt. Die Maklergebühren beispielsweise übernimmt der Eigentümer. Doch selbst hier ist alles im Fluss. 

       

Je näher am Wasser, desto teurer: Dies gilt für Wohnungen und Häuser gleichermaßen
Foto Mitte: Atlas Group, John Sawyer und Ehefrau
 

Blog: Ruhestand in Spanien – und der Fiskus reist mit?  

 

Detaillierte Informationen aus erster Hand über die aktuelle Lage rund um die Themen Steuern, Resident, Nicht-Resident, Meldefristen und vieles mehr im LEBENSDOMIZILE WELTWEIT-Blog.

 

33 Jahre Spanien

 

Hut ab vor so viel Power: Mit Peter Renner lernen wir einen engagierten Österreicher kennen, der seit 33 Jahren in Torreveija lebt. Zu Zeiten von Ackerland und 5.000 Einwohnern kam der Wiener mit Asthma an die spanische Küste – heute hat der Küstenort 110.000 Einwohner, wovon rund 30.000 Deutsche und 5.000 Österreicher sind. Ein gefragter Mann sitzt uns gegenüber, er ist Immobilienmakler, Herausgeber der SOLnews, Inhaber einer Pizzeria, ach ja, und auch noch in einen deutschsprachigen Radiosender involviert. Peter Renner ist schon sehr lange in Spanien heimisch, sein Asthma war nach zwei Jahren bereits Geschichte. Engagiert und immer offen für Neues, hat er nun auch noch einen Österreichischen Stammtisch initiiert. Man trifft sich in regelmäßigen Abständen in der Pizzeria und tauscht sich aus. „Die Leute brauchen Unterhaltung“ erklärt er uns. Viele sprechen kein oder wenig Spanisch. Dies dürfte mit ein Grund sein, warum er mit seinem Magazin SOLnews vor drei Jahren einen Volltreffer gelandet hat. Online abrufbar und tausendfach in gedruckter Form verteilt, informiert das Magazin über Veranstaltungen, deutschsprachige Dienstleistungen und Angebote aller Art.

 

Der Österreicher kennt den Immobilienmarkt seit 1980, hat Krisen- und Boomzeiten erlebt. Viele überwintern von Oktober bis April in der eigenen Immobilie, danach steht ein Teil der Apartments leer oder wird vermietet. Derzeit wird über den Preis verkauft, jedoch sieht auch er die Preise in der Zukunft wieder steigen. Sein Immobilienbüro begleitet Kaufinteressenten mit dem „Rundum-Sorglos-Fullservicepaket“, das, wenn gewünscht, auch Behördenwege, Anmeldungen von Telefon- oder Wasseranschluss oder den Möbelkauf mit einschließt. Seine Erfahrung: 70 % der Ü75 verkaufen, weil die Kinder die Immobilie nicht behalten wollen – die neuen Käufer sind meistens ab 50+.

    uferpromenade
links: SOLnews, Peter Renner
Mitte: Weißbier und Sauerbraten "Rheinische Art": Wer´s mag, muß darauf hier nicht verzichten! 
rechts: Strandpromenade Calpe

Ein Traum für Wassersportler und Bootsliebhaber

 

Stabile Preise, einen Rückgang von nur 10-20 % bei gleichzeitig exzellenter Lage und bester Infrastruktur am Fuße der Pyrenäen: Empuriabrava an der Costa Brava im Norden Spaniens steht für traumhafte Immobilien mit eigenen Bootsliegeplätzen am Haus. Hier finden Bootsliebhaber und Wassersportfreunde ihren idealen Standort. Nadine Wendt empfängt uns im Engel & Völkers Vertriebsbüro. Sie berichtet von internationalem Publikum, z.B. nutzen viele Franzosen die wenigen Kilometer, um der Reichensteuer zu entfliehen. Ein Generationenwechsel steht an, auch Erbengemeinschaften verkaufen zunehmend. Schnäppchenjäger sind zwar unterwegs, werden allerdings nicht fündig, da die Preislage zu stabil ist. Insgesamt sind nur 5.500 Häuser am Kanal gebaut, eine Erweiterung ist aufgrund von angrenzenden Naturschutzgebieten nicht möglich. Die Courtage bezahlt der Verkäufer, die Käuferschicht erstreckt sich von 45+ bis 75. Gekauft wird überwiegend ohne Hypothek. Nur wenige nutzen die Immobilie ganzjährig, Vermietungsagenturen kümmern sich um alles. Ob mit der Billig-Airline nach Girona oder mit dem eigenen PKW durch Frankreich, die Anreise ist locker zu meistern. Deutschsprachige Ärzte, Bäcker und Metzger bieten ergänzend ein Gefühl von Heimat. Verlockend klingen auch die Freizeitmöglichkeiten: Nur eine Stunde Fahrzeit mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Barcelona, Wandern in den Bergen, Golf spielen, Boot fahren, Dali-Museum, Fallschirmspringen usw. Das Klima ist mild, die hohe Lebensqualität ist entscheidend.

      v.l.n.r.: Empuriabrava Luftaufnahme*); Engel & Völkers, Nadine Wendt; Empuriabrava Hafen
*) Empuriabrava Bruno Brokken, zur Vergügung gestellt von Engel & Völkers Empuriabrava

Negativ-Erfahrungen

„Gut, dass wir vor Ort waren“ – diesen Satz mussten wir uns wirklich sagen, als „Realität pur“ auf die hoch gesteckten Erwartungshaltungen des Hochglanzprospektes von Sol Andalusi Health & Spa Resort in Alhaurin de la Torre bei Malaga traf. Der Lack blättert ab, kein deutschsprachiges Personal, sichtbarer Instandhaltungsstau, trotz Neubau aus dem Jahr 2004/2005. „Auch der Umgang mit Deutschen sei sehr schwierig“, berichtet Assistant Director Blanca Martinez Guzon, die uns gehetzt und genervt durchs Haus führt. Verwunderlich, zeigten uns Internetpräsenz und Prospekte doch eine ganz andere Perspektive vom neuen Ressort-Konzept mit Zufriedenheit, Sonne, exklusiven Apartments, SPA, integrierter Klinik und Wohlfühlen in Andalusien. Selbst langjährige deutschsprachige Gäste sind nicht mehr zufrieden, wollten uns aber aufgrund von Abreisestress leider nicht detaillierter Auskunft geben. 

Dass wir im Anschluss gleich den zweiten Reinfall erleben mussten, beschränkte unsere Negativerfahrungen in Spanien glücklicherweise auf diesen einen Tag. Denn beim VIK Gran Hotel Costa del Sol in Mijas Costa wollte man vom schriftlich bestätigten und vereinbarten Gesprächstermin überhaupt nichts mehr wissen, offensichtlich hat deutsche Presse in deren Augen keine Priorität. Wenn dieser Service bei deutschsprachigen Gästen ebenso angewandt wird – na dann, schönen erholsamen Urlaub! Inzwischen haben wir vom zentralen Verkaufsbüro der Gruppe erfahren, dass zum Zeitpunkt unseres Besuches im Hotel eine außerordentliche Arbeitnehmerversammlung zu bevorstehenden Streiks stattfand.

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT-Reisereportage Spanien - Teil 2

Lebensdomizile in betreutem Wohnen, Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen

Was tun, wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist, Haus und Garten nicht mehr eigenständig bewirtschaftet werden können oder sogar ein Pflegefall eintritt? Diese Frage stellen sich mehr und mehr Residenten nach einem erfüllten Arbeits- und Ruhestandsleben in der Sonne Spaniens. Wer nun gleich an Zusammenpacken und Rückreise in die ehemalige Heimat denkt, sollte sich zuerst die Angebote vor Ort anschauen und genau prüfen. Schließlich gab es Gründe, warum man damals Sonne, Wärme und Lebensgefühl Spaniens gegen Wintertristesse und Rentnerdasein in Deutschland, Österreich oder Schweiz eingetauscht hat. Hilfreich sind dabei ein sanfter Übergang von Wohneigentum in ein Apartment mit betreutem Wohnen oder das Einschalten eines deutschsprachigen Pflegedienstes. Neben der emotionalen Ebene spielt natürlich auch die finanzielle Seite eine Rolle, die jeder für sich persönlich klären muss. 

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT hat für Sie ganz bewusst verschiedenartige Einrichtungen entlang der Mittelmeerküste besucht und in langen Gesprächen und Hausführungen die Besonderheiten kennen gelernt.

Adorea / SARquavitae

Auf unserer Route von Nord nach Süd liegen gleich zwei der insgesamt drei ADOREA Apartmenthäuser, von der spanischen Gruppe SARquavitae initiiert für das Wohnen mit Service ab 55plus. In Girona, rund 100 km nördlich von Barcelona, empfängt uns Direktorin Christina Martinez Vinals in der Lobby. Die äußerlich schlichte Erscheinung des Gebäudes mit 103 Apartments und einer Kapazität von 200 Bewohnern steht konträr zu den gemütlich und in angenehmen Farben gestalteten Wohn- und Gemeinschaftsräumen. Mit großen, sonnendurchfluteten Fensterfronten bietet das ADOREA Girona ein attraktives, zeitlich flexibles Domizil in 2-Zimmer-Apartments mit Full-Service-Angebot, dazu in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt. Für 49 qm Wohnfläche beträgt der Monatsmietpreis 927 EUR, 41 qm sind bereits für 721 EUR zu haben. Ob nun die Bibliothek mit aktuellen Tageszeitungen und Wochenmagazinen, der Gymnastikraum, ein Friseur oder der ADOREA-Club mit Aktivitäten: Die von uns beobachtete Atmosphäre ist gleichermaßen herzlich wie familiär. Täglich ist ein Arzt verfügbar, die Rezeption rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche besetzt, die Rezeptionistin spricht deutsch und übersetzt auch mal. Die Altersstruktur ist 55 bis 90, manch ein Bewohner kommt auch nur tage- oder monatsweise – beispielsweise, wenn es im eigenen Haus aufgrund des Winters zu kalt ist. Immerhin sind hier überall Heizungen eingebaut, der Tagesmietpreis beträgt 50 EUR/Apartment. Kleine Hunde oder Katzen sind erlaubt, eine Tiefgarage und das private Restaurant, bewirtschaftet vom angrenzenden öffentlichen Restaurant, vervollständigen das Angebot.

      v.l.n.r.: ADOREA Girona - außen unscheinbar, innen herzlich und warm mit Stil eingerichtet

Das gleiche Konzept, hier jedoch mit direktem Meerblick, wartet auf uns rund 1.100 km südlich in Benalmadena, in der Provinz Malaga. Direktorin Victoria Payo Mazoy führt uns durch die auf einer Anhöhe gelegene Anlage. Einladende Wohnungseingänge, der Gemeinschaftspool im schön gestalteten Garten und die große, ans Restaurant angrenzende Terrasse mit Blick auf das blau glitzernde Meer lassen bei uns Urlaubsstimmung aufkommen. „So muss es doch sein, wenn man den wohlverdienten Ruhestand endlich in der Sonne genießen kann,“ geht uns dabei durch den Kopf.

48 Apartments stehen im ADOREA Benalmadena zur Miete zur Verfügung – wochenweise oder für immer! In 1.499 EUR Monatsmiete des Special Offer ist die Vollpension und ein Getränk zum Essen für eine Person sowie Wi-Fi, Parken, Aktivitäten, wöchentlicher Reinigungs- und Wäscheservice, 2 x 1 Std. Arztanwesenheit bzw. Krankenschwester an 5 Tagen/Woche enthalten. ADOREA steht für einen neuen Lebensstil. Wohnen ab 55plus mit Service ist ideal für Menschen, die ein umfassendes Dienstleistungsangebot und hohen Komfort suchen, ohne jedoch dabei ihre Selbständigkeit aufgeben zu wollen. Derzeit sind vorwiegend skandinavische sowie einige spanische und britische Bewohner eingemietet, die Direktorin bestätigt uns gegenüber verstärkt Interesse an deutschsprachigen Gästen. Internationalität wird hier groß geschrieben. Das Restaurant wird von einer Schwedin betreut, die schwedische Physiotherapeutin spricht zudem englisch und deutsch – „und wenn wir mehr deutschsprachige Gäste haben, dann stellen wir einfach mehr deutschsprachiges Personal ein!“ gibt sich Victoria Paya Mazoy zukunftsorientiert.


      v.l.n.r.: ADOREA Benalmadena - Eingangsbereich Apartments; Directora Victoria Payo; Poolanlage

Weiterer, wichtiger Pluspunkt: Ist Pflege notwendig, ist ein Umzug ins Nachbarhaus ganz einfach, in die direkt angrenzende Seniorenresidenz Torrequebrada der Gruppe SARquavitae. Ein liebevoll angelegter und gepflegter Garten lädt zum Verweilen ein, 168 helle Ein- und Zweibettzimmer bieten ein Stück Heimat. Dass selbst hier spanische Lebensart herrscht, entdecken wir beim Blick auf die Uhr: Die Bewohner sitzen um 10.30 Uhr entspannt beim gemeinsamen Frühstück. Hier zieht man meist erst ab einem Alter von rund 80 Jahren ein. Das Tagespflegeangebot wird rege genutzt, eine Etage ist speziell für Menschen mit Demenz eingerichtet. Überwiegend sind es spanische Senioren, man ist aber offen für Jeden.

Die spanische Gruppe SARquavitae ist landesweit – auch auf den Kanaren und Balearen – aktiv. Die Spezialisten für Pflege und Gesundheit kümmern sich mit über 12.000 Mitarbeitern in mehr als 70 Einrichtungen um das Wohlergehen ihrer Bewohner. Die Gruppe begann 1992 und ist heute führend in Spanien. Unter dem Motto „People who care for people“ bietet SARquavitae ein sehr breites Dienstleistungsportfolio rund um die Pflege, von umfassender Haushaltshilfe über Telecare-Services (24h-Fernversorgung von zuhause lebenden Patienten) bis hin zu Tagesbetreuungsstätten und Pflegeheimen. Die Angebote sind in mehr als 10.000 Pflegeplätzen flächendeckend in ganz Spanien verfügbar.

      v.l.n.r.: SARquavitae Torrequebrada - Außenansicht; Speisesaal; Eingangsbereich

Residencia Montebello, Johanneswerk Espana

Der heiß ersehnte Umzugswagen steht mit Möbeln und Kisten aus Deutschland vor der Tür der Residencia Montebello in La Nucia – das Ehepaar freut sich, nun endlich anzukommen und die spanische Sonne in ihrem neuen Apartment mit Blick aufs Meer genießen zu können. Das zufriedene Strahlen im Gesicht des Rentners ist gleichzusetzen mit dem strahlend blauen Himmel, der uns bei unserem Besuch in La Nucia begrüßt. Monika Welchering leitet seit sieben Jahren die Residencia Montebello mit Leidenschaft und deutscher Struktur. Das Personal ist überwiegend mindestens zweisprachig, das Haus verfügt über 91 Apartments und ist mit 115 Personen voll belegt. Im Pflegebereich stehen 26 Zimmer zur Verfügung. Vordergründig dürften es jedoch die Apartments sein, alle mit Balkon und teilweise Meer-Blick, weswegen man sich für La Nucia entscheidet. Der Ort hat 25.000 Einwohner und liegt rund sieben Kilometer landeinwärts von Benidorm entfernt. Die größte Gruppe der Residenten kommt aus Deutschland, doch auch Schweizer, Holländer, Belgier und Engländer haben sich eingemietet. „Unsere Bewohner sind meistens ab Mitte 70.“ berichtet uns die Leiterin. Manche kommen zum Probewohnen und ziehen dann ein, wenn ein Apartment frei wird. Andere bevorzugen derzeit noch das reine Überwintern. Die Kosten für ein 61 qm-Apartment mit 2ZKB und Balkon liegen bei 1.500 EUR monatlich. Darin enthalten sind Nebenkosten, wöchentliche Reinigung, Notruf, die Leistungen der Ärztin an fünf Tagen pro Woche, alle Einrichtungen sowie hausinterne Veranstaltungen. Die 2. Person zahlt einen Pauschalbetrag von 245 EUR. Frühstück, Mittagessen und Abendessen können gegen Extrakosten im gemeinsamen Speisesaal eingenommen werden. Verbilligt kostet ein Mittagsmenü mit warmem Essen, Salatbuffet und Suppe 7,30 EUR. Im Haus befinden sich Hallenschwimmbad, Gymnastikraum, das Restaurant mit großer Sonnenterrasse sowie ein Freibad. Die Kirche spielt im Leben der Senioren eine große Rolle, eine eigene Kapelle ist eingerichtet, ein Pfarrer im Ruhestand unterstützt die Residenz. Die Religionszugehörigkeit ist keine Voraussetzung zur Teilnahme.

In die Schlagzeilen geraten ist das Johanneswerk Espana, als zum Ende des Jahres 2012 gleich zwei Häuser an der Küste (in Guardamar del Segura und Almunecar) schließen mussten. Dazu beigetragen haben eine mangelnde Auslastung, daraus resultierende fehlende Wirtschaftlichkeit und die Krise in Spanien. Darüber hinaus verfügt nur die Residencia Montebello über einen Pflegebereich. „Wir tragen für unsere Bewohner durchaus die Verantwortung bis zum Grabstein“, lässt uns Monika Welchering auch an der emotionalen Seite ihrer Tätigkeit Anteil nehmen. „Schließlich haben wir eine menschliche und moralische Verpflichtung unseren Bewohnern gegenüber.“ Man arbeitet mit mehreren Kliniken im Umkreis zusammen, da gilt es durchaus, schnelle Entscheidungen zu treffen. Sie erzählt uns jedoch auch von den negativen Auswirkungen der Krise auf die deutschsprachigen Residenten. Heute dauert es länger, bis Senioren sich entscheiden, ihre Häuser zu verkaufen bzw. bis sie diese überhaupt verkaufen können. Zum Glück sind ihr nur wenige Fälle bekannt, in denen Kinder lieber den beschwerlichen Rücktransport eines Elternteils in Kauf nehmen und den Eltern dazu vorgaukeln, wie schön es doch wäre… – die Realität sieht dann leider anders aus. Alles nur, um in Deutschland ein paar Kosten zu sparen. Erfreulicher klingt da, wenn in Spanien lebende Kinder ihre Eltern nach Spanien holen.

Unser positiver Eindruck der Residenz verstärkt sich beim Rundgang. Man trifft sich, spielt Bingo oder Karten, hält ein Schwätzchen. Die älteste Bewohnerin ist 102 Jahre jung und kocht noch alleine, andere 90-Jährige sind begeisterte Nord-Walking-Fans – hier scheint ein Jungbrunnen zu sein. So freut sich eine geistig rüstige, 92-jährige deutsche Bewohnerin über unseren spontanen Besuch und zeigt uns stolz, was sie mit Hilfe der Therapeuten und ihrer Willenskraft nach einem Bruch schon wieder alles alleine machen kann. Danach nimmt sie die Leiterin Monika Welchering herzlich in den Arm – die menschliche Komponente spielt hier eine entscheidende Rolle im Zusammenleben und ist allerorten spürbar.

      v.l.n.r.: Residencia Montebello - Außenansicht; Leiterin Monika Welchering; Poolanlage 

Solvida

Wie wichtig die deutsche Ansprache für Senioren im Ausland ist, erleben wir hautnah, als uns Renate Nowarre in den Solvida Apartments in Beniarbeig willkommen heißt. Sie und ihr Team von DiaCare kümmern sich mit Herz und Verstand um alle Belange der überwiegend deutschsprachigen Bewohner. Verheiratet mit einem Spanier, lebt die engagierte Deutsche schon einige Jahre in der Umgebung und versorgt über den Pflegedienst zahlreiche Senioren in ihren Häusern. Die diplomierte Pflegewirtin kennt die Sorgen und Nöte sowie die Kulturcodes beider Länder. Seit November 2011 gibt es die Kooperation für die Betreuung in den Apartments und die Bewirtschaftung der Cafeteria. 35 großzügige Wohnungen können beim Geschäftsführer Harald Wolff gemietet oder mit gekauftem Wohnrecht auf Lebenszeit bewohnt werden und lassen Platz zur freien, persönlichen Gestaltung.

Sicherheit und Komfort bieten der Hausnotruf mit deutscher Zentrale, deutschsprachiges Sat-TV sowie die zubuchbaren Dienstleistungen bis hin zur Pflege. Der Solvida-Club bietet Unterhaltung und Gesellschaft, denn Privatsphäre ist gut, Einsamkeit nicht. „Die sozialen Kontakte lassen unsere Bewohner aufblühen!“ berichtet uns die Pflegewirtin. „Der gesundheitliche Zustand und die Gesamtverfassung verbessern sich.“ Gleichzeitig erklärt sie uns aber auch, dass zahlreiche Senioren Angst haben, im Alter in Spanien zu bleiben. Das liegt einerseits an den fehlenden Sprachkenntnissen, aber auch daran, dass mancher Senior aufgrund von Frühverrentung heute an der Armutsgrenze lebt. Zudem ist es mental schwer zu akzeptieren, das eigene Haus durch die Krise nun „billiger“ verkaufen zu müssen, der Preisverfall bedrückt viele in ihren Entscheidungen. Und natürlich gibt es diejenigen, die sich selbst mit 90 Jahren noch zu jung fühlen, obwohl es ihnen gut täte und die Finanzierung durchaus gesichert ist. Wie wichtig ihr die Persönlichkeit eines Menschen ist, zeigt sich in einer für Renate Nowarre ganz selbstverständlichen Aussage: „Pflege darf nicht zentral werden – sie muss Nebenschauplatz sein!“

Die Bewohnerstruktur hält sich bezüglich Alleinstehenden und Paaren die Waage. 60-70 % der Bewohner sind deutschsprachig. Ab 860 EUR monatlich, inklusive wöchentlicher Reinigung, Gemeinschaftseinrichtungen, Hausmeisterservice, TV und Wi-Fi kann eine Wohnung gemietet werden. Zusätzlich buchen muss man das Basispaket für Betreuungsdienstleistungen (für eine Person 165 EUR, für zwei Personen 235 EUR) sowie Strom und Telefon. Probewohnen ist monatsweise zum Pauschalangebot von 1.300 EUR möglich. Pflegeleistungen werden direkt mit DiaCare, dem spanischen Betreuungsdienst der Diakonie Neuendettelsau, abgerechnet. Erfreulich ist, dass es ab April, direkt an den Garten angrenzend, wieder eine Klinik gibt, die nach Insolvenz nun durch einen spanischen Arzt übernommen und wiedereröffnet wird. Beniarbeig hat mit nur 2.000 Einwohnern eine funktionierende Infrastruktur und kurze Wege. Die Nähe zur Stadt Denia mit Kultur- und Strandleben überzeugt zusätzlich.

      v.l.n.r.: Solvida - Außenansicht; Wohnung mit Aussicht auf Orangenbäume und die Berge; Boccia-Spiel auf dem Dorfplatz

Grupo Casaverde

Entgegen den bis dato gesehenen Apartments und dem fließenden Übergang vom betreuten Wohnen bis hin zur Pflege lernen wir in der Seniorenresidenz CASAVERDE in Guardamar del Segura an der Costa Blanca ein weiteres, interessantes Konzept kennen. Direktor Victor Pérez Jiménez führt uns mit Pflegedienstleitung Maribell Chazarra und Sara Olano, Dpto. Marketing & Comercial, durchs barrierefreie Haus. Die Casaverde Gruppe ist seit 1990 am Markt und betreibt heute drei Pflegeheime und zwei Hospitale. Bewusst hat man hier auf Apartments zur Selbstversorgung verzichtet und den Fokus bereits beim Bau auf helle Räume und funktionale Bereiche im Erdgeschoss sowie auf ansprechende Ein- und Zweibettzimmer gelegt. Eigene Möbel können mitgebracht werden. Kurzzeitaufenthalte kosten im Einzelzimmer 95 EUR pro Tag und beinhalten Vollpension, 24 Stunden Gesundheitsdienst, therapeutische Aktivitäten sowie kognitive und körperliche Rehabilitations-Behandlungen in Form von Gruppensitzungen. Für Interessierte, die ihren Aufenthalt mit Reisen kombinieren möchten, bietet die Residenz zu einem Preis von 160 EUR/Tag ein spezielles „Ferienprogramm für Senioren“ für Gruppen ab 10 Personen an: Die vorgenannten Leistungen werden ergänzt um ein breites Angebot an organisierten Freizeitaktivitäten und Ausflügen, die sämtliche Reisekosten wie Transport, Eintrittsgelder und Verpflegung einschließen.

Die Residenz entstand direkt angrenzend an den öffentlichen Park, Strand und Promenade erreicht man in knapp zehn Minuten Fußweg. Im Vordergrund stehen hier Therapien, Pflege, gemeinschaftliche Aktivitäten und Betreuung, entsprechend höher liegt der Altersdurchschnitt. Belegt ist das Haus derzeit mit rund 60 % spanischen und 20 % britischen sowie 20 % deutschsprachigen Bewohnern. Die Kapazität beträgt maximal 100 Personen in 60 Zimmern auf zwei Etagen, alle mit Heizung und Klimaanlage. Im Sommer kommen erfahrungsgemäß mehr Deutsche, die neben einem Langzeitaufenthalt auch Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Das Management legt Wert darauf, dass sich alle Bewohner wie zuhause fühlen. So ist die Spanierin Maribell Chazarra als Pflegedienstleiterin eine von mehreren deutschsprachigen Mitarbeiterinnen. Zudem gehört zum Wohlfühlen auch schon mal deutsches Essen, das ebenso wie alle anderen Mahlzeiten frisch zubereitet wird. Das Angebot umfasst immer ein Aktivitätenprogramm, darüber hinaus gibt es für die Gemeinschaft einen Besucherraum, einen Musikraum sowie je einen TV- und einen Relaxraum. Wir lernen Maria kennen, die trotz spanischer Wurzeln 30 Jahre in Deutschland gelebt hat und seit 1998, also seit Eröffnung der Einrichtung in Guardamar del Segura, hier als Pflegerin arbeitet. Therapien finden in der Gruppe oder individuell statt. Die Therapeutin Raquel zeigt uns deutschsprachiges Therapiematerial, die Friseurin ist wie überall im Leben durchaus Dreh- und Angelpunkt für Gespräche. Beim Rundgang fällt uns auf, dass im ganzen Haus keine unangenehmen Gerüche festzustellen sind. Dafür sorgen extra große, zusätzliche Toiletten im Gemeinschaftsbereich, aber auch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, erklärt uns der Direktor stolz. Es herrscht Leben in der Lobby und auf den Fluren – eine angenehme Atmosphäre zum Alt werden, wie wir finden. 

 

      links: Pflegedienstleitung Maribell Chazarra, Direktor Victor Pérez Jiménez und Sara Olano, Dpto. Marketing & Comercial
Mitte: Offene Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss
rechts: 10 Minuten Fußweg vom CASAVERDE zum Strand in Guardamar del Segura

Altwerden gemeinsam gestalten

„Von Beniarbeig kommend am Kilometerstein 5 scharf links abbiegen…geht etwas steil hinunter am Fluss entlang…dem Weg folgen, dann weiter auf einer Schotterstraße…“ – klingt irgendwie abenteuerlich und mutig? Ist es auch! Denn hinter dieser Wegbeschreibung steckt ein äußerst ambitioniertes Projekt von Heike und Helmut Kraft. Gerne sind wir der Einladung gefolgt. Wir lernen das sympathische Paar, nebst zwei Hunden und vier Katzen, in ihrer neu erbauten Finca kennen. Es ist das erste Gebäude und damit Kernstück der geplanten 50+ WG. „Wir suchen begeisterungsfähige Menschen, die ihren Traum mit uns verwirklichen möchten.“ erläutern uns die beiden bei einer Tasse Kaffee. Das Haus ist liebevoll eingerichtet, mit viel Gespür für besondere Details. „Altwerden gemeinsam gestalten“ – eine Idealvorstellung, die sie zuerst im Freundeskreis zuhause in Deutschland, später dann mit anderen diskutiert haben. Doch zeigen die Erfahrungen auch, dass viele Interessierte, wenn es darum geht, den finanziellen Part zu besprechen und festzuklopfen, abspringen. So haben sie selbst investiert und nach langem Suchen das 20 ha große Grundstück an der Costa Blanca, cirka 9 km von Denia entfernt, mit unverbaubarem Blick auf die umliegenden Berge erworben. Erst gestern, so erfahren wir, haben sie die wichtige Wohnbarkeitsbescheinigung für den Neubau, also die finale Abnahme, erhalten. Weitere Baugenehmigungen für das großzügige und landschaftlich reizvolle Areal sind schon erteilt.

Vor acht Jahren wagten sie den Schritt, nach Spanien auszuwandern und zwei gut bezahlte Jobs sowie ein schön renoviertes, altes Haus hinter sich zu lassen. Der Neustart beinhaltete Spanisch lernen, einen Motorradladen mit Verleih führen, die Kontakte in Deutschland trotzdem pflegen und auf Honorarbasis weiterarbeiten. Ihr erstes Haus in Spanien kauften sie Ende der 90-er Jahre – etwas unbedarft und mit viel Glück, wie sie heute zugeben. Sie lieben das ausgewiesene Mikroklima zwischen Denia und Calpe, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite Berge bis 900 Meter Höhe. Augenzwinkernd erläutern sie uns, Männer hätten hier eine fünf Jahre höhere Lebenserwartung! Heike und Helmut glauben an ihr Projekt. Die Begeisterung, mit denen sie erzählen, uns verschiedene Planungsvarianten und Möglichkeiten aufzeigen, stecken an. Derzeit ist noch vieles möglich, Mitgestalter sind herzlich willkommen! Übrigens, die Infrastruktur ist hervorragend, eine neue Klinik in Denia, die Gesundheitsversorgung, Einkaufsmöglichkeiten und preiswerte Flugverbindungen nach Deutschland sprechen für den Standort. 

     
Heike und Helmut möchten sich in Beniarbeig/Costa Blanca, gemeinsam mit anderen begeisterungsfähigen Menschen, ihren Traum einer 50+ WG verwirklichen.
Das erste Gebäude steht, weitere Baugenehmigungen für das großzügige Areal sind erteilt. 

Seniorennetzwerk Costa Blanca, Denia

Die Gegend rund um Denia an der Costa Blanca ist ein beliebter Auswanderungsort für Deutschsprachige. Rund 2.500 Deutsche sind dort gemeldet, geschätzt halten sich jedoch rund 10.000 Deutsche zeitweise oder ganz dort auf. So treffen wir einen weiteren Auswanderer, Klaus Bufe, seit Eintritt in den Vorruhestand vor sieben Jahren in Spanien und verantwortlich für das Seniorennetzwerk Costa Blanca. Gemeinsamkeit macht stark! Er engagiert sich für die Belange der deutschsprachigen Senioren. Das Seniorennetzwerk Costa Blanca trägt dazu bei, dass noch bestehende Lücken im Bereich der Gesundheit und Pflege für Langzeiturlauber und Altersresidenten geschlossen werden. Eine wichtige Aktivität ist derzeit die Petition „Pflegesachleistungen im Ausland“, die auch LEBENSDOMIZILE WELTWEIT unterstützt. Initiiert von Manfred Schwarting wird hier die Gleichbehandlung gefordert: Gleiche Beiträge = Gleiche Leistung! Schließlich gilt, jeder deutsche Rentner, auch wenn er sich im europäischen Ausland aufhält, zahlt Krankenkassenbeiträge und Beiträge zur Pflegeversicherung. Bei Leistungen aus der Pflichtversicherung werden die Bürger jedoch in zwei Klassen eingeteilt: 100 % Leistung für die in Deutschland Lebenden, weniger Leistung für Rentner, die in Europa die garantierte Freizügigkeit des Wohnorts in Anspruch nehmen. Darüber hinaus strebt das Seniorennetzwerk Costa Blanca noch in diesem Halbjahr die Erstellung eines Rechtsgutachtens an, das die Chancen einer Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland prüfen soll. Um einen sach- und fachkundigen Anwalt beauftragen zu können, werden seit ein paar Wochen Spenden gesammelt – jeder Euro ist willkommen! „Momentan sind schon 3.000 EUR auf dem Spendenkonto eingegangen, wir schätzen die Kosten auf rund 6.000-8.000 EUR.“ erklärt uns Klaus Bufe die derzeitige Situation.

Ein weiteres Projekt liegt ihm sehr am Herzen: Unter dem Stichwort „Gemeinschaftliche Wohnformen“ erzählt er uns von seinem Traum. Ein Grundstück mit 18.000 qm in Innenstadtlage von Denia sei schon gefunden, es fehlen Investoren und die Unterstützung von Verbänden oder der Politik. Bis zu 200 Wohnungen für das Mehrgenerationenwohnen kann er sich vorstellen. Barrierefrei, in ökologischer Bauweise nach neuestem Standard errichtet, mit Gartenanlage, Rezeption/Verwaltung, Gemeinschaftsräumen, einem Pflegebereich, Schwimmbädern und Tiefgarage. Alles unter dem Gesichtspunkt eines nachhaltigen, nachbarschaftlichen Miteinanders mit generationenübergreifendem Ansatz. Gut besuchte Informationsveranstaltungen und die Unterstützung der ortsansässigen Presse sind erste Schritte, diesen Traum zu realisieren. Und doch steht unserem engagierten Gesprächspartner noch ein langer, anstrengender Weg bevor.

Noch länger könnten wir plaudern, so interessant sind die Themen, so informativ die Inhalte. Doch auch hier ruft irgendwann der nächste Termin. Wir wünschen Klaus Bufe viel Erfolg für seine Projekte und sagen ihm schon jetzt unsere Unterstützung bei der Pressearbeit zu!

     
links: Gemeinsamkeit macht stark! Klaus Bufe vom Seniorennetzwerk Costa Blanca
fen und mit ihm über seine Aktivitäten, die Petition "Pflegesachleistungen im Ausland" sowie über das Projekt "Gemeinschaftliche Wohnformen" gesprochen. Interessante Details in Kürze in der ReisereEntspannte

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Mitte: Entspannte, abendliche Ausgeh-Stimmung auf einem Platz in Denia in Strandnähe
rechts: Kilometerlanger Sandstrand von Oliva bis Denia, im Hintergrund Denias Hausberg Montgo

Deutschsprachiger Tisch Orihuela-Costa

Eine weitere „Hochburg“ deutscher Auswanderer ist Orihuela-Costa, südlich von Alicante. Hier leben rund 3.000 deutschsprachige Auswanderer, allein 340 Mitglieder zählt der seit drei Jahren aktive Verein Deutschsprachiger Tisch Orihuela-Costa. Wir haben eine Verabredung mit Norbert Ellmers, 1. Vorsitzender, Marlen Patzer, 2. Vorsitzende und dem Pressesprecher Stefan Pokroppa und treffen uns in einer gut besuchten Gastwirtschaft mit deutschen Spezialitäten. Es hat sich viel getan in den letzten Jahren – so wurde beispielsweise vor kurzem ein gigantisches Shoppingcenter eröffnet. Doch auch die Aktivitäten des Vereins zeigen, wie lebendig das Miteinander hier ist. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern. Gemeinsame Bus-Ausflüge, Tanzveranstaltungen, eine Clubkarte zum verbilligten Einkauf oder auch die Spende von Sitzbänken gehören dazu. Sie erzählen uns von ihren Anfängen vor mehr als zehn Jahren in Spanien, dem gesunden Klima, insbesondere für Asthma- und Rheumakranke aufgrund der umliegenden Salzseen. Die KFZ-Steuer, Wasser und Strom seien günstiger als früher in Deutschland, es gibt keine GEZ-Gebühr. Lebensmittel – so stellten auch wir fest – sind preislich vergleichbar. Wer sich hier ein Haus kauft, sollte auf eine südliche Ausrichtung achten, dann spart man im Winter die Heizkosten. Außer Stefan Pokroppa, der noch voll im Berufsleben als Übersetzer steht, spricht niemand so richtig spanisch. Ein paar Worte reichen. Jedoch bestätigt man uns auch hier, dass Sprachdefizite Hauptrückkehrgrund der Deutschen bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit sind. Übrigens gilt das ebenso für Briten, wie wir an anderer Stelle erfahren haben. Die Petition und die Anstrengungen von Klaus Bufe und dem Seniorennetzwerk Costa Blanca unterstützt der Verein selbstverständlich. Die Tombola-Einnahmen vom Tanzabend am Ostersamstag fließen daher 1:1 in den Spendentopf des Seniorennetzwerks.

Alle drei Vorstandsmitglieder bestätigen unisono, wie wohl sie sich fühlen, dass sie weniger Schmerzen haben bzw. die Medikamentendosis verringern konnten. „Ja, meine Vorstellungen des Ruhestands sind eingetroffen, ich bin glücklich hier!“ überzeugt uns Marlen Patzer, die auch gleich hinzufügt: „Ich möchte hierbleiben, egal was kommt!“ Sie hat noch eine Wohnung in Deutschland, ist jedoch immer wieder froh, wenn sie zurück in ihrem spanischen Zuhause ist. Diese Backup-Lösung belassen viele Auswanderer. Doch Stefan Pokroppa bringt es auf den Punkt: „Irgendwann merkst du, du brauchst die Wohnung nicht mehr!“ Und Norbert Ellmers ergänzt: „Ihr werdet es nicht bereuen. Kommt nach Spanien und fangt an zu leben!“. Diesem wunderbaren Schlusswort können selbst wir nichts mehr hinzufügen.  

     
links: Vorstandsmitglieder des deutschsprachigen Tisches - (v.l.n.r.) Marlen Patzer, Norbert Ellmers, Stefan Pokroppa; Petra Lupp, LEBENSDOMIZILE WELTWEIT

Mitte: Sonne, Wasser, Klima – gesundes Wohlfühlambiente

rechts: Träume und Sehnsüchte sollte man verwirklichen

Österreichischer Stammtisch, Torreveija

Über die zahlreichen Aktivitäten des engagierten Österreichers Peter Renner berichteten wir schon im Teil „Immobilien“ unter der Überschrift „33 Jahre Spanien“. Der Vollständigkeit halber möchten wir den von ihm initiierten Österreichischen Stammtisch hier aber nochmals mit aufführen. Wie kein anderer kennt der Netzwerker Belange und Befindlichkeiten, Werdegänge, Sehnsüchte und Realitäten vieler seiner deutschsprachigen Wegbegleiter, Geschäftspartner und Freunde. Auch dieser Stammtisch freut sich über eine rege Teilnahme von deutschsprachigen oder interessierten Anwohnern aus Torreveija und Umgebung. 

Linksammlung:

www.snwcb.org

www.deutschsprachigertisch-orihuelacosta.eu/

www.silberlockespain.ea29.com/

www.clubaustria.eu

Fazit

Nach 73 Stunden reiner Fahrtzeit und über 5.400 km in dreizehn Tagen haben wir auf der Tour vom Rhein-Main-Gebiet bis zur Costa del Sol und zurück viele wunderbare Eindrücke gesammelt, informative und persönliche Gespräche mit kompetenten und interessanten Menschen geführt und sind extrem bereichert zurückgekehrt an den heimischen Schreibtisch. 

Unsere Suche nach nützlichen Informationen und Wegweisern, Erlebnissen und Erfahrungswerten wurde belohnt. Die spanische Mittelmeer-Festlandküste eignet sich hervorragend, um dort zu leben. Anschluss findet, wer wirklich will. Die Infrastruktur ist durchaus vergleichbar mit dem heimischen Deutschland. Ein paar Wochen oder Monate einfach mal das Leben genießen und ausprobieren schafft Gewissheit, ob die gewählte Region und Mentalität mit den eigenen Wünschen kompatibel sind. Der Immobilienmarkt ist derzeit in einer Phase, wieder interessant zu werden, es lohnt sich, eine umfassende Recherche zu starten. 

Um wirklich alle Lebensphasen in Spanien zu verwirklichen, gibt es durchaus attraktive Angebote beim betreuten Wohnen bzw. in Seniorenresidenzen, auch geeignet für Deutschsprachige mit geringen Spanischkenntnissen. Alternative Wohnformen entwickeln sich und suchen Mitstreiter. Hier kann man sich und seine persönlichen Träume noch mit einbringen.

In Spanien haben schon viele Auswanderungswillige ihren ganz persönlichen Lebenstraum verwirklicht und Lebensqualität gefunden - so nehmen wir von unseren Gesprächspartnern mit auf den Weg: 

Man hat viele Möglichkeiten, man muss es nur machen!


 
Text: Petra Lupp / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT

Wir danken allen unseren Gesprächspartnern vor Ort für ihre Zeit und die vielen Informationen, die es uns in Kombination mit unseren persönlichen Erlebnissen ermöglicht haben, diese Reisereportage für LEBENSDOMIZILE WELTWEIT zu verfassen! Vielen Dank auch an Engel & Völkers, Solvida und Casaverde für die Bereitstellung der Fotodaten! 

  Fotos: Martin Klug / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT

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Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt! Verwendung aller Inhalte und Fotodaten, auch auszugsweise - und damit die Nutzung für kommerzielle oder redaktionelle Zwecke jedweder Art - nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung der Urheber.

Erst im Zusammenspiel aller Faktoren, Erlebnisse und Informationen ist es möglich, eine solche Reisereportage fundiert zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Mit unserem Wissen zu den Themen Seniorenresidenzen, Wohnen, Leben und Pflege im Ausland für die deutschsprachige Generation50plus halten wir uns stets auf aktuellem Stand. Denn ganz bewusst besuchen wir nach unserer Recherche ausgewählte Länder, um uns vor Ort von der Realität zu überzeugen. Daher bieten wir interessierten Magazinen, Tageszeitungen oder Online-Portalen an, individuelle Berichte und Artikel, wenn gewünscht auch zu Teilgebieten, gegen Gebühr anzufertigen.

Darüber hinaus stehen wir gerne für Vorträge und Interviews zur Verfügung. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!