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  SiegelGlobetrotter


Reisereportage Portugal (November 2013 bis Januar 2014)

Überwintern im Selbstversuch -
Portugal und Spanien für aktive Happy Ager

 

Knapp drei Monate waren wir von November bis Anfang Februar auf Presse- und Recherchereise unterwegs. Sozusagen auf den Spuren zahlreicher Überwinterer, die in einem gemieteten Apartment oder im Hotel bzw. mit dem Wohnmobil Grau, Nass und Eis des gefürchteten Winters Mittel- und Nordeuropas entfliehen, bewegten wir uns in gleicher Weise. Unser Büromobil (Wohnmobil) beherbergte uns auf der Hin- und Rückfahrt durch Frankreich, Spanien und Portugal; ein gemietetes Haus an der Algarve ließ uns zusätzliche, vielfältige Erfahrungen sammeln. 

Natürlich haben wir unser Ziel, attraktive Lebensdomizile für die Generation 50plus dabei immer im Blick behalten. So führten wir während unserer immerhin rund 8.500 km langen Tour wieder viele interessante Gespräche und durften faszinierende Konzepte und Projekte kennenlernen. 

Folgen Sie uns in zwei empfehlenswerte europäische Länder und erleben Sie mit uns dabei Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Schnuppern Sie in Teil 1 ins Überwintern rein, lernen Sie in Teil 2 Immobilienprojekte und das Konzept „Living in Portugal“ kennen, vielleicht denken Sie nach der Lektüre von Teil 3 über eine Kur im Ausland nach oder Sie lassen sich in Teil 4 von innovativen Konzepten für Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen begeistern.

    Carvoeiro, Aussicht Apartment //  Monte Real Palace Hotel // The Residences at Victoria


Inhaltsverzeichnis Teil 1:
Überwintern im Selbstversuch


Teilzeit-Wohnen für Anfänger und Fortgeschrittene  

 

Das Alltagsleben in der Ferne

 

Junggeblieben, neugierig, sucht

 

Frei wie ein Wohnmobilist

 

Cascade Wellness & Lifestyle Resort, Lagos/Algarve

 

Zwischenfazit Überwintern

 

Checkliste Überwintern in der Sonne - 12 nützliche Tipps für die Organisation

Inhaltsverzeichnis Teil 2:
Portugiesische Immobilienprojekte und das Konzept "Living in Portugal"

Algarve Deluxe, Alvor

Vila Castelo, Ferragudo

CasaIberia, Lagoa


Mario Lage, Vila Real de Santo Antonio


Living in Portugal - Gespräch mit Turismo de Portugal


Living in Portugal - Gespräch mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Jose Manuel M. Placido Santos


Blog: Living in Portugal - rechtliche und steuerliche Informationen aus erster Hand


Inhaltsverzeichnis Teil 3: 
Kur auf der Iberischen Halbinsel 

Spanien

Balneario Cestona

Balneario Lierganes

Balneario Puente Viesgo  

Isla de la Toja


Balneario Mondariz

Lo Pagan / San Pedro del Pinatar

Portugal

Termas de Moncao

Termas Sao Jorge

Monte Real - Hotel Termas SPA

Termas das Caldas da Reinha

Palacio Estoril - Hotel, Golf & Spa

Kur in Portugal – Gespräch mit GM Joao Pinto Barbosa von Termas de Portugal

Blog: Kur im Ausland? Vier Fragen - vier Antworten!

 


Negativbeispiele - gerade deshalb machen wir uns ein Bild vor Ort!

 

 

Inhaltsverzeichnis Teil 4:

Innovative Konzepte für Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen

 

Portugal

 

Camelia Hotel & Homes, Guimaraes

 

Gardenias Living Homes & Wellness, Portimao

 

Monte da Palhagueira - Retirement Village & Nursing Home

 

The Residences at Victoria Clube de Golfe, Vilamoura

 

Spanien

 

Alte Bekannte und neue Kontakte

 

Apartamentos Ciudad Patricia Senior Resort, Benidorm

 

Residencia Ciudad Patricia, Benidorm

 

Benimeli Club Residencial, Marina Alta

 

 

Fazit

 


routenplanung 1 fb  149-einblicke in die algarve  32- atlantik -palmen - sonne

 


LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Teil 1:
Überwintern im Selbstversuch


Überwintern – der Kälte des Winters entfliehen, die Sonne genießen, sich draußen aufhalten und der Gesundheit etwas Gutes tun. So auf einen Nenner gebracht ist das Grundverständnis für diese besondere Art des Auslandsaufenthalts. Ob aus Skandinavien, Großbritannien, Holland, Deutschland, Österreich oder der Schweiz – zahlreiche Nord- und Mitteleuropäer sind in den Wintermonaten im Süden Europas unterwegs. Sie lassen Haus oder Wohnung, Enkel und Freunde für eine bestimmte Zeit hinter sich und genießen das Leben auf ihre spezielle Art und Weise. Teilweise schon zehn bis fünfzehn Jahre lang.

Ob mit Wandern, Strandspaziergängen oder Golfspielen, ob mit Lesen, Feiern oder einfach süßem Nichtstun. Immer wieder begegnen uns während der Reise folgende Aussagen: „Hier treffen wir unsere Freunde, daheim wären wir alleine!“ „Wenn ich von Oktober bis April in der Sonne bin, benötige ich nur noch die Hälfte der Medikamente!“ „Zuhause sitze ich allein in meiner Wohnung, wenn ich rausgehe, muss ich auf Schnee und Glatteis aufpassen. Das ist nichts mehr für meine Knochen!“ Man kennt sich, man trifft sich immer wieder. Sei es nun im Café am Marktplatz, beim Einkauf auf dem Wochenmarkt, im Hotelresort oder auf dem Campingplatz. „Ersttäter“ mieten gerne ein Apartment oder ein Haus. Das Einleben in die fremde Umgebung und das Entdecken von Bäcker, Discounter oder Lieblingscafé geht relativ schnell. Gerade in Portugal wird weit verbreitet gutes Englisch gesprochen, ehemalige portugiesische Gastarbeiter freuen sich ebenfalls immer über ein nettes Gespräch in deutscher Sprache. Für alle anderen gilt: Hilfsbereite Menschen findet man fast überall
ein offenes, sympathisches Lächeln hilft bei der Kommunikation zusätzlich.

 

119- gegrillter fisch  106-golfplatz  121-sonnenuntergang 3. advent alvor

 


Teilzeit-Wohnen für Anfänger und Fortgeschrittene

Für Freiberufler oder „Rentnerpraktikanten“ ist das Entschleunigen zuerst gewöhnungsbedürftig, doch an schöne Dinge gewöhnt man sich sehr schnell. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, jeden Morgen zum Sonnenaufgang einen Strandspaziergang zu machen oder im Januar den Espresso während der Mittagspause hemdsärmelig mit gleichzeitigem Blinzeln in die Sonne zu genießen. Hier gleich noch ein Tipp: Wer das Glück hat, als Freiberufler oder Selbstständiger trotz Berufstätigkeit bereits in der Sonne überwintern zu können, benötigt einen schönen Arbeitsplatz im gemieteten Apartment oder Haus. Richten Sie sich den Platz am Fenster mit der schönsten Aussicht als vorübergehendes Büro ein. Sie werden es genießen und produktiv(er) arbeiten! Wenn zudem die Morgen- oder Nachmittagssonne hineinscheint...

Attraktive, günstige Mietpreise bei Langzeitmieten ab sechs Wochen locken, denn bereits ab 20 Euro pro Tag, zzgl. Endreinigung und Nebenkosten, teilweise inklusive WLAN, gibt es Wohnungen bzw.Häuser mit 1-2 Schlafzimmern und Terrasse/Balkon im Angebot. Rechtzeitig recherchieren und buchen lohnt sich! Allerdings wird es abends und nachts durchaus empfindlich kalt. Temperaturen an der Atlantikküste von 3-10 Grad sind im Dezember und Januar üblich und auch an der spanischen Mittelmeerküste ist es kühl. Wohl dem, der eine gute Heizung mitgemietet hat.

Da ältere Immobilien in Portugal wie in Spanien nicht isoliert sind, lernt man hier ganz schnell Vor- und Nachteile verschiedener Beheizungsarten kennen: Elektroradiatoren verbreiten eine unangenehme, feuchte Wärme, Schimmelbildung an Außenwänden und Kältebrücken nach ein paar Wochen leider inklusive. Kamine müssen rechtzeitig befeuert oder sogar Tag und Nacht beheizt werden, um den Hauptraum zu erwärmen. Für Kaminholz, Elektrizität oder Gasflaschen können dabei schnell weitere Euros im dreistelligen Bereich monatlich an Nebenkosten hinzukommen, die man am besten gleich mit ins Budget einkalkuliert. Wenn das gemietete Haus/Apartment eine Ausrichtung nach Süden hat, erwärmt die Sonne natürlich tagsüber und Balkon und Terrasse lassen sich hervorragend für einen Plausch, das Lesen eines guten Buchs oder das Sonnenbad nutzen. Ein Gespräch mit einem passionierten Golfer brachte das Gesamtpaket auf den Punkt: „Man muss eben schauen, ob 80-90 % passen, dann kommt man wieder. 100% erreicht man weder zuhause noch beim Überwintern.“ Wer in der eigenen Immobilie wohnt, kennt natürlich Nachbarn und Infrastruktur – es ist dann jedes Mal ein Heimkommen mit Alltag an einem anderen und trotzdem bekannten Ort!

 

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Das Alltagsleben in der Ferne

Wer mit offenen Augen durch reine Touristengebiete bummelt, sieht Ferienimmobilien, die zuhauf in Portugal und Spanien an Investitionswillige verkauft wurden, aber über Winter leer stehen. Auch das Entertainment-Programm ist allerorten reduziert, viele Restaurantbesitzer nutzen die Winterpause für Urlaub oder Renovierung. Ein Aufenthalt im Winter bedeutet damit für Langzeitgäste und Residenten mehr Entspannung, mehr Ruhe und mehr Platz. 

Einkaufen, kochen und sich selbst versorgen ist einfach. Auf Märkten findet man frischen Fisch, lokales Obst und die ein oder andere süße Leckerei. Markthallen, die überwiegend auf Touristenbusse ausgerichtet sind, sollte man meiden, dort wo Einheimische einkaufen ist es ebenso frisch, aber günstiger. Bekannte Discounter wie Lidl und in manchen Orten auch Aldi bieten ein gutes Warensortiment teils typisch deutscher, teils landestypischer Produkte. Die nationalen Supermarktketten sind bei Sehnsucht nach noch größerer Auswahl ebenfalls zu empfehlen. Die Lebenshaltungskosten insgesamt variieren im Vergleich von günstiger bis teurer. Die Preise vieler Lebensmittel des täglichen Bedarfs überraschen uns dennoch, denn trotz niedrigerem Durchschnittsgehalt sind die Preise ähnlich unserer deutschen Gewohnheiten, manchmal sogar teurer. Günstiger sind der Kaffee an der Bar zwischendurch, ein Glas Wein am Abend und Tagesgerichte in Bars.

Ein paar Beispiele aus Portugal, in landestypischen Cafés und Bistros in Städten und Dörfern: Kaffee mit Milch ab 80 Cent bis 1,20 Euro, Espresso ab 60 Cent, Sandwich/Toasts mit Schinken und Käse ab 1,50 Euro, Rot- oder Weißwein 0,2 ltr. ab 1,20 Euro, Orangen am Straßenrand 5 kg für 2 Euro. Tagesgerichte in einfachen Restaurants ab 6 Euro, frisch gegrillte Sardinen mit Beilage ab 7 Euro, ein Liter Vino Verde aus dem Fass ab 7 Euro, Fischgerichte in Lokalen mit Strand- oder Hafenlage ab ca. 13 Euro. Cafés, Bars und Restaurants mit überwiegend einheimischen Gästen bieten gutes Essen und Getränke zu günstigen Preisen. Gewöhnungsbedürftig sind jedoch die vielfach geöffneten Eingangstüren und der nicht beheizte Gastraum. Erklärung eines Gastwirtes: „Ist die Tür zu, denkt man, die Bar oder das Geschäft hat geschlossen!" Ganz ehrlich unter uns: Wir haben drinnen beim Kaffeetrinken noch nie so gefroren, man ist es ja wirklich nicht gewohnt! Winterschuhe und eine dicke Jacke sind daher trotz der mittäglichen Außentemperaturen von rund 15 bis 20 Grad ratsam und nützlich, um Erkältungen vorzubeugen. 

Die ärztliche Versorgung ist gut, insbesondere in Touristengebieten oder seit Jahren beliebten Ortschaften mit vielen Residenten gibt es auch deutschsprachige Ärzte. Darüber hinaus bieten Privatkliniken exzellenten Service und Know-How auf hohen Standards. Eine sinnvolle Empfehlung für Residenten, die weit außerhalb, schlecht zugänglich und ohne richtige Hausnummer wohnen, ist die Mitgliedschaft beim ECDE. Diese Nothilfe-Organisation erfasst alle relevanten medizinischen Daten ihrer Mitglieder und speichert sie in ihrer Datenbank. Das System versorgt kostenlos die Notfallzentralen und stellt den Notfalldiensten so die Daten inklusive Satellitenkarte mit farblich markierten Zufahrtswegen und GPS-Koordinaten zur Verfügung. Zudem ist die Zentrale 5-sprachig besetzt, erzählt uns Christina, die den Notdienst vor kurzem in Anspruch nehmen musste.

http://www.ecde.org/de/dienstleistungen/ambulanz-system-asis.html  

Für alle, die neben Strand und Sonne auch mal shoppen möchten, gehören in größeren Städten Shoppingmalls nach amerikanischem Vorbild als abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung mittlerweile dazu. Das Konzept mit Markengeschäften und abendlichem Entertainment in der Genusszone belebt bis nach 23 Uhr.

 

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Portimao: aqua Shoppingmall // Perfekte Ausschilderungen // Nazare Markthalle

Junggeblieben, neugierig, sucht

Wer sich in der Kurzzeit-Heimat akklimatisieren und nach der x-ten Strandrunde nun doch neue Kontakte schließen möchte, kann andere Mitstreiter direkt ansprechen, sich an deutschsprachige Stammtische wenden oder Internetforen gezielt nach Veranstaltungen und Anschlussmöglichkeiten suchen. Einige deutschsprachige Wochenmagazine und Zeitschriften, in Printform oder online lesbar, beinhalten ebenso eine Übersicht. Unsere eigenen, aktuellen Erfahrungen und auch Gespräche mit Residenten und Überwinterern zeigen, dass in Portugal mehr die Individualisten beheimatet sind, während man in Spanien verstärkt auf Geselligkeit und gemeinsame Aktivitäten setzt. Sicherlich ist das eine recht grobe Unterscheidung und doch haben uns Gesprächspartner in beiden Ländern genau dies bestätigt. 

So bietet uns das jährlich traditionell stattfindende Weihnachtsessen der "Portugallier" einen Einblick in nette, informative Gespräche und neue Kontakte. Einen Tag vor Weihnachten bringt es die Internet-Forumsteilnehmer an den reichlich gedeckten Tisch eines glücklicherweise beheizten Restaurants Nahe Monchique, mittendrin die Verantwortlichen des Portugalforums, Moderationsleitung Christina Zacker, auch bekannt als Autorin und Journalistin, sowie Domain- und Lizenzinhaber Wolfgang Bald, Inhaber des Imbisses "Letzte Bratwurst vor Amerika®". Die persönlichen Treffen einmal im Monat vertiefen Freundschaften von Residenten, verbinden aber auch noch in Deutschland beheimatete Portugalfans mit Freunden und dem Land ihrer Träume. Die Portugallier des Portugalforums www.portugalforum.de sind Bindeglied und Informationskanal rund um Leben, Auswandern oder Urlaub in Portugal. Seit September 2009 im Netz, zählt die Plattform rund 3.000 User.


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Christina und Wolfgang // Monchique-Berge, Blickrichtung Meer // Zimmerblick auf den Atlantik

Die Gründe für einen längeren Aufenthalt im Süden sind so individuell wie vielfältig. So erzählt uns die rüstige Amerikanerin Jan stolz, dass sie bereits seit zwei Jahren an der Algarve lebt, ausschlaggebend sind die in weiten Teilen guten englischen Sprachkenntnisse der Portugiesen sowie deren Freundlichkeit und natürlich die landschaftlichen Reize. Zudem sind sie und ihr Ehemann viel unterwegs und erkunden von Faro ausgehend nun Europa. Sie fühlt sich wohl in der gemieteten Wohnung im kleinen Fischerdorf. Das können wir wirklich nachvollziehen, empfinden wir die Vertrautheit unseres Überwinterer-Domizils Ferragudo doch ebenfalls innerhalb kürzester Zeit als zweite Heimat. Einerseits Meltingpot internationaler Gäste und Residenten, andererseits gleichzeitig heimelig, portugiesisch, idyllisch. So lernen wir sympathische schwedische BestAger-Auswanderer kennen, die die Vorteile des Konzepts „Living in Portugal“ nutzen. Wir sind natürlich neugierig und beim nächsten zufälligen Treffen setzt man sich einfach zusammen und klönt bei einer guten Flasche Wein. 

Ob Portugal oder Spanien, wie wichtig Kommunikation und der persönliche Austausch sind, erleben wir auch als Gast beim Dämmerschoppen des Deutschsprachigen Tisches in Orihuela Costa in Spanien. Hier treffen sich an bestimmten Sonntagen im Restaurant "Alejandros" 50-80 Vereinsmitglieder zum Essen und gleichzeitig zum Informationsaustausch. Hier bucht man Ausflüge, vereinbart Termine oder plaudert einfach miteinander. Die Liste der angebotenen Aktivitäten für die rund 430 Mitglieder ist lang, individuell und attraktiv:

http://www.deutschsprachigertisch-orihuelacosta.eu/dtoc-aktivitaeten  

Wer neu in der Gegend ist, schaut am besten einfach mal vorbei. Allein an diesem Abend werden sieben Mitgliedsanträge neu unterschrieben – im Oktober 2013 feierte man 4-Jähriges. Gleichzeitig hören wir, dass gerade in Spanien die Kontaktaufnahme leichter und unkomplizierter ist als in Deutschland. „Man ist hier viel offener, bekommt schneller Kontakt und Anschluss!“ erzählt uns Agnes in diesem Zusammenhang. Die rührige und sportlich aktive Rheinländerin lebt seit 20 Jahren in Spanien und freut sich nach jedem Deutschlandbesuch auf ihre „neue“ Heimat. Überhaupt, man ist einfach entspannter hier, sicherlich auch vom Wetter begünstigt. Begeistert erzählt uns Vorstandsvorsitzender Norbert Ellmers noch vom initiierten Grünkohlessen, bei dem vor kurzem 150 aktive Vereinsmitglieder mitwanderten. Wir könnten noch lange so angeregt und kurzweilig plaudern, schließlich ist dies doch auch schon unser zweiter Besuch innerhalb eines Jahres.

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Wir lernen diesmal auch endlich Manfred Schwarting (Foto oben) kennen, Initiator der Petition und Kämpfer für die Anerkennung von Pflegesachleistungen im Ausland. Er engagiert sich seit Jahren für die Belange der Deutschen im Ausland Spanien (DIAS) und ist deshalb u.a. seit 2006 aktiv in der Kommunalpolitik in Orihuela-Costa. Wöchentlich oder monatlich stattfindende Informationsveranstaltungen wie beispielsweise zum Thema 'Erben und Vererben' oder über die neueste politische Situation bieten allen Interessierten in deutscher, englischer oder spanischer Sprache die Möglichkeit, sich kompetent und umfassend zu informieren. Wieder zuhause erreicht uns die Meldung, dass sein tatkräftiges Engagement erneut Früchte trägt. So eröffnet der führende Betreiber von Seniorenresidenzen im Land Valencia das Savia Residencial Villamartin Centre in Orihuela-Costa. Ergänzend bietet "Silberlockespain" am Tag der offenen Tür Führungen und Präsentationen für interessierte Besucher an.

http://www.silberlockespain.ea29.com  

Sicherlich gibt es noch etliche Geschichten und Geschichtchen, die erzählenswert wären, doch wenden wir uns wieder unserer Tour zu, denn wir haben noch viel erlebt, gesehen und zu berichten! 

Frei wie ein Wohnmobilist

Die Wohnmobilisten sind eine weitere große und doch spezielle Reisegruppe. Das eigene Bett immer dabei, ist man flexibel. Doch auch hier sind Gewohnheiten und Vorlieben unterschiedlich. Die einen mieten sich für ein paar Monate fest auf einem Camping- oder speziellen Wohnmobilstellplatz ein, die anderen reisen mit Generator und Solaranlage umher. Wer sein Budget schonen möchte, sucht unentgeltliche oder günstige und dennoch gut gelegene Stellplätze, möglichst mit diesbezüglicher Infrastruktur. Wander- und Kultur-begeisterte Fahrer nehmen die Chance wahr, Städte oder Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke zu besuchen. Je nach Vorlieben entscheiden Hobbies, langjährige Freunde und Bekannte oder einfach auch das Wetter über Verweildauer und Lage. Das Alltagsleben mit Einkaufen und Wäsche waschen gehört ebenfalls mit dazu. Portugal und Spanien haben sich mit großzügigen Stellplätzen, kostenlos oder für kleines Geld, auf die Überwinterer eingerichtet. Geparkt und übernachtet wird auch mal „wild“, manchmal sogar bis zu einem gewissen Zeitpunkt von der Polizei geduldet. Zugegeben, Wohnmobilisten-Tipps streifen nur partiell unsere Themengebiete. Wer uns jedoch auf Facebook begleitet hat, weiß, dass wir zeitgleich Hinweise und Tipps gepostet haben. Denn während wir mit unserem Büromobil on Tour sind, erleben wir die Anfahrt Richtung Süden wie viele andere Senioren, die als Wohnmobilisten teils monatelang unterwegs sind. Unsere Erfahrungen möchten wir deshalb an dieser Stelle als Exkurs an Interessierte gerne weitergeben!

 

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Cascade Wellness & Lifestyle Resort, Lagos/Algarve

Wenige Resorts bieten ganzjährig Urlaub und Erholung pur. Eines davon ist das im Frühjahr 2011 eröffnete 5-Sterne Cascade Resort bei Lagos. Ein Spaziergang führt direkt zur berühmten Ponta da Piedade, im Hotel ist man gezielt auf deutschsprachige Gäste eingerichtet. Die Gäste betonen immer wieder die Freundlichkeit und die Natürlichkeit des Personals, erzählt uns Marita Barth, Assistant General Manager, während unseres Rundgangs stolz. So macht Wohlfühlen Spaß. Die Fachfrau war bereits vor der offiziellen Eröffnung im Cascade Resort tätig. Sie kennt die Region und den Tourismus in Portugal seit 15 Jahren. Die Wünsche der Gäste, hauptsächlich zwischen 45 und 65 Jahre alt, liegen ihr am Herzen. Nur ein paar Kilometer entfernt bezaubert die attraktive, sehenswerte Stadt Lagos mit engen Gassen, Charme und Charakter, einer Marina sowie mehreren Stränden in unmittelbarer Nähe. Gewohnt wird in anspruchsvollen Hotelzimmern, mit Meerblick und teilweise Poolzugang oder in hochwertigen Apartments zur Miete. Alternativ ist hier auch ein Kauf möglich. Die Apartments verfügen über ein oder zwei Schlafzimmer, Balkon, Wohnzimmer, Küche alles voll ausgestattet. Geheizt oder gekühlt wird mit der Klimaanlage. Spezielle Winterangebote ab einem Monat Aufenthalt begeistern schon jetzt zahlreiche Stammgäste. Der Erfolg gibt dem Konzept Recht: „Wir sind auf die Babyboomer-Generation eingestellt!“ gibt uns Marita noch mit den Weg, denn die Ansprüche sind heute anders als noch vor 20 Jahren. So bereichern spezielle Fitness- und Diätprogramme sowie die Golfakademie das Angebot. Hier spürt man Zeit, Gesundheit und „Liebe“ sowie eine auf das Wesentlichste reduzierte Natürlichkeit. Übrigens: Die großzügigen Sportanlagen bieten auch Bundesligamannschaften ideale Bedingungen für ein Wintertrainingslager - während unseres Besuchs ist Bayer 04 Leverkusen zu Gast.

 

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Cascade Resort: Aussenansicht // Marita Barth // Zimmerblick auf Garten und Poolanlage 

Zwischenfazit Überwintern

Probieren Sie es einfach mal aus – mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Erfahrungen, Entdeckungen und Erkenntnissen! Der Tapetenwechsel entspannt (trotz Arbeit) und gibt neue Energie für die nächsten Monate. Über den Tellerrand schauen regt eigene Ideen und die Kreativität an. Die Offenheit unterschiedlicher Kulturen und Nationen erweitert den persönlichen Horizont und gibt Klarheit, ob man überhaupt im Ausland leben möchte. Ein Langzeitaufenthalt oder sogar ein Übersiedeln sind nämlich kein Urlaub mit Guide und Vollverpflegung. Auch hier wird Alltag gelebt! Deshalb sind ehrliche Antworten auf folgende Fragen Gradmesser für weitere Entscheidungen: Kann, will ich mich von Bekannten, Kindern, Enkeln und Freunden lösen, um Zeit an einem anderen Ort zu verbringen? Welche Auswirkungen hat der Standortwechsel auf mein Wohlbefinden, auf meine Gesundheit? Kann ich es mir finanziell leisten, neben meiner Wohnung zuhause eine weitere Wohnung anzumieten? Was kann/sollte ich zuhause ändern, um mir diesen „persönlichen Luxus“ zu gönnen?

 

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben, den nächsten Winter außerhalb von Eis und Schnee zu verbringen, hier unsere Checkliste Überwintern in der Sonne - 12 nützliche Tipps für die Organisation


LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Teil 2:
Portugiesische Immobilienprojekte und das Konzept "Living in Portugal"

Wie einfach oder fließend der Übergang vom Überwintern bis hin zur eigenen Immobilie sein kann, haben wir schon öfter festgestellt. Zuerst fühlt man sich wohl, macht Urlaube und überwintert irgendwann. Man mag Land und Leute, kennt die Umgebung und die Infrastruktur. Je nach persönlicher Lebensplanung und finanzieller Ausstattung wird dann gerne eine Immobilie gekauft. Doch bei aller Begeisterung sollten vor der endgültigen Kaufentscheidung ehrliche Antworten auf einige elementare Fragen stehen: Wie und wo möchte ich zukünftig wohnen, welche Infrastruktur ist vorhanden, wo liegen die persönlichen Prioritäten und Bedürfnisse an das Umfeld? Will ich definitiv nur Frühjahr, Sommer oder Herbst im Süden verbringen? Oder sieht der Plan die ganzjährige Nutzung vor? Auswandern und Hauptwohnsitz im Süden oder pendeln? Wie können steuerliche Vorteile genutzt werden, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein? Gerade die neue Freiheit ab 50 will bewusst geplant und organisiert werden. Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit und sammeln sie für die Entscheidungsfindung alle bisherigen Erfahrungswerte, kombiniert mit Ihren Wünsche und Sehnsüchten an diese so wichtige Lebensphase.

Die hier dargestellten und während unserer Reise kennengelernten Immobilienprojekte und -anbieter unterscheiden sich bewusst in Preis und Leistung, in der Grundkonzeption und bei den im Leistungsumfang enthaltenen Dienstleistungen. Sie geben jedoch einen guten Einblick in das vorhandene Angebot und bieten so eine breitgefächerte Übersicht.

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Algarve Deluxe, Alvor

Ob Apartment oder Villa, zur Miete und zum Kauf - an der Algarve gibt es für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas Schönes. Dieter Barth ist seit über 30 Jahren hier zuhause, liebt Land und Leute. Der gebürtige Bremer kennt den Markt und vermittelt mit seinem Team unter algarve-deluxe.com viele Immobilienträume, im Sommer und im Winter! Seine Kompetenz geht weit über die Vermittlung hinaus. Er steht auch während des Aufenthalts den Urlaubern mit Rat und Tat zur Seite.

Viele Familien kommen gleich mit mehreren Generationen und mieten sich gerne eine große Villa mit Garten und Pool. So kostet eine Villa mit drei Schlafzimmern zwischen 1.800 und 2.700 Euro pro Woche. Der Sommer ist schnell ausgebucht, die Hochsaison geht von Juli bis Mitte September, die Nebensaison beginnt meistens in der Osterzeit. Überwiegend werden Häuser von deutschen und englischen Eigentümern an Urlauber vermietet. Häuser im Top-Zustand und auf dem Stand neuester Technik sind nach wie vor Selbstläufer, hier lohnt sich auch heute noch das Investment des Eigentümers. Einige, insbesondere unrenovierte Ferienimmobilien rechnen sich jedoch für die Eigentümer nicht mehr, sind heute maximal kostendeckend.

Wer beabsichtigt zu kaufen, trifft auf interessante Angebote – vom sogenannten "T0 Studio", einem Einzimmer-Apartment, bis hin zur Villa für mehrere Millionen. Dreißigjährige Häuser mit 250 qm Wohnfläche und 2.000 qm Garten gibt es bereits ab 400.000 Euro, zuzüglich rund 100.000 Euro für die Renovierung. Hierfür lag der Verkaufspreis vor sechs bis acht Jahren noch bei rund 700.000 Euro. Viele Immobilienbesitzer sind heute Anfang/Mitte 80 und möchten eher verkaufen statt vermieten, denn ihre Kinder haben wenig bis kein Interesse an der Immobilie. Daher noch zwei Tipps von Dieter Barth:
1) Jetzt investieren und günstig kaufen – die Trendwende ist erkennbar!
2) Erbschaftsstreitigkeiten führen leider oftmals zu hohen, derzeit nicht marktkonformen Preisen.

Egal zu welcher Jahreszeit, es ist darüber hinaus immer wichtig, auch die anfallenden Nebenkosten zu erfragen. Im Sommer schlagen Wassergebühren von bis zu 400 Euro/Monat für die Gartenbewässerung, zuzüglich Poolreinigung und Gartenservice zu Buche, im Winter sind allein 600,- Euro für das vollständige Beheizen einer Drei-Schlafzimmer-Villa mit einzurechnen. Apropos Winter,
auch der Algarve-Insider bestätigt unsere Überwinterer-Erkenntnis: Im Winter muss man die Ruhe an der Algarve mögen! Doch wer das sucht und damit umzugehen weiss, wird schnell feststellen, dass die Menschen, die Landschaft und das Licht zu jeder Jahreszeit einen Aufenthalt wert sind.

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Blick aus Miet-Apartment Carvoeiro // Dieter Barth, Algarve Deluxe // Impression Praia de Rocha

Vila Castelo, Ferragudo

Im Fischerdorf Ferragudo lernen wir Projektplaner und Eigentümer Martin Banner, seit 30 Jahren in Portugal und Initiator von Vila Castelo, kennen. Gemeinsam mit seinem Bruder hat der engagierte Brite bereits 1998 die ersten Häuser und Apartments von Vila Castelo gebaut und verkauft. 2008 folgten 62 moderne, voll ausgestattete Apartments, mit 2 oder 3 Schlafzimmern, davon 26 Apartments mit einer zehn Meter Fensterfront und Fluss-/Meerblick sowie mit Jacuzzi auf der Terrasse. Einige Apartments werden vermietet, gerne auch an Langzeitgäste. Die Apartments sind wärmegedämmt sowie mit hochwertigen Möbeln und Badezimmern ausgestattet. Gäste und Eigentümer sind überwiegend Engländer und Skandinavier. Die Gartenanlage mit Gemeinschaftspool sowie angrenzender Lounge bietet Raum für Geselligkeit und Kommunikation.

Der aktuelle Baukran zeigt die Zukunft an. Gerade realisiert der Familienbetrieb den 3. Bauabschnitt mit 16 exklusiven Apartments des 5 Sterne Resorts "The Palm Residential Suites", bezugsfertig 2015 und projektiert als "Gated Community". Angesprochen und umworben werden damit insbesondere ausländische Investoren, gerne auch aus Asien, Russland oder arabischen Ländern, die u.a. durch Eigentumserwerb auch die Vorteile der „Golden Visa“-Regelung des portugiesischen Staats nutzen können.

http://www.sef.pt/portal/V10/EN/aspx/apoiocliente/detalheApoio.aspx?fromIndex=0&id_Linha=6269 

Ein 170qm Penthouse mit eigenem Pool ist für 900.000 Euro, das günstigste Apartment für 550.000 Euro zu erwerben. Als wichtigste Eigenschaften des attraktiven Immobilienprojekts betont der Bauherr die hohe Qualität, die garantierte Privatheit und die Orientierung am Sicherheitsbedürfnis seiner zukünftigen Bewohner. Der kreative Entwickler Martin Banner sieht „hotel-served apartments“ als Zukunftsmarkt. Die angesprochene Zielgruppe ist 45plus, wohlhabend und gleichzeitig im Beruf engagiert, jedoch global orientiert und interessiert. Pluspunkte seines Standorts sieht der Brite insbesondere in der Lage und der Infrastruktur von Ferragudo. „Es ist nach wie vor ein Fischerdorf, Massentourismus kennt man hier nicht.“ Es gibt keine angrenzenden Hochhäuser, keine Billigunterkünfte, sondern gute Qualität zu einem angemessenen Preis. Mit interessanten Flugangeboten kommt man innerhalb Europas schnell und günstig nach Faro, zuzüglich einer Stunde Fahrtzeit nach Ferragudo. So schaut Martin Banner positiv in die Zukunft und hat bereits weitere Pläne im Kopf, die er in nächster Zeit sicherlich auch umzusetzen weiß. „Ferragudo gibt uns die Chance, kreativ zu sein!“ Das klingt doch vielversprechend und so nehmen wir gerne seine Erfolgsgeschichte, verbunden mit den besten Wünschen, in dieser Reisereportage mit auf.


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Vila Castelo, Ferragudo: 3. Bauabschnitt im Rohbau // Martin Banner // Poolanlage mit Lounge

CasaIberia, Lagoa

Das internationale Team um Paulo Lopes ist mehrsprachig und berät mit CasaIberia interessierte Kunden aus unterschiedlichen Ländern. Ob als Kaufinteressent aus Deutschland, Frankreich, England, Belgien, Skandinavien oder Spanien - hier findet man kompetente Informationen rund um den Immobilienkauf inklusive professioneller Komplettabwicklung. Der Inhaber ist Kind portugiesischer Gastarbeiter in Deutschland, dort zweisprachig aufgewachsen und heute selbst Familienvater. Der gelernte Physiotherapeut und spätere Betriebswirt siedelte mit Ehefrau und Kindern 2004 nach Portugal um. Seine Sprachkenntnisse und das Wissen über die Unterschiede der deutschen und der portugiesischen Mentalität kommen ihm heute zugute.

Paulo Lopes wusste „in der Krise muss man die Ärmel hochkrempeln!“ Und er hat diesen Schritt nie bereut. Seine Konzentration liegt auf dem Immobilienmarkt an der Algarve von Faro bis Alzejur, mit einem Kooperationspartner bedient er seit neuestem auch die Regionen um Lissabon und Porto. Sein Interesse gilt neben dem inländischen Immobilienmarkt auch stets den Veränderungen in den ausländischen Märkten, um flexibel reagieren zu können.

Über 70% der Investitionssummen liegen zwischen 250.000 und 700.000 Euro, die restlichen 30% teilen sich die Anteile über eine Million und unter 250.000. Die Verkäuferstruktur ist überwiegend 75plus, Käufer kommen derzeit aus der Altersklasse 50plus. Gerade Freiberufler und Selbstständige wissen die Vorteile von Sonne, kurzen, günstigen Flügen und guter Infrastruktur zu nutzen – verfügt Portugal doch u.a. über ein hervorragend ausgebautes Netz von Glasfaserverbindungen. Der Immobilienspezialist bestätigt uns zudem, dass die Talsohle wohl durchschritten sei. Seit April/Mai 2013 steigen die Preise, einen Verhandlungsspielraum gibt es aber noch immer. Jede zum Verkauf offerierte Immobilie benötigt ein aussagekräftiges Energiezertifikat, das erleichtert u.a. den Vergleich hinsichtlich der Wärmedämmung bei unterschiedlicher Bausubstanz.

So informiert uns Paulo auch darüber, dass der portugiesische Sprachgebrauch das Wort „Ausländer“ nicht kennt. Hier heißt es „Der Fremde“. Klingt angenehm und wird hier wirklich gelebt, wie wir selbst erfahren durften. Die freundliche Lebensweise, die Menschlichkeit sowie die Hilfsbereitschaft bestätigen dies eindrücklich. Das Schwärmen vom guten Essen und Trinken, der wunderbaren Sonne und der Natur eingeschlossen. Denn „hier spürt man die Sonne im Obst und das Meerwasser im Fisch!“ So verabschiedet er uns auch im besten Sinne mit dem Aufruf, den wir hier gerne veröffentlichen: „Kommt als Fremde nach Portugal, ihr dürft gerne als Freunde bleiben!“

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Vilamoura Marina // Paulo Lopes (rechts) & Team-Mitglieder der CasaIberia // Lissabon Rossio

Mario Lage, Vila Real de Santo Antonio

Schlüsselfertiges, individuelles Bauen; umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten; Neubau von Apartments - Mario Lage wird meistens auf Empfehlung beauftragt. Auftraggeber bzw. Käufer sind überwiegend Deutsche und Engländer. Zweisprachig in Deutschland aufgewachsen, gingen die gebürtigen Portugiesen Ana Bela und Mario Lage im Jahr 2000 zurück in die Heimat. Im Jahr 2002 gründeten sie in Vila Real de Santo Antonio die Baufirma. Ihr Vorteil: Sie kennen und schätzen die Mentalität beider Länder - dies wirkt sich positiv auf die Kundenbeziehungen aus.

Auch hier zeigt sich wieder, wie wichtig Sprachkenntnisse und der Wille sowie das persönliche Engagement, etwas aufzubauen, sind. Das Ehepaar lebt mit seinen Kindern direkt an der spanischen Grenze, das Einzugsgebiet ist entsprechend auf beide Länder verteilt. Das Dienstleistungsprogramm geht weit über den eigentlichen Bau der Immobilie hinaus, verrät uns Ana Bela, eigentlich bieten sie einen speziellen Full-Service inklusive aller Anmeldungen wie Strom und Wasser an, dieser Service kann auch schon mal den Möbelkauf beinhalten. Der Markt hat sich an der östlichen Algarve noch nicht ganz erholt, doch auch hier erfahren wir, die Preise liegen auf dem Niveau von vor 8-9 Jahren, die Bauqualität ist gut – also auch hier der Tipp zu investieren! Eine Überlegung scheint es wert, bei 600 Euro/qm Apartment-Neubau in mittlerer Ausstattung. Jedoch, eine Bankfinanzierung ist so gut wie nicht möglich – Barzahlungen sind die Regel.

In unmittelbarer Nähe entdecken wir dann das geradezu mustergültige Seniorenparadies – Monte Gordo an der Sandalgarve. Radwege, flache Sandstrände, viele Apartments. Direkt mit dem Fahrrad in die hübsche, im Schachbrettmuster angelegte Innenstadt von Vila Real de Santo Antonio radeln oder einen Abstecher mit der Fähre nach Spanien wagen. Hier lässt es sich aushalten, viele Cafés und Restaurants laden zum Verweilen, ebenso viele Textilgeschäfte zum Shoppen ein.

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Marktplatz in Vila Real de Santo Antonio // Ana Bela Lage // Sandstrand Monte Gordo

Living in Portugal – Gespräch mit Turismo de Portugal

Living in Portugal – ein Thema, das Turismo de Portugal in vielen Ländern Europas promotet: "Portugal ist eins der besten Länder für den Immobilienerwerb". Die Berichterstattungen sind vielfältig, die Meinungen ebenfalls. Um für den deutschsprachigen Raum mehr Klarheit zu schaffen, haben wir in Lissabon Carla Margarida Simoes, Gestora de projetos Departamento de Desenvolvimento e Inovacao, und Antonio Soveral Padeira, General Director Marketing & Promotion Division, besucht. Von 202 am Konzept interessierten Ländern/Regionen steht Deutschland auf Platz 7 bei der Nachfrage! Im Februar 2013 wurde „Living in Portugal“ erstmalig der internationalen Presse in London vorgestellt, ausführliche Informationen finden sich auf der Homepage http://www.livinginportugal.com/de 

In unserem sehr offenen Gespräch wird schnell deutlich, Portugal ist und wird kein Steuerparadies, jedoch können Steuererleichterungen durchaus attraktiv genug sein, um über eine Verlegung des (steuerlichen) Wohnsitzes nach Portugal nachzudenken. Rechtsverbindliche Aussagen, inwieweit es sich unter fiskalischen Aspekten lohnt, können jedoch immer nur nach der Einzelfallprüfung durch einen Steuerberater getätigt werden.

Die im Sommer 2013 so plakativ in deutschen Medien präsentierte „Null-Einkommenssteuer-Oase Portugal“, die bei einem Immobilienerwerb sowie einem Aufenthalt von mindestens 183 Tagen für deutsche Rentner gelten würde, ist also mehr Wunschtraum statt Realität. Maßgebend sind Höhe und Art des Einkommens (Renten, Pensionen, Betriebsrenten oder andere Einkünfte) und die darauf im Ursprungsland erhobenen Steuersätze. Aufgrund der Doppelbesteuerungsabkommen ergeben sich hierbei je nach Umfang Unterschiede, die Portugal dann zum Gewinner werden lassen. So spielt beispielsweise die derzeitige Steuerpolitik in Frankreich Portugal in die Hände. In Nordeuropa profitieren insbesondere Skandinavier vom Programm „Living in Portugal“.

Nachweisliche Ergebnisse, wie viele und welche Europäer das Programm schlussendlich im ersten Jahr in Anspruch genommen haben, gab es zum Zeitpunkt unseres Gesprächs im November 2013 leider noch nicht. Selbstverständlich sprechen wir auch über das "Golden Visa"-Programm, ein weiteres, zukunftsorientiertes Angebot, Investoren aus außereuropäischen Ländern nach Portugal zu bringen. Die Werbetrommel wird deshalb für beide Programme nach wie vor kräftig gerührt. Schließlich ist die Tourismuszentrale Tourismo de Portugal das Sprachrohr nach außen, um Touristen und zukünftige Residenten von Portugal zu begeistern. Die Argumente können sich sehen lassen: Sicherheit, Wetter, Lebenshaltungskosten und Lebensqualität, Gastfreundlichkeit, Sprachkenntnisse – die Liste ließe sich noch weiter fortführen. So geraten unsere Gesprächspartner auch nochmals ins Schwärmen: „Innerhalb von nur fünf Stunden kann man unser Land durchqueren – das bedeutet: Frühstück an der Algarve, Mittagessen in Lissabon und Abendessen in Porto – an einem einzigen Tag!“


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Lissabon Linie 28 // Carla Margarida Simoes und Antonio Soveral Padeira // Impression Porto

Natürlich lassen wir uns einerseits gerne anstecken von der Begeisterung, andererseits wissen wir nun definitiv und aus erster Hand: Um detailliertere Informationen über „Living in Portugal“ zu erhalten, benötigen wir wirklich ein Gespräch mit einem Steuerberater. Man vermittelt uns einen Kontakt zu Deloitte, um unsere Fragen zu stellen. Gut auch, dass wir bereits im Rahmen unserer Recherchen Kontakt mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Jose Manuel M. Placido Santos aufgenommen haben, der uns Mitte Dezember zum Gespräch in Lagoa erwartet.

Living in Portugal – Gespräch mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Jose Manuel M. Placido Santos

Rechtsanwalt Dr. Jose Manuel M. Placido Santos (Foto unten Mitte) hat für die "Deutsche und Schweizerische Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e.V." das Dossier "Portugal - Immobilienerwerb in Portugal durch Ausländer" im Jahr 2013 überarbeitet: http://www.schutzgemeinschaft-ev.de 

Wir haben uns mit ihm in Lagoa getroffen und interessante Fragen rund um das Thema erörtert. Nach und nach wird offenkundig, wie komplex die Thematik mit unterschiedlichsten nationalen wie internationalen Gesetzen und Vorschriften im Land Portugal im Zusammenspiel mit der Europäischen Union wirklich ist. Die eine Seite ist die professionelle Promotion durch den Staat Portugal. Die andere Seite der Medaille spiegelt die Schwierigkeiten in Rechtssicherheit und Durchsetzung wider. Selbstverständlich hat der portugiesische Staat Interesse daran, die Steuern der Residenten zu vereinnahmen und man hat eine klare Vorstellung, wie es mal sein könnte. Stichworte wie Doppelbesteuerungsabkommen und Steuergerechtigkeit fallen. So ist in den vorliegenden Vorschriften zudem noch Raum für Interpretationen durch Rechtsanwälte und Steuerberater. Um hier zum besseren Verständnis der Sachlage beizutragen, haben wir die relevanten Antworten von Prof. Santos und von Deloitte in unserem Blog zusammengefasst.

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LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Teil 3: 
Kur auf der Iberischen Halbinsel

Eine Kur im Ausland – ein verlockender Gedanke. Und wie ferngesteuert tauchen im Geiste Bilder vom attraktiven Bäderdreieck in Tschechien, von der Ostseeküste Polens oder den vielversprechenden Prospektangeboten günstiger deutscher Busanbieter Richtung Osteuropa auf.

 

Der Hausarzt empfiehlt in der Regel einen geeigneten, anerkannten Kurort innerhalb Deutschlands. Jedoch darf sich jeder EU-Bürger in den übrigen EU-Mitgliedstaaten ebenso behandeln lassen. Ausländische Kurorte müssen allerdings anerkannt sein, eine Übersicht bietet z.B. das Europäische Heilbäderportal www.visitspas.de

Die Tourismusverbände Spaniens und Portugals versenden deutschsprachige Broschüren für interessierte Kururlauber. Jedoch gleich vorab, nicht alle dort aufgeführten Angebote und Einrichtungen sind kompatibel und damit zuschussfähig von der deutschen Krankenkasse.

 

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Gedenkstein ältestes Kurbad Portugals // Mondariz Kurpark und Bad // Capo da Roca

All diese Gründe waren für uns ausschlaggebend, in Spanien und Portugal das Thema Kur mal näher zu beleuchten und entlang unserer Route über die iberische Halbinsel interessanten Kurorten einen neugierigen Besuch abzustatten.

Spanien

Balneario Cestona

Nach unserer Anreise durch Frankreich besuchen wir im Baskenland das Balneario Cestona in Zestoa. 1905 gegründet, lebt und kurt man hier noch heute im Charme vergangener Tage. Der großzügige Spiegelsaal ist nach wie vor Speisesaal, nach dem Abendessen trifft man sich in der Wintergarten-Bar, an diesem Abend ist ab 22 Uhr Tanzen im angrenzenden Ballsaal angesagt. Das rege Interesse am Wochenplan zeigt, wie aktiv das Programm von den Kurgästen angenommen wird. Das Haus gehört zur Gruppe Relais Termal mit Sitz in Santander, Landeskategorie 3 Sterne. An den Aushängen und auch im Gespräch mit Ignacio Cabrero Abascal, Director de Establecimiento, erfahren wir, dass überwiegend Spanier zur Kur nach Zestoa kommen. 

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Balneario Cestona: Das Programm // Außenansicht // Speisesaal

Balneario Lierganes

Die gleiche Zielgruppe spricht auch das 1910 gegründete, mitten im Örtchen Lierganes, in Kantabrien gelegene Balneario Lierganes an. Hier finden wir ein Original mit viel Stil und Charakter. Von Juli bis September ist Hochsaison, es stehen den Gästen 99 Doppel/Einzel-Zimmer, eine Bibliothek, Gänge mit liebevoll arrangierten Antiquitäten und Accessoires sowie ein Speisesaal zur Verfügung. Ursprünglich und gemütlich mit Korbmöbeln bestückt, lädt der Wintergarten mit Blick in den kleinen Park zum Plausch ein. Nostalgiker werden das SPA in der ehemaligen Kapelle und das Thermalbad mit Original Wand- und Bodenfliesen mögen. Direktorin Sonia Hernandez führt uns engagiert durch die Gänge. Man hat durchaus Interesse an deutschen Gästen, lernen wir doch auch gleich bei unserer Ankunft einen Rezeptionisten kennen, der hervorragend deutsch spricht.

Das Örtchen selbst liegt idyllisch am Rio Miera, direkt am Endhaltepunkt der S-Bahn mit Ziel Santander. Wer einerseits Ruhe genießen und als Highlight auch mal die Stadt erkunden will, ist auch dafür genau richtig. Eine kleine „Hütte“ am Fluss entpuppt sich als Tourist-Information, die sympathische Dame spricht deutsch und versorgt uns plaudernd und lachend mit vielen guten Tipps und Kartenmaterial. Denn insbesondere die Täler der Tas-Region gäbe es zu erkunden. Leider fehlt uns die Zeit – wir geben diesen Kantabrien-Tipp aber gerne hier weiter.

 

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Balneario Lierganes: Außenansicht // Direktorin Sonia Hernandez // Spa in ehemaliger Kapelle 

 

Balneario Puente Viesgo

Ebenfalls noch in Kantabrien, Nordspanien gelegen und nur ein paar Kilometer entfernt, lädt das 4 Sterne Gran Hotel Balneario Puente Viesgo zum Verweilen und Kuren ein. O.k., zugegeben, das Wetter (strömender Regen) hätte bei unserer Besichtigung besser sein können. Beatriz und Alejandro zeigen uns mit Stolz das Haus. Im 3. Stock sind die Zimmer bereits modern gestaltet, die geschmackvollen Lichtinszenierungen im Flur erzeugen eine heimelige Atmosphäre. Der schöne, ansprechender SPA-Bereich ist genau das Richtige im November und man möchte gleich die Straßenkleidung gegen den Bademantel eintauschen. Der Arzt spricht englisch, behandelt werden Rheuma und Arthritis, auch mit Atemwegsbeschwerden und kardiologischen Befunden findet man sich hier ein.

Das Gran Hotel überzeugt mit 135 Zimmern, free Wifi, einer kleinen Parkanlage mit Cafeteria – unterirdisch auch direkt vom Hotel erreichbar – und einem bei Sonnenschein sicherlich attraktiven Fußweg am Fluss entlang.

 

AuenaufnahmePuenteViesgoGranHotel  PuenteViesgoZimmerbeispiel  CafeteriaPuenteViesgo

Balneario Puente Viesgo: Außenansicht // Zimmerbeispiel // Cafeteria in Parkanlage

 

Ja, es ist Mitte November, aber trotzdem sehnen wir uns nun nach Sonne und Wärme, schließlich sind wir zum Überwintern Richtung Süden unterwegs. Sturm und Regen hatten wir jetzt genug. Vielleicht sind wir auch zu spät dran? Oder die falsche Route?

Nun ja, wer Kantabrien und Asturien kennt, weiß, wir entdecken auf unserer weiteren Tour wunderschöne Ein- und Ausblicke in Landschaften, Berge, Täler und Wiesen. Zahlreiche Pilger mit Wanderstock und Rucksack, unterwegs nach Santiago de Compostela, kreuzen unseren Weg. Bewundernswert diese Ausdauer, führt der Weg doch teilweise direkt an der Schnellstraße entlang, von deren quälenden Fußschmerzen ganz zu schweigen.

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Landschaftsimpression Asturien // Achtung: Pilger kreuzen! // Stadtmauer Astorga

Isla de la Toja

Und plötzlich kommt die ersehnte Wärme ganz unverhofft doch noch: Der Atlantik glitzert in der Sonne, das 5 Sterne Gran Hotel La Toja liegt auf einem wunderschönen Fleckchen Erde in Isla de la Toja, bei Pontevedra in Spanien. Stil, Ruhe und Luxus empfangen den Gast, der hier urlauben, kuren oder einfach relaxen möchte! An der Rezeption und im SPA-Bereich wird neben spanisch auch englisch gesprochen. Ob stilvoll beim Dinner oder entspannt im Außenpool, der faszinierende Blick auf den Atlantik ist zudem bei vielen Zimmern garantiert. Im Meerwasser baden ist außerdem im Innenpool und in den Jacuzzi möglich. Monica führt uns durch den SPA-Bereich des 5-Sterne-Hotels. Im Sommer, so erzählt sie, sind auch deutsche Gäste gerne hier und lassen sich verwöhnen. Es werden Kuranwendungen, Heilbäder mit Mineralwasser und verschiedene Massagen angeboten.

 

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Gran Hotel La Toja: Eingangsbereich // Außenansicht mit Poolanlage // Restaurant

Neben dem Gran Hotel befinden sich auf der Isla de la Toja (Pontevedra, Galicien) zwei weitere, interessante Hotels. Das Hotel Hesperia Isla de la Toja - ebenfalls mit Balneario und das Hotel Louxo, das Thalasso-Anwendungen mit Meerwasser anbietet.

Die Insel selbst hat einen sehr privaten Charakter, die Anfahrt erfolgt über eine Brücke von A Grove nach Isla de la Toja. Leider gehören die Kurhotels von Isla de la Toja nicht zu den vom Europäischen Heilbäderportal anerkannten Orten, so dass die Kostenübernahme durch deutsche Krankenkassen bei längeren Aufenthalten nicht gewährleistet ist. Einen Kurzbesuch und ein entspanntes Wochenende lohnt die kleine Insel auf jeden Fall.

 

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Hotel Hesperia Isla de la Toja // Anfahrt über die Brücke // Hotel Louxo

 

Balneario Mondariz

Unsere letzte Kur-Station in Nordspanien liegt etwas versteckt. Verwunschene Wege durch den Wald führen uns Kilometer für Kilometer nach Mondariz. Möglicherweise ist genau das der gesuchte Garant für Ruhe und Erholung. Ein Thermalbad, auch für die Öffentlichkeit zugänglich, eine Quelle für die Trinkkur und ein 18 Loch Golfplatz in unmittelbarer Nähe - das Balneario Mondariz bietet viel für einen entspannten Aufenthalt. Carlos zeigt uns das 194-Zimmer-Haus, das auch als Konferenz- und Kongresshotel geeignet ist. Mit über 95% spanischen Gästen wird klar, Deutsche haben diese Idylle noch nicht für sich entdeckt. Die Quelle selbst besteht bereits seit 1873, die Hotelbauten sind imposant, das Hotelrestaurant überzeugt mit Blick ins Grüne, die Zimmer wurden großzügig und mit Charme eingerichtet, die Wege sind kurz. Wir spüren geradezu, hier gehen Idylle und Ruhe Hand in Hand für den Kurerfolg.

 

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Balneario Mondariz: Hotel Park Mondariz // Lobbybereich // Mondariz-Quelle

Lo Pagan / San Pedro del Pinatar

Einen weiteren Abstecher zum Thema Kur in Spanien machen wir auf unserer Rückreise über das spanische Festland. Gesund und heilend: Die Schlammbäder von Lo Pagan / San Pedro del Pinatar - direkt unter freiem Himmel. Empfohlen bei zahlreichen Hauterkrankungen, eine auf die Haut aufgetragene Schlammschicht absorbiert alle Toxine aus dem Bindegewebeumfeld. Zudem sollen die Schlämme in Fällen von Rheuma, Arthritis, Gicht und bei Reha-Behandlungen nach Knochenbrüchen entzündungsreduzierend wirken. Im Januar ist es jedoch zu kühl, da man den Schlamm mit Meerwasser abwaschen muss. Die lange Promenade lädt trotzdem zu Spaziergängen ein, das gesamte Mar Menor ist eine stark salzhaltige Lagune.

 

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San Pedro del Pinatar: Promenade // Paradies für Kite-Surfer // Holzsteg zum Schlammbad 

 

Portugal

 

Termas de Moncao, Portugal

Zwischen den beiden Kurstädten Mondariz und Moncao liegen nur ein paar Kilometer, jedoch trennt sie der Grenzfluss Rio Minho und die Zugehörigkeit zu Spanien bzw. Portugal. Klein aber fein zeigt sich die Therme in Moncao, somit direkt an der Grenze zu Spanien. Ein Spaziergang am Fluss entlang zur Altstadt lohnt sich. Zwei Hotels befinden sich in unmittelbarer Nähe des Thermalzentrums, das mit hydrotherapeutischen Einrichtungen punktet.

 

MoncaoTermas  MoncaoFlussMinho  Coimbra

Therme in Moncao // Grenzfluss Rio Minho // Universitätsstadt Coimbra 

 

Termas Sao Jorge

Es gibt einige, kleinere und damit auch versteckt gelegene Kurbäder in Portugal. Eines davon ist Termas Sao Jorge. Das Therapiezentrum liegt in unmittelbarer Nähe zur Quelle in einem kleinen Kurpark, ein Hotel ist hier nicht direkt angeschlossen. Das Thermalwasser ist warm, moderne Atemwegstherapien werden neben Fango und Massagen angewandt. Gerne kommen auch Portugiesen, die in Deutschland leben, erklärt uns Carina beim Rundgang. Jeder Kurgast erhält seine eigene Box für die Atemwegstherapie, die Menge der gepackten Köfferchen lässt auf viele Kurgäste schließen.

 

 

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Termas Sao Jorge: Kurzentrum // Atemwegstherapie // Vichy Therapie

 

Monte Real - Hotel Termas SPA

Eine Perle erwartet uns bei unserem nächsten Stopp. Dieses einzigartige Resort liegt zwischen Porto und Lissabon und wurde im Jahr 2009 für rund 30 Mio. Euro renoviert und erweitert. Luis Mexia Alves, Director Geral, ist Enkel des Gründers und unser Gesprächspartner im Resort Monte Real. Er führt uns durch die großzügige Anlage. Der Komplex umfasst das repräsentative Palace Hotel inklusive Tagungsräumen, die Trinkhalle mit angrenzendem Therapiezentrum und ein SPA für Wellness und Ruhe. Das Palace Hotel überzeugt mit 101 Zimmern und gehobenem Standard. Das Haus gibt sich außen gediegen und innen modern. Die großzügige Anlage wird gerne für Firmenveranstaltungen und Incentives genutzt. Der deutsche Markt ist interessant für unseren Gastgeber, schließlich ist Monte Real sehr gut über die Flughäfen Porto und Lissabon sowie die Autobahn erreichbar. Das kulturelle Angebot attraktiver portugiesischer Städte wie Nazaré, Fatima, Alcobaca oder Coimbra kann sich zudem sehen lassen.

Der SPA-Bereich mitten im Grünen besticht durch Ruhe, Eleganz und hochwertige Materialien, maximal 20 erwachsene Gäste nutzen die rund 1.600 qm des Wellnesstempels gleichzeitig. Ob Fitnesstraining, Bäder oder Massagen, hier steht die Erholung mit ZEN-Wellness an erster Stelle. Deutsche Gäste nutzen neben dem Hotelservice, diesen Teil der Anlage am liebsten, erklärt uns der Hausherr. Die Gäste sind überwiegend in der Altersklasse zwischen 25 und 45 Jahren, man gönnt sich ein Wellnesswochenende oder nutzt die Gelegenheit zur Gewichtsreduktion.

Die Therme ist gut organisiert und für Kurgäste von März bis Oktober geöffnet. Wir dürfen trotz Schließzeit und Reparaturarbeiten einen Blick hinter die Kulissen werfen. Bis zu 600 Kurgäste erhalten in der Hochsaison täglich im Thermalbereich unterschiedlichste Anwendungen zur Behandlung von Asthma, Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen. Diätanweisungen des Kurarztes landen direkt in der Küche des Hotels zur Umsetzung. Die Trinkhalle ist ein Teil der Therme von Monte Real. Das Mineralwasser ist heiß und kalt, rund 20 Wasserproben pro Woche per Zufallskontrolle garantieren die Wasserqualität.

 

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Monte Real Palace Hotel // Director Geral Luis Mexia Alves // Trinkhalle


Termas das Caldas da Reinha, Portugal

Geschichtsträchtigen Boden betreten wir in Caldas da Reinha. Bereits 1485 gründete Königin Dona Leonor hier das Hospital Termal das Caldas da Reinha und damit das älteste Thermalbad der Welt mit einer heute fünfhundertjährigen Geschichte. Derzeit ist das Krankenhaus mit Thermalbad allerdings vorübergehend wegen mangelhafter Wasserqualität geschlossen. Am Eingang des hübsch angelegten Kurparks mit altem Baumbestand führen   Wegweiser und Hinweisschilder durch die Jahrhunderte und zeugen von der Bedeutung des Bades in früheren Zeiten. Ein Tipp nebenbei: Ein paar Meter die Straße hoch, gegenüber des öffentlichen Parkplatzes befindet sich die portugiesische Porzellanmanufaktur Bordallo Pinheiro Factory mit Direktverkauf.

 

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Caldas da Reinha: Krankenhaus mit Thermalbad // Gedenkstein // Kurpark

 

Palacio Estoril - Hotel, Golf & Spa

Unsere Fahrt führt uns weiter Richtung Estoril. Eine Stadt am Atlantik nahe Lissabon, bekannt für Motorsport, die königliche Familie sowie für das größte Casino in Europa und gleichzeitig das älteste in Portugal. Fußläufig zum Strand und zum Casino liegt das 1930 erbaute 5-Sterne Hotel Palacio Estoril. Direkt verbunden mit einem "Bademantel-Gang" bieten Termas Estoril und das 2010 eröffnete Banyan Tree SPA Wellness und Entspannung pur. Eben GRAND & COSY. 161 edle Zimmer, davon 32 Suiten warten auf den anspruchsvollen Gast. Garten und die Poolanlage grenzen direkt an den Park des Casinos, ein Golfcourse mit 18 Loch ist nur 1,5 km entfernt. Deutsche Gäste zählen zu den TOP 5 des internationalen Publikums und sind gerne gesehen. Im Juli und August ist in der sogenannten „luxuriösen Nachbarschaft“ von Lissabon durchaus fast alles ausgebucht, berichtet uns Salesmanager André Araújo e Sá. Leider ist eine Terminvereinbarung mit Vera, Managerin bei Termas Estoril in unserem Zeitfenster nicht möglich, so dass wir die Termas Estoril mit Banyan Tree SPA nicht besichtigen können.

 

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Hotel Palacio Estoril Außenansicht und Gartenblick // Termas Estoril und Banyan Tree SPA

 

www.termasdeportugal.pt

Kur in Portugal – ein durchaus interessantes Thema, das wir mit GM Joao Pinto Barbosa von Termas de Portugal erläutern. Wir treffen uns in seinem Büro mitten in Lissabon. Bei der 1996 gegründeten ASSOCIAÇÃO DAS TERMAS DE PORTUGAL geht es hauptsächlich um Marketing und Lobbyarbeit. Mit momentan 38 Mitgliedern widmet sich die A.T.P. der Förderung sowie der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Thermalbehandlungen und der portugiesischen Thermalbäder. Der Verband repräsentiert damit Portugal und seine Kurstädte, um den Tourismus anzukurbeln.

Für deutsche Kurgäste möchte man gerne eine Tür öffnen, allerdings wird dies noch Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen. Die erste deutsch/englische Broschüre ist über das Onlineportal zu beziehen, die Websiten sind ebenfalls in deutscher Sprache. Derzeit organisiert man von Seiten des Verbandes Inforeisen für die Mitglieder in deutsche SPA-Zentren, um den deutschen Markt besser kennen zu lernen. Erste Erfahrungen zeigen, im privat genutzten portugiesischen SPA-Sektor genügt es meistens, englischsprachiges Personal zu beschäftigen. Doch man ist sich bewusst, dass für einen wöchentlich laufenden Kurbetrieb natürlich deutschsprachiges Personal in Portugal benötigt wird. Zudem fehlen deutsche oder deutschsprachige Ärzte. Alles elementare Punkte, die gegeben sein müssen, darüber sind sich GM Joao Pinto Barbosa und ein aktiver Kreis seiner Verbandsmitglieder einig. Einige moderne und im Hochwertbereich angesiedelte Häuser haben sich bereits zusammengeschlossen, um zukünftig den Markt noch effektiver zu bearbeiten. Dazu gehört auch Monte Real, dem wir ein paar Tage zuvor unseren Besuch abstatteten. Man ist sich einig, dass Portugal durchaus große Chancen hat, für den deutschen Markt attraktiv zu sein. Erste Versuche der Kontaktaufnahme in Deutschland startet der Verband mit der diesjährigen Teilnahme an der ITB in Berlin. Man darf also gespannt sein, was in den nächsten Jahren an Angeboten und Packages aus Portugal kommt. Immerhin punktet das Land darüber hinaus mit attraktiven Sehenswürdigkeiten, Sonne, Strand und Meer sowie einem großen kulturellen Angebot.

 

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Cabo da Roca // Termas de Portugal: GM Joao Pinto Barbosa // Kuranwendung Bad-Massage

 

Unsere Recherchen in verschiedenen Kurstädten in Spanien und Portugal hat gezeigt, dass es viele interessante Angebote in unterschiedlichen Preis- und Sternekategorien gibt. Genaues Hinschauen und Durchrechnen lohnt sich. Wer nun Lust auf Kur und Auszeit bekommen hat, die Kur- und SPA-Angebote stehen Selbstzahlern selbstverständlich ohne zeitliche Begrenzung ständig zur Verfügung.

Wer eine Kur im Ausland über die Krankenkasse beantragen und abrechnen möchte, findet hier einige hilfreiche Tipps:

Blog: Kur im Ausland? Vier Fragen - vier Antworten!

 

EinleitungAbendstimmungPraiaPintadinho  VictoriaBlickGolfplatz  EinleitungMdPEingang


Negativbeispiele - gerade deshalb machen wir uns ein Bild vor Ort!

Wir legten mit unserem 
Büromobil auf der knapp dreimonatigen Tour rund 8.500 km zurück. Und auch diesmal hat sich erneut bewahrheitet: Wer uns kennt, weiß, eine Internetrecherche ist für die Vorbereitung gut und praktisch, doch erst wenn man bewusst Gespräche und Besichtigungen vor Ort macht, sieht man, ob Hochglanzfotos und Internetpräsenzen mit der Realität auch zusammen passen! Lassen wir jedoch die Frage offen, was die eigentlichen Beweggründe der Anbieter sein könnten.

Eden Resort, Albufeira, Portugal 

Eine gut gestaltete Internetseite und ein sehr schöner Name, der leider nur viel verspricht. Wenn dies der Garten Eden sein soll, möchten wir nie ins Paradies kommen! Nachmittags um 16 Uhr vergnügen sich bereits zahlreiche grölende, angetrunkene britische Gäste mit Bier aus Plastikbechern direkt im Umfeld des Foyers. Die Gartenanlage ist lieblos und schlecht gepflegt, der Putz und Ausschilderungen haben ebenfalls schon bessere Zeiten gesehen. Unser Ansprechpartner lässt uns erst warten und sich dann, entgegen der Terminvereinbarung, überhaupt nicht blicken. Desinteressiertes Personal und eine Gebühr von 50 Cent pro Taxiruf sprechen für sich. 

Residencial Paradise Sol, Pego, Spanien 

Ortsansässige kennen die Anlage nicht, kein Schild deutet darauf hin, dass diese im deutschsprachigen Netz so umfangreich beworbene Seniorenwohnanlage überhaupt existiert. Ein großes rotes Gittertor mit Gefängnischarakter versperrt Sicht und Weg in die Anlage. Ein Bewohner zieht gerade mit einigen Schränken und Elektrogeräten ein; andere, freundliche deutsche Probewohner unterhalten sich mit uns und zeigen uns auf ihre Einladung hin sogar ihre Mietwohnung. Wir meinen allerdings, bei jedem Wort eine gewisse Angst der Mieter zu spüren und fragen uns, warum eigentlich? Irritiert hat uns zudem, dass der Eigentümer im Nachgang per Mail unseren Besuch vor Ort als unwahr bezeichnete und er uns darauf hinwies, dass sie ohne Termin keine Fremden in die Anlage lassen.

Wenngleich die Internetpräsenz im aktuellen Zeitraum suggeriert, dass alles fertig ist, zahlreiche organisierte Aktivitäten stattfinden und dieses betreute Wohnen mit bezahlbarem Lebensabend einhergeht, ist die von uns besuchte Anlage bestenfalls erst im Aufbau. Wie im Übrigen vergleichbar dem anderem Konzept des gleichen Anbieters in Palomares, dem wir ebenfalls erst nach langer Suche und Nachfrage auf die Spur kamen. Aus unserer Sicht scheint es, als mache man vorrangig mit leerstehenden Immobilien Geschäfte und dafür bestens geeignet könnten vertrauensselige Senioren aus dem Ausland sein. Grundsätzlich ist Marketing eben extrem geduldig. Und ob die Gäste, die leider erst vor Ort erkennen, dass es eine Diskrepanz zwischen Wunschtraum und Realität gibt, dies als Entschuldigung auch gelten lassen – wir wissen es nicht! 

 

LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Reisereportage Teil 4:
Innovative Konzepte für Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen 

Selbstverständlich gibt es immer mal wieder Überschneidungen in den Bereichen Immobilien, Langzeitaufenthalte und Seniorenresidenzen. Dazu gehören Resorts, die auch Apartments verkaufen oder Seniorenresidenzen, in die man sich Langzeit einmieten kann. Daher komprimieren wir hier alles rund ums Seniorenwohnen und gehen ebenso gezielt auf den Erwerb von Immobilieneigentum in Senioren-Wohnanlagen bzw. Seniorenresidenzen ein.

Somit entdecken Sie hier Ideen und Umsetzungen von Immobilienentwicklern, die speziell für die Zielgruppe 50plus durchdachte Lösungen unterschiedlichster Art realisiert haben. Im Vordergrund der eigenen Entscheidung stehen dann die persönlichen Bedürfnisse und der individuelle Wunsch an Dauer, Ort und Umfeld. Ergänzend haben wir Pflegeeinrichtungen besucht, um Ihnen auch hier einen authentischen Eindruck zu vermitteln.

 

Portugal

 

Camelia Hotel & Homes Guimaraes

Die Altstadt von Guimaraes gehört zum Welterbe der UNESCO, die Stadt gilt als „Wiege der Nation“ und liegt mit seinen 52.000 Einwohnern rund 45 km nordöstlich von Porto. Etwas außerhalb der Innenstadt überzeugt uns die Residenz Camelia Hotel & Homes mit seinem für internationale Gäste offenen Konzept. Geeignet für Langzeitaufenthalte oder Pflege und auch als Hotel für die Zielgruppe 55plus bzw. Handicap ist die Anlage durchgehend barrierefrei gestaltet und wird von internationalem Publikum gerne gebucht.

Management, Krankenschwestern und Staff sprechen neben portugiesisch auch englisch. 27 Zimmer, davon 19 Standard und 8 Suiten, eine 24 Stunden Betreuung durch Krankenschwestern sowie die Möglichkeit zu Physiotherapie und Massagen ermöglichen einen unbeschwerten wie betreuten Urlaub oder Langzeitaufenthalt.

Die Standardzimmer sind mit barrierefreiem Bad und Alarmsystem am Bett und im Bad ausgestattet. Eine Kitchenette ist integriert, jedoch können alle Mahlzeiten im Restaurant eingenommen werden.

Während unseres Besuchs sehen wir ansprechend gedeckte Tische im Restaurant. Wir werden spontan Zeuge von der liebevollen Betreuung und der persönlichen Hilfestellung beim Mittagessen. Eine Übernachtung kostet im Standard-Doppelzimmer für zwei Personen 90 Euro, zuzüglich Verpflegung. Ein eigener kleiner Park lädt zum Verweilen ein. Weitere Ruhe- oder Plauderplätze sind auf den Fluren immer mit Tageslicht und Aussicht verfügbar. Der Pool mit Jacuzzi ist auf kurzem Weg direkt durchs Haus erreichbar – die Lage sichert einen schönen Blick in den Park.

 

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Camelia Hotel & Homes Guimaraes: Parkanlage // Standardzimmer // Innenpool mit Jacuzzi

 

Gardenias Living Homes & Wellness, Portimao

Ende 2012 eröffnete in Portimao an der Algarve die Gardenias Living Homes & Wellness. Unter anderem auch an deutschsprachige Interessenten gerichtet, werden betreutes Wohnen und individuelle Pflege mit Betreuung auf der Website beworben.

Dies weckt unser Interesse und wir besuchen die umzäunte Anlage mitten in einem Wohn- und Neubaugebiet von Portimao. Vier Gebäude mit unterschiedlichen Funktionen bieten einerseits Apartments zum Kauf, andererseits Suiten, bestehend aus Schlafzimmer mit En-Suite-Bad sowie Wohnräume mit Küche zur Gemeinschaftsnutzung und zur Miete. Jedes Apartment ist auf hohem Niveau ausgestattet. Inhaberin Dina Santos legt Wert auf Komfort und modernes Ambiente. Bei Bedarf kommen auch Treppenlifter zum Einsatz. Das Passivhaus bietet angenehme Wohlfühltemperaturen, der direkte Zugang zur Parkgarage ist komfortabel. Ein 24 Stunden Nursing-Notknopf funktioniert übers Telefon. Zudem sind überall WIFI und internationale TV-Sender verfügbar. Eigene Möbel könnten mitgebracht werden, die Apartments sind jedoch voll ausgestattet.

Die Inhaber Dina und ihr Ehemann Miguel Bigodinho führen uns kurz vor Weihnachten durch die derzeit noch fast unbewohnte neue Anlage, die einerseits vielversprechend aussieht, andererseits dringend Gäste benötigt. Geplant sind zukünftig zubuchbare Serviceleistungen mit der Bronze-, Silber- oder Goldcard. Diese beinhalten dann u.a. fünf Mahlzeiten pro Tag, Putz- und Wäscheservice, medizinische Versorgung, Physiotherapie und je nach Card auch Ausflüge. Ein deutschsprachiger Arzt wird feste Sprechzeiten anbieten oder kommt bei Bedarf. Das innovative Konzept vereint somit das Wohnen in einer Wohngemeinschaft innerhalb der Apartments, jedoch mit Premiumanspruch.

 

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Gardenias Living: Außenaufnahme // Treppenlifter optional // Apartment-Gemeinschaftsküche

 

Monte da Palhagueira - Retirement Village & Nursing Home

 

Nur 20 Fahrminuten von Faro entfernt befindet sich die attraktive und idyllisch in eine gepflegte Parkanlage gebettete Seniorenwohnanlage Monte da Palhagueria mit direkt angeschlossenem Pflegeheim. Eigentümer und Betreiber ist die britische "The Amesbury Abbey Group".

Die hochwertige und landestypisch gestaltete Anlage für die Zielgruppe 55plus umfasst 33 individuelle Villen zur Selbstversorgung. Wer hier wohnt, genießt die Ruhe, das eigene Domizil und die Annehmlichkeiten von Sicherheit, Pool- und Gartenanlage sowie Putzservice. Direkt angeschlossen sind die öffentliche Kirche St. Luke und ein öffentliches Restaurant. Ein Taxiservice bringt die Bewohner zum Einkaufen oder Bummeln in die Stadt. Der Gemeinschafts-Pool ist speziell mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet. Sitzgruppen im Park laden zum Plausch mit Gleichgesinnten ein. Ganz wichtig für viele Senioren: Hunde und Katzen sind als Haustiere erlaubt. Wer Anschluss sucht, findet ihn, wer alleine sein möchte, zieht sich ins Haus zurück.

Im Park begegnen wir einer Engländerin. Wir sprechen sie an und sie plaudert fröhlich und offen, wie sehr sie ihren Aufenthalt hier seit ein paar Monaten genießt. Sie hat ein Haus gekauft, fühlt sich sicher, hat nette Nachbarn und ihr geliebter Hund darf mit ihr im Haus wohnen. Managerin Debbie Roberts erläutert uns das Vertriebskonzept der Villen. Bei Auszug oder wenn die Eigentümer versterben, kann das Haus nur an die Company zurück verkauft werden. So wird sichergestellt, dass die Anlage ihrer Bestimmung auch langfristig gerecht bleibt.

Ebenso wohnlich, familiär und lichtdurchflutet empfängt uns auch das Foyer der Pflegeeinrichtung - rechts Zimmertüren, links der Eingang zum Speisesaal. 20 Pflegeplätze in großzügigen Einzelzimmern stehen zur Verfügung, das Personal spricht englisch, holländisch, deutsch und portugiesisch. Der Aufenthaltsraum der Pflegeeinrichtung im ersten Stock begeistert mit einem phantastischen Blick über die umliegenden Hügel. Im Haus wird gelacht und die Atmosphäre ist äußerst angenehm und heimelig. So möchte man alt werden, denken wir uns bei der Abreise und genießen einen letzten Blick in den Garten und über die Anlage.

 

MdPFoyer  MdPgepflegteGartenanlage  MdPPoolanlage

Monte da Palhagueira: Foyer Pflegeeinrichtung // Gartenansicht Villen // Gemeinschaftspool

The Residences at Victoria Clube de Golfe, Vilamoura

Die 2009 eröffnete Apartmentanlage ist hochwertig gebaut, eingebettet in den Golf Course des Victoria-Golfplatzes, konzipiert als gated community und bietet 2- und 3-Schlafzimmer-Apartments zum Kauf oder zur Miete an. Interessant ist die "The active 55+ community".

Die voll ausgestatteten Apartments verfügen als T2 über 129qm, als T3 über 150qm. Küche, Schlafzimmer mit eigenem Bad, Waschmaschine / Trocknerkombination und Klimaanlage. Das Sicherheitssystem mit direkter Anbindung an die 24 Std.-Rezeption bietet darüber hinaus Wohlfühl-Komfort. Großzügige Balkone laden beispielsweise mit Blick auf Loch 8 und 9 zum Relaxen und Sonnenbaden ein. Ein separater Kellerraum und jeweils zwei Tiefgaragenparkplätze pro Wohnung komplettieren das Angebot.

Die Außenanlage verfügt über eine schöne Poolanlage; ein Fitnessraum und das Hallenbad erfreuen sich zudem großer Beliebtheit. Der SPA-Bereich des gegenüber liegenden Tivoli Hotel kann kostenfrei genutzt werden. Mit dem Fahrrad oder Auto erreicht man in wenigen Minuten den bekannten Yachthafen von Vilamoura und wunderbare Sandstrände mit Sonne satt und Nachtleben.

Unser Gesprächspartner Constantino Jordan hat in der Schweiz studiert und verfügt mit seinem Team über ein breites Spektrum an Erfahrungen in der portugiesischen Tourismusindustrie und der Immobilienentwicklung. Er hat die Bedürfnisse der Generation 55plus erkannt, ergänzend weiß er Mentalität und Gepflogenheiten deutschsprachiger Interessenten einzuschätzen und hat deshalb das "Seniors Club Apartments"-Programm ins Leben gerufen. So berichtet er uns beispielsweise von portugiesischen Kliniken, die Verträge mit deutschen Krankenkassen schließen. Aber auch Privatkliniken fördern mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis den Medizintourismus nach Portugal. Für sein Projekt sieht Constantino Jordan daher die Erwartungshaltungen an Sicherheit, hochwertige Bausubstanz und schnelle wie gute medizinische Versorgung im Vordergrund bei der Entscheidungsfindung für ein hochwertiges Apartment im Süden. Wer nach dem Kauf beim Vermietungsprogramm teilnehmen möchte, verpflichtet sich, die überall gleiche, hochwertige Ausstattung der Wohnungen zu gewährleisten.

 

VictoriaApartmentanlage  VictoriaConstantinoJordan  VictoriaInneneinrichtung

The Residences at Victoria Clube de Golfe: Poolblick // Constantino Jordan // Zimmeransicht

 

Spanien 

 

Alte Bekannte und neue Kontakte

Auf dem Weg zurück nach Deutschland nutzen wir die Gelegenheit, unsere Route über das spanische Festland erneut mit interessanten Residenzen und Wohnprojekten zu bereichern. Ergänzend zu unserer Spanien-Tour im März 2013 recherchierten wir im Vorfeld weitere Anbieter und statteten einigen „alten“ Bekannten gerne nochmal einen Besuch ab.

Dabei erfahren wir, dass Heike und Helmut Kraft ihren WG-Traum modifiziert haben und nun nach Investoren für ein Landhotel auf ihrem wunderbaren Grundstück in der Nähe von Beniarbeig suchen. Die Pläne sind genehmigt, der Bau kann kurzfristig losgehen. mehr  

Helena Quintas hat zwischenzeitlich das Management im Adorea Benalmadena mit Apartments fürs Wohnen mit Service ab 55plus übernommen. Die ersten deutschen Gäste verbrachten zwei bis drei Monate Langzeitaufenthalt in der gemütlichen Anlage. Zukünftig gibt es noch mehr Aktivitäten wie beispielsweise Ausflüge mit dem Minibus. Wer trotzdem Ruhe haben möchte, erläutert uns die mehrsprachige und engagierte Tourismusfachfrau, findet diese selbstverständlich nach wie vor. Wenn die Familie oder ein Partner dringend Urlaub benötigt, kann die Tagespflege von pflegebedürftigen Angehörigen in der gegenüberliegenden Seniorenresidenz organisiert werden. Für alle Beteiligten eine win-win-Situation, die es zu nutzen gilt. mehr

 

BenalmadenaMarina  AdoreaBenalmadenaRestaurant  adorea benalmadena - eingang apartments

Benalmadena: Marina // Meerblick aus dem Adorea Restaurant // Adorea Apartmenteingänge

 

In den Solvida Apartments in Beniarbeig lernen wir diesmal Geschäftsführer Harald Wolff kennen, der uns stolz erläutert, welchen Zulauf sein Konzept des Betreuten Wohnens in Apartments verzeichnet. 2013 sprachen wir bereits mit Renate Nowarre darüber, nun wird es Realität: Erfreut berichtet er uns von der anstehenden Neueröffnung des Centro Medico Acuario im Februar 2014 nach umfangreicher Neugestaltung und Renovierung. Das gut ausgestattete Privathospital mit Facharztzentrum und 19 modernen und komfortablen Zimmern ist eine ideale Ergänzung zum betreuten Wohnen Solvida. Mit wenigen Schritten durch den gemeinsam gestalteten und genutzten Park ist für die Bewohner von Solvida umfassende medizinische Betreuung 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr jederzeit erreichbar. Ein abschließender Besuch im Aufenthaltsraum zeigt uns, hier wird trotz eigener Wohnungen wirklich gemeinsam gelebt, gelacht, gegessen und das Alter genossen! Denn organisierte Aktivitäten, Veranstaltungen und die gemeinsamen Mahlzeiten werden gerne von den Bewohnern angenommen! mehr

 

Gesichter einer Stadt: Benidorm

Wer an Benidorm denkt, sieht Hochhäuser, Touristen und Partyzone vor sich. Doch Benidorm bietet viel mehr - insbesondere für Senioren! Die lange Promenade und der Strand laden zum erholsamen Spaziergang, zum Flanieren oder zum Jogging und Walking ein. Genuss pur: das Klima und die Sonne. Die Abendstimmung am schönen Sandstrand von Benidorm beeindrucken ebenso wie die Skyline. Direkt an der Promenade gelegen, bietet die Cafeteria Roman Nachmittagstanz für Senioren. Der rege Zuspruch gibt dem Konzept Recht.

 

BenidormFlaniermeile  BenidormSkyline  BenidormAbendstimmung

Benidorm: Flaniermeile am Strand // Skyline // Abendstimmung

Apartamentos Ciudad Patricia Senior Resort, Benidorm

Etwas abseits und damit ruhig gelegen haben wir einen Termin in den Apartamentos Ciudad Patricia, Benidorm, einer Residenz mit Apartmentanlage, Komfort, Sicherheit und Service. Das Haus steht unter holländischer Leitung, die Bewohner sind international. 175 Apartments, deutschsprachiges Personal, Restaurant, Rehabilitations-Zentrum und SPA garantieren ein unbeschwertes Leben in der Sonne Spaniens.

Die Apartments werden derzeit verkauft oder man erwirbt ein lebenslanges Wohn- und Nutzungsrecht. Eigene Möbel können mitgebracht werden, vor der Übergabe wird die Wohnung komplett renoviert. Probewohnen ist natürlich möglich, erklärt uns Elvira Cardenas, seit acht Jahren für den Apartmentvertrieb zuständig, während unseres Rundgangs durch die ansprechende Anlage. Die Zugänge zu den Apartments sind Rollstuhl- und Rollatorgerecht. Die internationalen Bewohner pflegen ein angenehmes Miteinander, wie wir auf der Sonnenterrasse beim morgendlichen Bingo-Spiel live miterleben dürfen.

Die großzügige Anlage liegt ruhig im Grünen mit Blick ins schöne Umland. Eine stets aufmerksame Security und nachts geschlossene Schranken geben Sicherheit. Der Gemeinschaftspool liegt in der mit Bäumen und Blumen angelegten Gartenanlage. Mobil ist man ohne Auto auch mit der direkten Stadtbusanbindung. So geht es in fünf Minuten "runter" nach Benidorm zum Strand, für Spaziergänge, Shopping oder einfach, um gemütlich einen Kaffee zu trinken!

 

PatriciaMusterwohnung  PatriciaUebersichtsplan  PatriciaWohnungseingnge

Apartamentos Ciudad Patricia: Zimmerbeispiel // Übersichtsplan // Poolblick auf Apartments 


Residencia Ciudad Patricia, Benidorm 

Das Residencia Ciudad Patricia ist ein Pflegehotel für einen unbeschwerten Urlaub, zudem exzellenter Ort für die Rehabilitation nach einer OP und auch Pflegeheim mit ärztlicher Betreuung, Physiotherapie, Beschäftigungsprogramm und vielem mehr. Das unter holländischer Leitung stehende Haus beherbergt internationale Gäste und Bewohner. Der Blick von der Dachterrasse begeistert – auch das ist Benidorm!

Wir lernen Laura Bali kennen, sie ist seit 2009 Manager Zorghotel und spricht holländisch, deutsch, französisch und spanisch. Ihre langjährigen Erfahrungen aus der Tourismusindustrie bringt sie gerne bei der Residencia Ciudad Patricia ein, sehr zum Wohlgefallen der Gäste.

Jedes Zimmer hat einen Balkon oder eine Terrasse, der Erfolgsfaktor zur schnellen Genesung ist das Wetter! Manche Gäste erklären das Pflegehotel vielleicht deshalb kurzerhand gerne zum „Verwöhnhotel“, berichtet uns Laura schmunzelnd, der die persönliche Betreuung der Gäste sehr am Herzen liegt. Eine Notruffunktion übers Telefon, ein barrierefreies Bad und ein Safe komplettieren übrigens die Zimmerausstattung. Die Kosten für einen Tag im Pflegehotel für Urlaub oder Reha betragen inklusive Vollpension 80,- Euro; zehn bis zwölf Zimmer stehen dafür zur Verfügung. Die restlichen 50 Zimmer sind mit festen Bewohnern belegt. Eine Abrechnung von Rehamaßnahmen mit der Krankenkasse ist bei vorheriger Zusage möglich.

Das mehrstöckige Haus verfügt über verschiedene Abteilungen - auch eine Etage für Demenzpatienten mit eigenem Speisesaal ist integriert. Das Durchschnittsalter liegt bei 80 Jahren, aktiv sind die Senioren durchaus. Ob Ausflüge ins Hinterland oder zum Markt, ob basteln, malen oder Fitness. Im Therapieraum mit angrenzendem Pool für die Physiotherapie begegnen wir einer rüstigen Brasilianerin, die mit ihrem Alter und ihrem Temperament gleichzeitig kokettiert und uns munter Anekdoten aus ihrem Leben erzählt. 

 

PatriciaPflegeheimAuenaufnahme  PatriciaLauraBali  PatriciaStandardzimmer

Residencia Ciudad Patricia: Außenansicht Pflegehotel // Laura Bali // Beispiel Standardzimmer

Benimeli Club Residencial, Marina Alta

 

Ruhig im Wohngebiet und doch mitten im Dorf liegt die Seniorenresidenz Benimeli Club Residencial mit 51 Zimmern und internationalen Bewohnern. Ob Langzeit- oder Urlaubsaufenthalt, vieles ist möglich. Die Residenz steht unter spanischer Leitung und ist das einzige als Residenz betriebene Haus. Der gebürtiger Holländer Fred Mulder zeichnet verantwortlich für Rezeption und Marketing und ist bereits seit Jahren in Spanien beheimatet. Engländer und Skandinavier verbringen hier gerne ihren Urlaub oder überwintern. Die derzeit älteste Bewohnerin ist eine 102 Jahre alte Engländerin. Das Durchschnittsalter liegt ungefähr bei 90.

Wir erfahren, dass die Niederlande seit Januar 2008 keine Pflegegeldzahlungen ins Ausland mehr leisten. Soll man deshalb froh sein, aus Deutschland überhaupt noch einen Zuschuss zu beziehen? Der Kampf um Gerechtigkeit dauert übrigens nach wie vor an. mehr 

Infrastruktur und Zimmer sind vergleichbar einem Hotel überwiegend als Doppelzimmer ausgestattet, jedoch gegen Aufpreis als Einzelzimmer nutzbar. Das barrierefreie Bad ist selbstverständlich. Eigene Möbel können mitgebracht werden. Die monatlichen Preise für Aufenthalt und Pflege variieren zwischen 1.560,- und 3.155,- Euro je nach Lage und Größe der Zimmer, bzw. je nach Betreuungsaufwand. Die Mahlzeiten werden, wenn gesundheitlich möglich, im Speisesaal eingenommen, das Angebot einer internationalen Küche ist selbstverständlich.

Gegenüber dem Eingang ist extra eine kleine Parkanlage mit Sitzecken eingerichtet. Der innenliegende Patio begeistert mit Ruhe und Schatten im Sommer - immerhin findet in Spanien das Leben oft draußen statt. Die großzügige Dachterrasse erlaubt einen wunderbaren Blick in die Ferne.

 

BenimelliAuenaufnahme  BenimelliFredMulder  BenimeliPatio

Benimeli Club Residencial: Außenaufnahme // Fred Mulder // Patio

 

Fazit

 

Vielfältige Eindrücke, interessante Menschen, internationale Bekanntschaften und ganz viel pures Leben – das durften wir während unserer Tour spüren und erkennen. Erneut faszinieren uns der Mut und das zielorientierte Vorgehen der Auswanderer, die bewusst ihr Leben auf eine neue Basis stellen und sich im auserwählten Land engagieren und etablieren.

Während Portugal eher Zielgebiet für Individualisten und Einzelkämpfer ist, bietet Spanien langjährig erprobte Strukturen und zahlreiche Gelegenheiten, Gleichgesinnte für gemeinsame Aktivitäten zu treffen, insbesondere innerhalb der Zielgruppe 50plus. Wenngleich beide Länder keine Billigländer sind und die Lebenshaltungskosten in Teilbereichen durchaus an das Niveau Deutschlands heranreichen, punkten positiv die Sonne, das gemäßigte Klima und die Offenheit der Menschen.

Nach unserer Rückkehr erfuhren wir viel Lob und Anerkennung von Interessierten, Gleichaltrigen und Wissbegierigen. Mails und Telefonate wie: „Sie haben mich infiziert. Ich bin so begeistert, ich werde das auch mal ausprobieren!“ „Stimmt, davon habe ich auch immer geträumt, wenn nicht jetzt, wann dann!?“ bestärken uns in unserem Tun und unserem Engagement. Unser Tipp: Ein wenig Mut und grenzübergreifende Neugierde sind wohl die besten Begleiter, alte, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu entdecken Die einsamen Neider sollten wir dann getrost unbeachtet am Wegesrand stehen lassen. Ein Versuch, Wochen oder Monate zu überwintern, ist eine wunderbare Erfahrung, die Aufschluss darüber gibt, ob ich im Ausland leben will und kann.

Unser Zwischenfazit Überwintern finden Sie hier


Wir bleiben infiziert, versprochen! Allen, die uns auch diesmal auf unserer informativen Reise durch Portugal und Spanien unterstützt, uns Tipps und Empfehlungen gegeben haben, uns für Interviews und Führungen zur Verfügung standen, sagen wir herzlich Dankeschön! Dies gilt gleichermaßen für all die Gespräche und die Erfahrungen mit interessanten Menschen, die wir kennenlernen durften. 

 

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Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt! Verwendung aller Inhalte und Fotodaten, auch auszugsweise - und damit die Nutzung für kommerzielle oder redaktionelle Zwecke jedweder Art - nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung der Urheber.

Erst im Zusammenspiel aller Faktoren, Erlebnisse und Informationen ist es möglich, eine solche Reisereportage fundiert zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Mit unserem Wissen zu den Themen Seniorenresidenzen, Wohnen, Leben und Pflege im Ausland für die deutschsprachige Generation50plus halten wir uns stets auf aktuellem Stand. Denn ganz bewusst besuchen wir nach unserer Recherche ausgewählte Länder, um uns vor Ort von der Realität zu überzeugen. Daher bieten wir interessierten Magazinen, Tageszeitungen oder Online-Portalen an, individuelle Berichte und Artikel, wenn gewünscht auch zu Teilgebieten, gegen Gebühr anzufertigen.

Darüber hinaus stehen wir gerne für Vorträge und Interviews zur Verfügung. Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

  Text: Petra Lupp / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT

 

210 - fotograf martin in sitges  Fotos: Martin Klug / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT

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