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Reisereportage Marokko (Januar - April 2016)

Faszinierendes Marokko für europäische Winterflüchtlinge

 

Bei Marokko geraten die einen ins Schwärmen, die anderen bekommen den Angstblick in die Augen. Marokko, derzeit als letztes verbliebenes Land in Nordafrika noch gut und aus unserer Sicht sicher zu bereisen, spaltet seit ein paar Monaten jedoch die Meinungen von Überwinterern und Urlaubern aus Mitteleuropa.

Spezial: Facebook-Gruppe "Überwintern in Marokko"

Viele deutschsprachige Überwinterer kommen teils seit Jahren immer wieder nach Marokko, da insgesamt das Wetter und die Sonne etwas wärmer und beständiger sind als in Spanien oder Portugal. Dies gilt insbesondere für die Atlantikküste von Agadir nach Süden. Hinzu kommt, die Preise für Obst, Gemüse, Brot und Fisch sind günstiger, die Stellplatzgebühren ebenso. Einzig die Fährgebühren muss man zusätzlich in seine Winterkalkulation mit einbeziehen, sie relativieren sich natürlich bei längerer Aufenthaltsdauer.

In diesem Winter war ein Rückgang der sonst zahlreich vertretenen Fraktion der französischen Langzeitgäste zu verzeichnen, die aufgrund von fehlender grüner Versicherungskarte (in Deutschland ist Marokko inklusive) und einer Reisewarnung lieber in Portugal und Spanien blieb. Übrigens zum Leidwesen der dortigen Überwinterer.

Andererseits wuchs prozentual die Zahl deutscher bzw. deutschsprachiger Gäste, was die Marokkaner sehr erfreut. Diesen Zustand möchten sie gerne weiter ausbauen.

Wir haben durchgehend sehr gute Erfahrungen gemacht, interessante Menschen kennengelernt und wunderbare Landschaften durchfahren. Lassen auch Sie sich inspirieren und motivieren, dieses faszinierende Land zu entdecken!

 

Tafraoute  Mittelmeerkste  TodraSchlucht

Auf dem Weg nach Tafraoute // Entlang der Mittelmeerküste // Inmitten der Todra-Schlucht

 

Unser Fazit gleich vorab:

Marokko ist wunderschön und abwechslungsreich. Die Menschen freundlich und hilfsbereit. Die Landschaften immer wieder anders, vom Atlantik zum Hohen Atlas, vom Bergdorf ins pulsierende Marrakesch, von der ruhigen Mittelmeerküste ins Rif-Gebirge.

Die Polizei ist sehr präsent und Touristen gegenüber korrekt und freundlich. Wer sich an Verkehrsregeln hält (auch hinsichtlich Geschwindigkeitbeschränkungen), wird bei den vielen Polizeikontrollen gegrüßt und durchgewunken.

Die Infrastruktur ist gut, die Straßen größtenteils gut befahrbar, auch mit einem Wohnmobil. Gerade wir sind mit einem Musterexemplar von „wenig Bodenfreiheit“ unterwegs und trotzdem überall gut durchgekommen.

 

Das Wetter ist im Winter überwiegend sonnig. Wenn es mal regnet, freuen sich natürlich die Marokkaner. An der Küste oder auch in der Wüste weht schon mal ein kräftiger Wind, die Nächte können in den Winter- und Frühjahrsmonaten trotzdem recht kalt werden.

 

Einkaufen ist je nach Vorliebe und Standort auf dem Markt, am Straßenrand oder im europäisch anmutenden und gut sortierten Supermarkt möglich. Die Lebenshaltungskosten sind bei landestypischen Produkten günstig, für Import- oder Luxusartikel muss gewohnt tiefer in die Tasche gegriffen werden.

 

Die von uns besuchten Campingplätze sind ordentlich und empfehlenswert. Hinsichtlich der Sanitäreinrichtungen müssen vielerorts noch Einschränkungen hingenommen werden. Richtig europäisch wurde es auf zwei Plätzen, die einerseits beide sehr beliebt sind, jedoch mit Straßennamen und zahlreichen Verbotsschildern ausgestattet für Freigeister eher nicht geeignet sind (mehr in den einzelnen Berichten).

Das Freistehen wird im Landesinneren eher, an der Küste nur noch an ganz wenigen Stellen geduldet. Ein nächtliches Klopfen durch die Polizei an der Wohnmobiltür ist möglich. Die berühmt-berüchtigte und von vielen so geliebte „Platte“ bei Agadir ist geräumt. Das LEBENSDOMIZILE WELTWEIT Team hat einige Wochen im Land verbracht. Viele haben unsere Reise mit dem Wohnmobil auf unserer allgemeinen Facebook-Seite und in unserer speziellen Facebook-Gruppe „Überwintern in Marokko“ begleitet und kommentiert.

Nachstehend die ausführliche Berichterstattung zum Nachlesen, Anregen und für eigene Planungen.

 

MarktTanger  MoulayBousselham  SchneeAtlas
Olivenvielfalt auf dem Markt // Abendstimmung // Schneebedeckter Hoher Atlas

 

Inhaltsverzeichnis


Begegnungen

 

Alltagsleben auf Langzeitreisen

 

Atlantikroute

 

Gebirge und Schluchten

 

Königsstädte

 

Mittelmeerküste

 

Wüste

 

An- und Rückreise über Spanien

 


Begegnungen

 

Michaela und Liljana

 

Auf unseren Reisen interviewen wir immer wieder deutschsprachige Auswanderer. So treffen wir uns diesmal in Essaouira mit Michaela (69), seit Juli 2015 in Marokko, und Liljana (50), seit September hier. Die beiden lernten sich zufällig in ihrem Stadtteil kennen und verbringen seitdem mehrmals in der Woche gemeinsam Zeit mit Plaudern, Einkaufen oder Essen gehen. Rund 300 Euro Miete monatlich kostet etwas außerhalb von Essaouira ein Haus mit 90-100 qm, zuzüglich Wasser und Strom. Gekocht wird mit Gas, das auch für warmes Wasser sorgt.

Nach und nach lernen die Beiden die Besonderheiten des Landes, aber auch einige Marokkaner kennen, die ihnen behilflich sind im täglichen Dschungel aus Bürokratie und Alltagsüberleben.

Wir sitzen in einem Café am Strand mit Blick auf Kamele und den Sonnenuntergang. Michaela kam schon früher gerne nach Marokko und hat in einigen Gegenden ihren Urlaub verbracht. Irgendwann hat sie beschlossen, nach Marokko auszuwandern. Um den Entschluss auch verbindlich in die Tat umzusetzen, erzählte sie es all ihren Kontakten, um keinen Rückzieher mehr machen zu können. Im Sommer 2015 war es dann soweit.

 

Wir erfahren viel Interessantes über Behördengänge, Aufenthaltsgenehmigung, gesundheitliche Atteste und polizeiliche Führungszeugnisse, über Kontoeröffnung und Lebenshaltungskosten. Michaela ist stolz, bereits die Carte d'Immatriculation zu besitzen. Zuerst gilt das Touristenvisum für drei Monate, welches man um weitere drei Monate verlängern kann. Für einen Langzeitaufenthalt muss eine Aufenthaltsgenehmigung (Kosten 100 Dirham) bei der Polizeidienststelle beantragt werden. Beizulegen sind ein deutsches, polizeiliches Führungszeugnis und der deutsche Rentenbescheid, beides wird ohne Übersetzung anerkannt, alles andere muss übersetzt werden. Ein Attest aus dem marokkanischen Krankenhaus über den geistig gesunden Zustand des Antragsstellers gehört ebenso dazu wie ein gültiger Miet- oder Kaufvertrag. 600 Euro Geldeingang monatlich müssen nachgewiesen werden, zudem ist eine Kontoeröffnung notwendig. Die Aufenthaltsgenehmigung wird zunächst für ein Jahr, danach immer wieder für fünf Jahre gewährt.

Beide habe ihre Wohnung gemietet. Aufgrund geringerer Lebenshaltungskosten leben die Frauen von ihrer Rente eindeutig besser und mit viel mehr Lebensqualität als in Deutschland. Dies war - neben dem Aspekt des wärmeren Wetters - der größte Beweggrund, nach Marokko auszuwandern. Sie sind aus Deutschland abgemeldet, die deutsche Staatsbürgerschaft bleibt natürlich bestehen. Die marokkanischen Vermieter, so erfahren wir, übernehmen übrigens keine Kosten für Reparaturen oder ähnliches. Eine Krankenversicherung ist für Senioren über 60 auch in Marokko teuer, die direkte Bezahlung beim Arzt hingegen viel günstiger als in Deutschland.

Michaela wird im Juni Richtung Agadir umziehen, Liljana, die seit ein paar Jahren bereits in Frührente ist, muss nochmals nach Deutschland, um die restlichen Dinge zu regeln. Ihre Zukunft sehen beide jedoch in Marokko, wo sie sich sehr wohl fühlen.

 

EssaouiraHafen  MichaelaLiljana  EssaouiraSonnenuntergang

Quirlige Promenade in Essaouira // Michaela und Liljana // Abendstimmung am Strand 

 

Drei wichtige Hinweise nehmen wir von unserem sehr angenehmen wie kurzweiligen Gespräch noch mit:

1. Das marokkanische Konto wird in Dirham geführt, wenngleich Rentenzahlungen in Euro überwiesen werden. Da jedoch Dirham nicht aus Marokko ausgeführt werden dürfen, ist es nicht möglich, Geldgeschenke – beispielsweise an die Enkel – nach Deutschland zu überweisen.

2. Es ist immer ratsam, anderen, die sich gerne als Helfer anbieten, nicht zu sagen, was und wieviel man wirklich hat. Insbesondere vor eigenen Landsleuten ist Achtsamkeit anzuraten.

3. Als Frau fühlen sich beide in Marokko sicherer als in Deutschland; Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft sind ebenfalls größer.

 

Rosa und Rob


Doch nicht nur Deutsche wandern nach Marokko aus. Auf dem Camping Said lernen wir Rosa und Rob aus Holland kennen. Rosa arbeitet seit ein paar Wochen für ein belgisches Unternehmen in Casablanca, Rob ist Frührentner. Sie erzählen uns glücklich, dass sie nun auch eine neue und zugleich bezahlbare Mietwohnung in Casablanca gefunden haben. Die beiden freuen sich auf ihr neues Leben in Marokko. Dafür sind sie mit Katze, Wohnwagen und einigen persönlichen Gegenständen ins Land gekommen. Als Zwischenlösung wohnten sie bei Said und Saida. Der Wohnwagen der Holländer bleibt übrigens bei Camping Said auf dem Platz stehen - gerne zur Vermietung, wie wir erfahren.

Gerhard

Auf der Atlantikroute begegnet man sich immer mal wieder. So lernen wir Gerhard (70) kennen. Er genießt seit 11 Jahren seinen Ruhestand und tourt durch die Welt. Auch die von vielen erträumte Route der Panamericana in Nord- und Südamerika ist er schon mit seinem WoMo gefahren. Bei jedem Treffen plaudern wir mehr und merken, wir liegen auf der gleichen Wellenlänge. Der Weltenbummler ist bereits in jungen Jahren viel gereist, auch Marokko hat er schon mehrfach besucht. Und so tingelt er diesmal geradezu auf seinen eigenen Spuren.

 

RosaRob  FreiheitFischer  Gerhard

Gruppenfoto auf Camping Said (Rob rechts, Rosa 3. v. r.) // Gerhard und sein Weltenbummlermobil

 

Joachim, Elke, Brigitte und Frank

Für die einen bedeutet Überwintern das Umherreisen und neue Länder entdecken, für die anderen heißt es, den Alltag in den Süden zu verlegen. Wir treffen uns mit deutschen Überwinterern auf dem Campingplatz Atlanticpark d'Imourane in der Nähe von Agadir.

 

Der Platz liegt direkt am Strand, unweit der ehemaligen Platte. Die Stellplätze sind parzelliert, die Waschräume sauber. Wer möchte, geht im öffentlich zugänglichen Restaurant mit Meerblick essen oder schwimmt eine Runde im Pool.

Am Teppichhändler vorbei, vor dem zweiten Sanitärgebäude auf der linken Seite, Platz 333. So hat uns Brigitte per Mail den Weg zu ihrem Sonnendomizil beschrieben. Uns erwarten frisch gebrühter Kaffee und freundlich entspannte Gesichter. Ein Schweizer Ehepaar verabschiedet sich gerade vom Plausch, und so nehmen wir Platz in der Sonne Marokkos.

Brigitte und Ehemann Frank sind bereits zum 5. Mal hier, Elke und Joachim überwintern zum 2. Mal auf dem Platz. Traditionen wie Adventskaffee mit selbstgebackenem Kuchen, das Weihnachtsessen im Restaurant und Geburtstagfeiern mit Freunden werden bewusst gelebt.

 

Morgens beginnt der Tag mit einem ausgedehnten Strandspaziergang, die Hunde tollen vergnügt umher. Die Sonne tut ihnen gut, sie genießen das Leben vor dem Wohnmobil.

 

Wichtige Lebensmittel, wie beispielsweise echte Würstchen, werden von Deutschland mitgenommen. Obst, Gemüse, Brot, frischer Fisch oder süße Teilchen gibt es am Platz zu kaufen. Die Gruppe fühlt sich wohl, man hat Freundschaften geschlossen und hofft, so schnell keinen eklig nasskalten Winter mehr in Deutschland verbringen zu müssen.

Frank und Brigitte betrieben früher ein Speditionsunternehmen, heute genießen sie von Oktober bis April nach einem langen, harten Arbeitsleben Sonne, Ruhe und Geselligkeit. Zuhause haben sie ihre Wohnfläche reduziert und sind umgezogen, somit ist organisatorisch und auch finanziell ein Langzeitaufenthalt in Marokko möglich.

 

Elke hat erfolgreich eine Krankheit besiegt und genießt deshalb jeden Tag gemeinsam mit Ehemann Joachim die Sonne Marokkos wie ein Geschenk. Hund Jack ist selbstverständlich mit von der Partie. Die zufriedenen, braun gebrannten Gesichter bestätigen die getroffene Entscheidung.

Es ist familiär auf dem Platz, teilweise kennt man sich schon seit Jahren. Mit dem Wifi-Stick von Maroc Telekom sind sie übers Internet mit ihren Lieben zuhause verbunden. Die Tagesschau ist fester Bestandteil, das Interesse an deutschen Nachrichten ist groß. Zwei deutschsprachige Ärzte sind in Agadir ansässig und auch zu empfehlen. Akutmedizin wird allerdings schwierig, da allein die Anfahrt von Agadir eine Stunde in Anspruch nimmt.

 

JoachimElkeBrigitte  SilkeKlaus  MarcoPetra

Joachim, Elke und Brigitte // Silke und Klaus // Petra mit Marco Wiedemann, AHK Casablanca

 

Beim Bummel über diesen und andere Campingplätze sehen wir, jeder richtet sich seine Parzelle nach eigenen Vorstellungen gemütlich ein. Oft bestückt mit Grill und Wäscheleine, Kräutertöpfchen oder Windspiel. Sogar manch Gartenzwerg findet den Weg nach Marokko. Auch Flachbild-TV, Sky® für die Bundesliga und ein großer Kühlschrank gehören für Einige zum outgesourcten Alltagsleben in der Sonne dazu.

Dieser Campingplatz übernimmt übrigens gegen eine geringe Handling-Fee, wie einige andere CPs auch, den Behördengang für die Verlängerung des Touristenvisums von drei auf sechs Monate.

 

Silke und Klaus

 

Unsere nächste Begegnung lebt die neue Freiheit in jeder Hinsicht: Silke (52) und Klaus (62) reisen seit zwei Jahren mal im Wohnmobil, mal mit zwei Fahrrädern durch die Welt. Gemeinsam verbringen wir vier einen kurzweiligen wie informativen Abend in der Wüste von M’hamid.

Beide haben die Wohnung zuhause aufgegeben, Möbel und vieles andere verkauft und sind gerade mit WoMo und Auto im Anhänger unterwegs. Ihr Start ins Nomadenleben begann mit einer großen Fahrradtour durch Kuba, Costa Rica und Panama.

Silke ist von ihrer Arbeitsstelle für insgesamt vier Jahre freigestellt und Klaus geht in Kürze von der Altersteilzeit in den offiziellen Ruhestand. Die Kinder sind aus dem Haus, also war genau vor zwei Jahren der richtige Zeitpunkt, in und durch die Welt zu ziehen.

Einmal im Jahr ist in Deutschland großes Freunde- und Familientreffen angesagt. Nach der Marokko-Tour und dem Heimatbesuch geht es für die beiden im Sommer nach Thailand und Myamar, die nächste Fahrradtour steht auf dem Plan.

Marco Wiedemann, AHK 

Bereits in Deutschland hatten wir Kontakte geknüpft zur AHK Marokko, der Deutschen Industrie und Handelskammer in Marokko DIHK, mit Sitz in Casablanca. Die AHK unterstützt Unternehmen aus Deutschland und aus dem Gastland u.a. mit Dienstleistungen für deren außenwirtschaftliche Geschäftstätigkeit.

Wir treffen Marco Wiedemann, seit 10 Jahren dort Geschäftsführer, und erfahren viel über die allgemeine wirtschaftliche Situation und die Perspektiven in Marokko. Stolz ist man natürlich auf das jüngst eröffnete Solarprojekt in Ouarzazate.

Im weiteren Gesprächsverlauf erfahren wir einige aufschlussreiche, ökonomische Eckdaten:

So sprechen wir über ein Land mit 32 Mio. Einwohnern und einem Mindestlohn von 2.500 Dirham/Monat (entspricht rund 250 Euro).

Eine nachweisliche Bedeutung hat der Tourismus, so kommen 6 Mrd. Euro an Devisen von rund 10-11 Millionen Touristen jährlich ins Land. Davon zählt man allein 578.0000 deutsche Touristen (Stand 2015), Tendenz steigend. Spitzenreiter sind Frankreich und England. Inwieweit zukünftig Massen- oder eher Individualtourismus gefördert wird, ist noch nicht abschließend definiert.  

Ein weiterer, wirtschaftlich wertvoller Faktor sind 3,6 Mio. Auslandsmarokkaner, die meist monatlich Geld an ihre in Marokko verbliebenen Familien überweisen. Auch die Investitionen der Auslandsmarokkaner in Immobilien spülen zusätzliche Devisen ins Land.

 

Mehr Infos zu den umfangreichen Aktivitäten der AHK Marokko sind hier abrufbar. 

 

 

Alltagsleben auf Langzeitreisen

 

Wohnmobilfahren und Recherchieren ist die eine Seite unserer Langzeit-Touren, der normale Alltag und das Arbeiten unterwegs die andere Seite.

Wie wir aus vielen Gesprächen wissen, ist es für Euch ebenso interessant, Einblicke in unser Alltagsleben zu erhalten. Immerhin leben, arbeiten und reisen wir mit zwei Personen auf 14 Quadratmetern über Wochen und Monate hinweg. Da gehören natürlich auch Einkaufen, Wäsche waschen und alles rund ums Wohnmobil dazu.

 

EinkaufHauptstrae  Marktalltag  FrischesFleisch

Impressionen vom täglichen Einkaufen auf dem Markt

 

Einkaufen

Die Lebenshaltungskosten sind, so man sich mit landestypischen Produkten versorgt, niedrig. Unser Einkauf "an der Straße" (Bild links oben) kostet dabei wie folgt:

11 DH für Tomaten, Zucchini, Gurken, Zwiebel, Bananen + Karotten

1,5 DH für das Brot

2 DH für die Kartoffeln

gesamt: 14,5 DH = 1,35 Euro

In Souks gibt es neben Obst und Gemüse auch Hühner (lebend, also sehr frisch wohlgemerkt), Eier, Fleisch, Fisch, frisch gebackenes Brot, eingelegte Oliven sowie lose Nudeln, Linsen oder getrocknete Bohnen. Für Hackfleisch wird ein Stück Fleisch abgeschnitten und durch den Fleischwolf gedreht.

Wer Wein oder Bier einkaufen möchte, muss zu speziellen Spirituosenläden oder in große Supermarktketten (Carrefour, Auchan, Atacadao; nicht jedoch Marjane). In den größeren Supermärkten stehen alkoholische Getränke oftmals in abgetrennten Räumlichkeiten und nur zu eingeschränkten Zeiten zum Verkauf. Die Weine kommen überwiegend aus Frankreich und Marokko, sind für deutsche Verbrauchergewohnheiten jedoch recht teuer. Eine Dose nationales Bier 0,5 Liter kostet umgerechnet 2 Euro, ausländische Markenbiere sind teurer.

 

Die Auswahl im Supermarkt ist ausgesprochen gut, es sind auch viele ausländische Produkte erhältlich. Die Preise für Importwaren, beispielsweise für frischen Käse aus Holland oder Frankreich, sind höher. Lokale Waren, wie z.B. Fleisch, Obst, Gemüse und frische Oliven, sind wesentlich günstiger. Schnittkäse oder Camembert sind in Marokko nicht so verbreitet, daher bedeutet "Käse" für Marokkaner überwiegend eingepackter Scheiblettenkäse oder Käseecken.

 

Unseren Großeinkauf erledigen wir im Supermarkt, frisches Obst und Gemüse kaufen wir im Souk oder an der Straße. Das tägliche Berberbrot zum Frühstück oder als Beilage zum Tomaten-Gurken-Salat gibt es fast an jeder Ecke.

 

Man kann seine Lebenshaltungskosten bei einer Langzeitreise reduzieren, wenn man selbst täglich kocht und die günstigen Marktpreise nutzt. Essen gehen ist in Marokko – außerhalb der Touristengebiete – noch preiswert. Eine schmackhafte Tajine auf dem Markt oder in Straßenlokalen, die überwiegend von Einheimischen genutzt werden, kostet zwischen vier und sechs Euro. Achtung, manch einer möchte Touristen jedoch gerne einen individuellen Mehrwert verkaufen, also vorher immer nach dem Preis fragen!

 

Dieseltanken macht geradezu Spaß, die Preisspanne zieht sich in den Wochen unserer Reise von anfangs 7,19 Dirham bis 7,40 Dirham pro Liter. Also rund 0,75 Euro, fast unabhängig einer Tankstellen-Marke. Das Tankstellennetz ist an der Küste sehr gut ausgebaut, im Landesinneren sollte man jedoch eher Bargeld mitführen, Kreditkarten-Nutzung (VISA, MasterCard) ist nur an einigen Tankstellen möglich.

 

Handwaesche  WscheCP  WohnmobilAlltag

Waschen, Trocknen, Auffüllen

 

Waschen

 

Wer mehrere Wochen oder Monate unterwegs ist, muss irgendwann mal Wäsche waschen. Wir nutzten die meist neuwertigen Waschmaschinen auf Campingplätzen. Eine Ladung kostet i.d.R. zwischen drei und vier Euro. Bei Plätzen mit vielen Langzeitgästen sind oftmals Wäscheleinen vorhanden.

Bei Camping Said durfte unser verdrecktes Wohnmobil eine Handwäsche erleben, nachdem wir vorher durch strömenden Regen und aufgeweichte Matschstraßen gefahren sind. Kosten hierfür umgerechnet fünf Euro.

Arbeiten unterwegs

Ja, auch wir sind digitale Nomaden, wenngleich man gerne in diesem Zusammenhang an die um einiges jüngere Generation Y denkt. Einerseits bearbeiten wir die aktuellen Fotos der Reise, die Reiseroute und Facebook-Einträge, recherchieren die weitere Route oder vereinbaren Interviewtermine. Andererseits nutzt Petra die wunderbare Infrastruktur von Internet & Co. weltweit, um ihre seit 15 Jahren erfolgreich in der Küchenbranche etablierte Presseagentur zu führen und auch von unterwegs Kundenaufträge zu bearbeiten www.lupp-pr.de

Laptop, Datenfestplatte und ein schnelles Internet sind ausreichend. Auf Campingplätzen gibt es meistens rund um Restaurant oder Rezeption guten Internetempfang. Außerhalb dieser Zonen funktioniert der Maroc Telecom Stick in großen Teilen des Landes. Die Kommunikation erfolgt dann wie vom Homeoffice auch per Mail, für Absprachen wird telefoniert. Die Kunden wissen Bescheid, selbst die Rechnungstellung ist heute online möglich und vom Finanzamt anerkannt.

 

Im Fall Marokko kam eine weitere Komponente hinzu: Es war absehbar, dass für wichtige Kunden- und Messetermine während der Tour ein Rückflug nach Hause erfolgen musste. Für diesen Fall haben wir frühzeitig und damit kostengünstig die Flüge geplant und gebucht, die Reiseroute entsprechend um diesen Termin organisiert. Das Engagement und die Investitionen, um für Projektabwicklung und Kundenpflege in Deutschland präsent zu sein, zahlen sich langfristig auf jeden Fall aus.

 

Interview  Schreibarbeiten  Flieger

Interviews mit Ausblick // Schreibarbeiten mit Weitblick // Von Marrakesch schnell nach Frankfurt

 

Alltag

Unser Leben verlagert sich während der monatelangen Touren auf engsten, mobilen Raum mit Schlafzimmer, Küche, Bad und Essecke. Alles hat seinen Platz, viele Abläufe sind organisiert, jeder hat seine „Arbeiten“. Zu beobachten ist, dass die Aufgabenverteilung bei vielen Wohnmobilisten, die als Paar reisen, ähnlich ist – er kümmert sich außen rund ums Fahrzeug, sie ist für innen und fürs Kochen zuständig.

Viele reisen mit Solarpanels, sind also vom Strom unabhängig. Unsere zweite Bordbatterie ermöglicht uns ebenso ein autarkes Stehen für mehrere Tage. Über einen Adapter laden wir Mobiltelefon, Laptop und Fotoakkus auf. Wir nutzen Propan (in Marokko Butan) für den Kühlschrank, fürs Kochen und die Heizung. Der problemlos überall nachfüllbare Wassertank speist alle Wasserverbrauchsstellen im WoMo. Trinkwasserqualität haben wir an diversen Entnahmestellen angetroffen, im Zweifel aber bei Trinkwasser auf abgefüllte 5 Liter-Kanister zurückgegriffen.

   

Atlantikroute

 

HafenUmbau  CapSpartel  AsilahMedina

Alter Hafen Tanger im Umbau // Cap Spartel // Asilah Medina

 

Tanger bis Rabat

 

Am Cap Spartel im Nordwesten beginnt die Atlanikroute, die faszinierende Küstenabschnitte, verträumte Lagunen, in der Sonne glitzernde Wellen, weite Sandstrände und interessante Städte für den Besucher bereit hält.

Viele lassen Tanger nach der Fährüberfahrt und Ankunft in Tanger Med oder Ceuta „rechts“ liegen, obwohl sich ein Besuch lohnt. Denn Tanger hübscht sich auf. Mit dem Komplettumbau des "alten" Hafens ziehen Lifestyle und Moderne ein. Schließlich gibt es für Fährverkehr und Warenumschlag nun den "neuen" Hafen Tanger Med. Straßenbauarbeiten und Wohnungsneubau prägen das Bild um den Stadtkern. Für Wohnmobilisten bietet sich der Campingplatz Achakar an, direkt gegenüber den wieder eröffneten Herkulesgrotten, mit Cafe/Restaurant inklusive Wi-Fi, schattigen, ruhigen Stellplätzen und ideal als Ausgangspunkt für Erkundigungen in und um Tanger.

Wer sonntags durch Tanger reist, braucht eine vorausschauende Fahrweise und gute Nerven. Links die Durchgangsstraße, rechts der sonntägliche Markt mit Fußgängern und unterschiedlichsten Verkaufsständen. Also immer schön mit dem Strom schwimmen!

 

AsilahWand  Kartoffelfelder  FischMoulayBousselham

Wandgemälde in Asilah // Weite Kartoffelfelder // Fischmarkt Moulay Bousselham

 

Weiter Richtung Süden erreicht man Asilah mit hübscher Altstadt und engen Gassen. Die Farben blau und weiß dominieren, die unterschiedlichsten Wandgemälde gehören zum Stadtbild. Asilah liegt an der Küste und ist bekannt für das jährlich stattfindende Art-Festival.

Alle, die auf dem Weg von Asliah zur Lagune Moulay Bousselham die Autobahn meiden, erleben Marokko von der fruchtbaren Seite. Wälder mit Korkeichen, großflächige Kartoffel- und Erdbeerfelder begleiten den Weg.

Der Campingplatz Atlantis Gate in Moulay Bousselham ist direkt an der Lagune gelegen und sehr beliebt bei Deutschen, Franzosen, Holländern und Briten. Oft dient er für ein paar Tage als Ruheplatz auf der Weiterreise, ganz gleich ob von Süden oder Norden kommend. Bootsfahrten in die Lagune zu Vogelbeobachtungen werden sehr gerne unternommen, fußläufig erreicht man den Strand am Atlantik und den Souk. Dort erhält man alles für den täglichen Bedarf, vom frischen Fisch, Obst und Gemüse bis zum frisch gebackenen Brot.

 

LaguneCP  Starkregen  Danach

Lagune mit Campingplatz // Starkregen und abseits der Autobahn // "Danach"

 

Wer uns kennt weiß, wir sind gerne mitten im Leben unterwegs. Das Ergebnis: Marokko live und in Farbe, abseits der Autobahn. Unsere Fahrt Richtung Rabat fand bei strömendem Regen auf einer schlecht oder gar nicht asphaltierten Straße statt. Zwischendrin Märkte und alltägliches Treiben, Schulkinder auf dem Weg nach Hause und immer wieder erstaunte Blicke und anerkennendes Winken der einheimschen Bevölkerung.

Rabat liegt am Fluss Bouregreg und die Kasbah der Oudayas beeindruckt mit hübschen Gassen, dem andalusischen Garten und dem wunderbaren Ausblick auf Fluss und Atlantik. Die zahlreichen Katzen fühlen sich zwischen all den Touristen und Einheimischen extrem wohl.

 

Auf dem unterhalb der Kasbah liegenden Parkplatz können Wohnmobile gegen Entgelt über Nacht stehen, die dahinterliegende Straße ist dann etwas ruhiger.

 

Ein entspannter Bummel in den Gassen der Altstadt zeigt erneut die vielen Facetten marokkanischer Lebensart auf. Hier ein süßes Zuckerteil direkt aus dem heißen Fett, dort Lederschuhe zum Reinschlüpfen, Teppiche und Tücher, ein Stück weiter Obst, Gemüse und lebende Hühner. Auffallend ist, dass man als augenscheinlicher Europäer viel weniger direkt angesprochen wird, um zum Kauf genötigt zu werden. Dies ist sehr angenehm.

Die neue Straßenbahn sowie attraktive Bistros und Cafés entlang der Flusspromenade demonstrieren dann auch das moderne Rabat.

 

RabatKasbahGasse  RabatBlickFlussKasbah  BunteVielfalt

Rabat: Gassenromantik // Blick auf die Kasbah // Bunte Vielfalt auf dem Markt

 

Weiter nach Casablanca und El Jadida

Nördlich von Casablanca befindet sich in Mohammedia der Camping Said mit vielen europäischen Gästen. Auf Vorbestellung gibt es leckeren Couscous, von Saida selbst gekocht.

Die Fahrt führt nun entlang der Küstenstraße in eine Stadt zwischen Tradition und Moderne: Casablanca! Moderne Hochhausbauten säumen den Weg vom Industriehafen in die Innenstadt.

Beeindruckend steht die Moschee Hassan II direkt an der Küste, auf dem großen Vorplatz tummeln sich Menschen jedweder Herkunft und Religion. Bei einer Führung (außer freitags) können auch Nichtmuslime einen Eindruck von der Größe der Moschee bekommen.

Den Charme vergangener Zeiten versprühen die Art-Deco-Häuser, Architekturfans kommen hier auf ihre Kosten. Man möchte sofort beginnen, ein Haus nach dem anderen zu restaurieren, um ihre wahre Schönheit offen zu legen.


Von der Moschee nach Süden führt die Küstenstraße entlang zahlreicher Einkaufszentren, Clubs und Strandbars, die Parkplatzeinweiser haben gut zu tun.

 

CasablancaNeubauten  MoscheeHassanII  ArtDeco

Casablanca: Moderne Bauten // Moschee Hassan II // Art Deco Häuser

 

El Jadida am Abend erleben, bedeutet Flanieren an der langen Strandpromenade, im Angebot auch Pferde- oder Kamelreiten. Ein Besuch der unter UNESCO-Weltkulturerbe stehenden portugiesischen Stadt mit Stadtmauer ist für Liebhaber alter Gassen in schummrig gelbem Licht und Fotoenthusiasten sehr beliebt. Alternativ empfiehlt es sich, gegenüber gegrillte Fleischspieße bei den Garküchen zu essen, Obst einzukaufen oder einfach den Trubel der Stadt zu spüren.

Um Stadt und Strand von El Jadida zu erkunden, bietet sich der Camping International an. Im Restaurant werden sogar Bier und Wein ausgeschenkt. Der Platz ist eigentlich ruhig, während der Spielzeiten sind die Gesänge im nahen Fußball-Stadion jedoch markant zu hören.  In El Jadida endet übrigens die in Tanger beginnende Autobahn.

El Jadida bis Essaouira

Und immer weiter geht es an der Küste entlang. Die Lagune Oualidia gilt ein wenig als Geheimtipp – machen doch überwiegend nur französische Reisemobile hier Station. Der Grund ist überzeugend: Hier gibt es Austern, Seeigel und Meerspinnen satt. So wird gegrillter Fisch direkt am Atlantik serviert, bei Sonnenuntergang mit dem Gleichgang der Wellen ein spektakulär romantisches Szenario.

Im Restaurant L'Araignée Gourmande in Oualidia trifft der Genussmensch den Atlantik perfekt inszeniert auf dem Teller! Vorspeise mit Austern und Seeigeln, danach Hummer, Meerspinne oder gegrillter Fisch aus der Lagune – Fischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen. Das Restaurant liegt direkt gegenüber dem Wohnmobilstellplatz, wer mittags dort isst, genießt zudem den wunderbaren Blick auf die Lagune. Der kostengünstige Wohnmobilstellplatz ist gepflastert, aber ohne Infrastruktur, zentral gelegen und ruhig.

 

ElJadida  OualidiaaAtlantikstrandEssen  OualidiaMeerspinne

Portugiesisches Viertel in El Jadida // Lunch am Strand von Oualidia // Meerspinne und mehr

 

Safi ist einerseits wichtiger Industriestandort Marokkos, andererseits für seine Keramik bekannt und daher einen Besuch wert. Das Keramikmuseum in Safi ist derzeit leider geschlossen, dennoch erhält man im Umfeld der Altstadt einen Einblick in das schöne Kunsthandwerk.

Essaouira ist ausgesprochen beliebt bei Künstlern, Kite-Surfern, Aussteigern oder Strandliebhabern; diese Stadt bietet ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, das zudem fußläufig erreicht werden kann. Ein ausgedehnter Bummel durch Hafen, Medina und entlang am weiten Strand macht die Vielseitigkeit des Ortes sichtbar. Ein einfacher, kostenpflichtiger Parkplatz dient vielen Wohnmobil(durch)reisenden als Übernachtungsplatz, der direkte Zugang zum Strand entschädigt. Hier warten dann gleich Kamele, Pferde und mittlerweile auch Quads auf die Touristen.

Ruhig, liebevoll gestaltet und sehr angenehm zum Übernachten ist der Camping Le Calme, rund 12 km außerhalb von Essaouria. Einigen Gästen dient der Platz als Ausgangspunkt für Kurz- bzw. Tagesreisen nach Marrakech oder Agadir.

 

SafiKeramik  EssaouiraHafen  CPLeCalmevonoben

Keramik in Safi // Hafen Essaouira // Camping Le Calme

 

Essaouira bis Sidi Ifni


Auf dem Weg nach Agadir werden die mit gutem Standard ausgestatteten Campingplätze immer zahlreicher. Sie sind sehr beliebt bei europäischen Überwinterern, denn man hat sich auf deren Bedürfnisse eingespielt. Zudem ist das Wetter beständiger als im Norden Marokkos, die Sonne verwöhnt auch im Winter mit Wärme und vielen Sonnenstunden. Überwiegend bieten die Campingplatzbetreiber Hilfestellung bei der Visa-Verlängerung von drei auf sechs Monate an. Die Stammkundschaft reserviert bereits bei Abreise den gleichen Platz fürs nächste Jahr.

Campingplätze um Agadir

Der Blick schweift über die Bucht nördlich von Agadir, die Franzosen spielen Petanque, man blinzelt zufrieden in die Sonne. Der Camping Terre d'Ocean wird seit sechs Jahren von Emmanuelle Jeunemaitre betrieben, sie errichtete ihn gemeinsam mit Mann und Sohn sozusagen aus dem Nichts. Die Anfahrt zum familiär geführten Platz führt den Berg hoch über eine feste Schotterpiste und ist für normale Wohnmobile gut zu bewältigen.

Von der Küstenstraße noch ein paar hundert Meter ins Landesinnere erwartet die Besucher der größte Campingplatz der Region, Atlantica Parc mit insgesamt über 700 Stellplätzen. Für uns allein beim Anblick ein spießig-deutscher, durchorganisierter Alptraum mit Straßenschildern und Regelwerk, für die dortigen Überwinterer aus Deutschland, Frankreich, England und Skandinavien der wahrgewordene Sonnentraum im Süden mit perfekter Infrastruktur.

 

TerreDoceanmitBucht  CPAuorirvonoben  CPSidiWassayGroaufnahme

Campingplätze: Terre d'Ocean // Camping Aourir // Sidi Wassay Beach

 

Der Platz Atlantica d’Imourane liegt ein paar Kilometer nördlich vor Agadir und hat direkte Strandlage, unweit der ehemaligen sogenannten "Platte". Die Stellplätze sind parzelliert, die Waschräume sauber. Wer möchte, geht im öffentlich zugänglichen Restaurant mit Meerblick essen oder schwimmt eine Runde im Pool.

Der Camping Auorir wird seit 2011 persönlich wie herzlich betrieben von Lahcen und Gerlinde, einem marokkanisch-deutschem Ehepaar, unterstützt vom ebenfalls perfekt deutschsprechenden Jamal an der Rezeption. Hier wird auch deutsch gesprochen, der Platz ist zudem für große WoMos geeignet, inklusive europäischem Standard beim Duschhaus. Viele nutzen die Lage, etwas ausserhalb von Aourir, als hervorragenden Ausgangspunkt für Wanderungen und einen Ausflug ins Paradise-Valley oder nach Agadir.

Etwas abseits von der N1, am Nationalpark gelegen und hervorragend für Strandspaziergänge und zum Entspannen geeignet, liegt der Camping Sidi Wassay Beach 55 km südlich von Agadir. Das Restaurant bietet verschiedene Aktionen wie Sardinen- oder Couscous-Essen an, ein kleiner Laden versorgt mit allem Notwendigen.

Ausflüge

Typisch für Agadir: Lange Strandpromenade, Cafés, Hotels und viele Touristen.

Untypisch für Agadir: Strömender Regen und Pfützen, kann im Februar/März schon mal vorkommen.

 

AgadirBergPromenade  Paradisvalley  TaginemitFisch

Agadir Strandpromenade // Paradise Valley // Tajine mit Fisch

 

Das Paradise-Valley zu durchfahren ist eine willkommene Abwechslung zum Atlantikalltag. Wer noch weiter fährt, kommt zu den Immouzer Wasserfällen, die im Winter 2016 aufgrund von Regenmangel leider kein Wasser hatten. Sehenswert ist die Fahrt auf jeden Fall, teilweise ist die Straße irgendwann mal weggebrochen, aber befahrbar. Wer einen Roller dabei hat, kann den Ausflug in die Berge auch so genießen.

Einen Abstecher wert ist die hübsche Bucht von Legzira, rund 11 km vor Sidi Ifni. Schöne Cafés und Restaurants sowie wunderbare Felsformationen locken zahlreiche Besucher an. Mit dem Wohnmobil sollte man besser oben parken, die Piste ist zu steil und unbefestigt, für Quadfahrer hingegen eine abenteuerliche Abwechslung.

El Barco in Sidi Ifni ist für viele Überwinterer der Inbegriff von Wohnmobilstehen direkt am Atlantik. Die Strandpromenade verläuft über die ganze Länge des Campingplatzes, immerhin 100 Stellplätze in drei Reihen, das Café hat kostenloses WiFi und der Fussweg zur Innenstadt mit Markt, Läden und Cafes führt einfach die Treppen hinauf.

 

 

Maerkte  LegziraAuberge  SidiIfniElBarco

Märkte und marokkanisches Leben // Strandatmosphäre in Legzira // Sidi Ifni CP El Barco 

Die Atlanikroute würde nun für Kitesurfing-Freunde und Freisteher rund 1.000 Kilometer einfache Fahrt Richtung Dahkla, Westsahara, weitergehen. Die Piste ist sandig-staubig und wirklich nur dann empfehlenswert, wenn man längere Zeit dort verbringen möchte. Versicherungstechnisch ist die Westsahara nicht in der grünen Versicherungskarte enthalten, es lassen sich aber problemlos Zusatzversicherungen abschließen.

Gebirge und Schluchten

Mit diesen ins Bild gebannten Eindrücken verabschieden wir uns von der marokkanischen Atlantikküste und brechen auf zu neuen Zielen im Landesinnere. Der Anti-Atlas und der Hohe Atlas warten auf uns.

So vielfältig das Land, so abwechslungsreich die Landschaften. Wanderer kommen auf ihre Kosten, doch es lohnt sich ebenso, die Schönheiten der Natur hinter der Windschutzscheibe des Wohnmobils zu entdecken, zu genießen und den Fotoapparat zu zücken.

 

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Todra Schlucht: Unscheinbar von weitem // Touristischer Beginn // Faszination mittendrin

 

Todra Schlucht, Dades Schlucht und das Rosental

Die spektakuläre Todra-Schlucht ist eigentlich ein "Muss". Die Einfahrt selbstredend gleich touristisch voll erschlossen, schlängelt man sich entlang der steilen Felswände durch Touristengruppen und an Bussen vorbei durch das anfangs sehr enge Tal. Danach gilt es jedoch die vollständigen 18 Kilometer zu durchfahren und bis zum Ende durchzuhalten.

Denn erst so wird man belohnt mit Ruhe, weiteren schönen Ausblicken, hübschen Fotomotiven und dem Campingplatz Casbah Les Amis bei Mohamed in Tamtattouchte, gleich beim Ortseingang rechts. Hier gibt es Zeit zum Plaudern und gerne ein familientypisches marokkanisches Couscous. Mohamed begrüßt seine Gäste mit heißem Tee und in perfektem Deutsch, hat er doch 13 Jahre in Deutschland gelebt und als Industriemechaniker gearbeitet. Auf die Terrasse scheint die Abendsonne, das Wohnmobil steht auf ebener Fläche mit Strom, einzig die Vögel wecken morgens aus dem erholsamen Schlaf. Dusche und WC sowie Wasser aus dem Brunnen sind verfügbar, auch 18 hübsche Gästezimmer mit Bad stehen für Besucher bereit.

Wir sind die vollständige Strecke mit unserem Wohnmobil durchfahren, die wenigen Schotterstücke aufgrund der weggebrochenen Brücke sind zu meistern.

 

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CP Casbah Les Amis // Gastgeber im besten Sinne: Mohamed // Ursprüngliches Marokko

 

Für Fans von Schluchten und Bergen bietet sich ebenfalls ein Ausflug in die Dadesschlucht an, wohl eines der meist fotografierten Motive in Marokko. Tolle Serpentinen verleiten zum hoch- und wieder runterfahren und zu häufigen Fotostopps. Einzig die Anfahrt vom Dadestal aus ist etwas langwierig und man hat zwischenzeitlich das Gefühl, man kommt nie an.

Neben Bulgarien ist auch Marokko bekannt für sein Rosenöl und seine Rosenprodukte. Fündig wird man auf dem Weg von der Dadesschlucht Richtung Skoura und Ouarzazate bei Kooperativen und Shops. Große Hinweistafeln preisen die Produkte sogar in deutsch an.

Zwischen Dadestal und Ouarzazate liegt dann auch Skoura. Ein guter Platz für einen Zwischenstopp und ein paar ruhige Nächte, ist der Campingplatz Amridil mit rund 50 Stellplätzen inklusive Strom und warmen Duschen am Ortsausgang in der Nähe eines Palmenhains. Am Platz wird in Kürze das neue Restaurant eröffnet, ansprechende Zimmer und ein Pool stehen schon jetzt zur Verfügung. Der sympathische Betreiber Karim spricht fließend englisch.

 

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Entspannter Blick in die Dadesschlucht // Rosenöl in allen Variationen // CP Amridil, Skoura

 

Ait Ben Haddou, Ounila-Tal und Telouet

Ouarzazate ist bekannt als Filmstadt und neuerdings für den derzeit weltgrößten Solarpark, der auch mit deutscher Unterstützung gebaut wurde. Da dieser nicht zu besichtigen ist und am Eingangstor keine Fotos erlaubt sind, widmen wir uns den Studios. Beim Atlas Studio ist das Oscar-Hotel angeschlossen, die CLA Studios liegen ein paar hundert Meter am Ortsausgang hinter dem "action"-Kreisel. Parkflächen sind an beiden Studios ausreichend vorhanden, beide Studios können besichtigt werden.

Weiter geht es von hier aus für viele nach Ait Ben Haddou, UNESCO Weltkulturerbe und Filmkulisse - eine Kasbah, die man gesehen haben sollte: Die Gassen, die Geschichte und die Aussicht begeistern, fünf Familien leben noch in den alten Mauern. Touristen aus aller Welt besuchen dieses faszinierende Bauwerk, heute führt sogar eine kleine Brücke über den Fluss. Rudimentär, mit Herzklopfen und mit mehr Begeisterung geht es jedoch über die im Fluss liegenden Steine. Bei schönem Wetter ist die Rundumsicht vom höchsten Punkt einfach grandios.

Für Wohnmobilisten eignen sich zwei Übernachtungsmöglichkeiten. Für kleines Geld auf dem Parkplatz am Complexe Touristique oder für unwesentlich mehr, jedoch mit bester Aussicht auf die Kasbah auf dem Stellplatz/Restaurant/Hotel Nouffla. Sechs Stellplätze stehen inklusive Strom und Toilette zur Verfügung. Im Restaurant des Familienbetriebs sind Frühstück, Mittag- und Abendessen möglich, Ali empfing uns auch gleich bei der Anreise mit frischem heißen Tee. 2015 eröffnet, ist der Platz an einigen Ecken noch nicht ganz fertig, aber ganzjährig geöffnet und ruhig.

 

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Der Action-Kreisel in Ouarzazate // Zugang zu Ait Ben Haddou // Blick vom Stellplatz Nouffla

 

Was vor ein paar Jahren noch 4x4-Fahrern vorbehalten war, ist nun für alle zugänglich. Endlich können auch Wohnmobile das Ounila Tal zwischen Aid Ben Haddou und der Kasbah Telouet durchfahren und die wahnsinnig tolle Natur dort entdecken. Wenngleich einige Streckenabschnitte noch geschottert statt geteert sind, wir sind mit Neugierde und der gegebenen Vorsicht auch dort wunderbar durchgekommen. Nehmt euch die Zeit und genießt es!

Die Kasbah Telouet zu besichtigen heißt hinter unscheinbaren Mauern einzutauchen in eine faszinierende Welt mit bezauberndem Kunsthandwerk. Oft fotografiert, doch erst im Original sieht man auch die Pracht des Umfelds dieses berühmten Fensters.

 

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Ounila Tal // Kasbah Telouet: Blick aus der Kasbah (li.), im prachtvollen Innenraum (re.)

 

Hoher Atlas

Um nach Marrakesch zu kommen, gilt es nun, den Hohen Atlas zu überqueren. Die Strecke wird derzeit verbreitert und neu geteert - auch hier sieht man eindrucksvoll, wie in die Infrastruktur dieses Landes investiert wird. Die Ausblicke in Täler oder die Rundumsicht auf die Berge bleibt natürlich überwältigend.

 

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Tizi n´ Tichka Gebirgspass auf 2.260m // Hoher Atlas Blickrichtung Marrakesch // Panoramablick

 

Exkurs: Blaue Felsen in Tafraoute

Einige Wege führen von der Küste nach Tafraoute. Die Stadt ist mittlerweile zu einer der Überwinterer-Hochburgen außerhalb der Atlantikküste geworden. Verständlich, warten hier doch grandiose Landschaften und spektakuläre Steinformationen. So ziehen die berühmten blauen Felsen eines belgischen Künstlers zahlreiche Maler, Fotografen, Schaulustige und Freisteher an.

"Kontrolliertes" Freistehen ist sogar stadtnah für 10 Dh/Nacht und Wohnmobil möglich. Die Infrastruktur für Überwinterer und Kurzzeitgäste ist perfekt. Viele geschäftstüchtige Einheimische kommen mit dem Moped zu den Stellplätzen und bieten ihre Dienstleistungen an - vom Teppichhandel bis zur Möglichkeit, Ausflüge zu buchen. Morgens Baguette-, abends Suppenservice, der Wassertankwagen kommt, Reparaturwerkstätten für Wohnmobile sind in der Nähe. Die Stadt hat geradezu eine Wohnmobil-Dienstleistungsindustrie hier aufgebaut - die Reisemobilisten freut es.

Es gibt auch zwei Campingplätze, aber das o.a. Freistehen erfreut sich aus nachvollziehbaren Gründen großer Beliebtheit. Nachts wird es im Winter übrigens recht kalt, eine funktionierende Heizung ist empfehlenswert, für den notwendigen Strom bei längerem Freistehen sorgen bei vielen Wohnmobilen Solarpanels, die man vor Ort ebenso erwerben kann.

 

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Kontrolliertes Freistehen // Die berühmten blauen Felsen // Viele Wege führen nach Tafraoute

 

Mit diesen wunderbaren Einblicken in die Bergwelt Marokkos kommen wir dann auch schon zu den Königsstädten.

Demnächst folgt: Königsstädte in Marokko

 


 


An- und Rückreise über Spanien

 

Wir sind zuerst über Frankreich – bietet sich von der Deutschen Weinstraße an – weiter durchs verschneite Andorra (mit zwei Wohnmobilstellplätzen) sowie quer durch Spanien nach Marokko gereist. Wer Zeit hat und schon früher unterwegs ist, nutzt die sonnige Herbststimmung entlang der spanischen Mittelmeer-Küstenstraße und bummelt so langsam gen Süden.

All unsere Routen waren mautfrei befahrbar. Gerade in Spanien gibt es wunderbar neue Autobahnen und mit der richtigen Einstellung im Navi spart man viel Geld.

Wer wirklich schnell, insbesondere durch Frankreich, reisen möchte, wird in den sauren Apfel der Maut beißen müssen. Die zahlreichen Kreisel kosten nämlich Zeit und irgendwann auch mal Nerven.

 

GrandCruRoute  AndorraPass  FrhlingSpanien

Route des Grands Crus // Kälteeinbruch und Schnee in Andorra // Frühlingserwachen in Spanien

 

Zwei kostenlose Stellplätze können wir empfehlen, um auf der Strecke ruhig und gleichzeitig mit Versorgung zu übernachten.

Puerto Lápice: Stellplatz für die Anreise, 139 km südlich von Madrid mit 11 Plätzen am Ortsrand. Eröffnet 2014, max. 48 Std., inklusive Wasser, Entsorgung und Müll. BBQ, Wäsche, Stühle und Markise sind allerdings nicht erlaubt, eine Bäckerei und eine Tapasbar befinden sich in der Ortsmitte.

Castellar de la Frontera: Ein paar Kilometer vor Algeciras entfernt mit 23 geteerten und parzellierten Plätzen. Die Stadt ist umringt von Obsthainen, der Platz ruhig und am öffentlichen Schwimmbad gelegen. Entgegen der Möglichkeiten, auf Carrefour- und Discounter-Parkplätzen zu nächtigen, bietet sich dieser Platz an, um in Ruhe zu schlafen, nochmals alles frisch zu machen und am nächsten Tag die Fähre nach Marokko zu nehmen.

 

StellplatzPuertoLapice  CastellardelaFronterra  Faehrueberfahrt

Stellplätze Puerto Lápice und Castellar de la Frontera // Fährüberfahrt Algeciras-Ceuta

 

Überfahrt

 

Die Fahrzeit Algeciras-Ceuta beträgt 75 Minuten, die Fährpreise variieren je nach Verhandlungsgeschick, Tageszeit und Personenanzahl. Sie kann für ein WoMo und zwei Personen bei über 300,- Euro liegen für Hin- und Rückfahrt oder auch bei rund 220,- Euro. Der Zeitpunkt der Rückfahrt ist dabei frei wählbar; wir sind im April sonntags abends mit der letzten Fähre wieder nach Algeciras übergesetzt, es war wunderbar leer und entspannt.

 

In der Nebensaison benötigten wir am Grenzübergang von Ceuta knapp 1,5 Stunden für Passkontrolle und das Einreiseformular für das Fahrzeug. Am Ende war alles gut und wir durften einreisen. Die erlaubte Aufenthaltsdauer beträgt drei Monate, wer länger bleiben möchte, verlängert im Laufe der Reise sein Visum um weitere drei Monate. Viele Campingplätze sind dabei behilflich.

 

Benötigt werden Reisepass und KFZ-Schein, die grüne Versicherungskarte sollte man dabei haben. Wenn das Fahrzeug auf einen der Mitreisenden zugelassen ist, vereinfacht das die Einreiseformalitäten. Bei gemieteten oder privat geliehenen Fahrzeugen kann es zu Verzögerungen kommen. Wer (Verständigungs-) Probleme mit dem Ausfüllen der Einreiseformulare hat, kann gegen ein kleines Entgelt auf einen der omnipräsenten, nicht-offiziellen Helfer zurück greifen.

 

Die Fahrt nach Tanger führt vorbei am neuen großen Hafen Tanger Med. Wer über Tanger Med einreist, hat Passkontrolle und Einreiseformalitäten bereits an Bord erledigt.

 

Wichtig: Die Autobahnen in Marokko sind kostenpflichtig, wenngleich es nicht überall bei der Einfahrt ersichtlich ist. Daher Achtung insbesondere in der Nähe von Tanger.

 


 

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