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BrigitteundHelgeTitelbild

 

Weltenbummlertreffen am Unimog Museum –

der Schwarzwald belebt Kindheitserinnerungen und Jugendträume

Man sieht sich, man trifft sich wieder, es wird geplaudert, gelacht, gemeinsam gegessen, es werden Tipps und Tricks über Reisen und Technik ausgetauscht - ach, so ein Wochenende geht eigentlich viel zu schnell vorbei!

 

Das 4. Weltenbummlertreffen, organisiert und durchgeführt auf dem Gelände des Unimog Museums in Gaggenau, war für uns gleichzeitig Abschluss und Höhepunkt unseres Deutschland Exkurses "Schwarzwald".

 

Und gleich vorab zugegeben: Wir haben uns so gefreut, Brigitte und Helge (Foto oben) wieder zu sehen! Während unserer Südosteuropatour im Sommer 2015 lernten wir uns in Bulgarien kennen. Sie kamen die Donau entlang mit ihrem Unimog, wir kreuzten ihren Weg mit unserem Langzeit-Testfahrzeug Hymer ML-T 580. Unterschiedlicher konnten wir also nicht unterwegs sein. Doch der Reisevirus verbindet. Ihr Weg führte damals weiter nach Georgien, unser Weg nach Rumänien.

In Gaggenau trafen wir uns wieder - die Stunden beim Plausch vergingen wie im Flug! Die beiden haben uns bereits die Panamericana voraus, die sie in rund 20 Monaten als Einstieg in den Ruhestand 2007 "absolvierten". 

UnimogZweiZimmerNL  UlrichundEdith  UnimogNachbarschaft
Das Unikat von Rommens // Ulrich Dolde und Edith // Pfalz und Baden grüßen aus Gaggenau

 

Doch noch viele weitere interessante Fahrzeuge und ihre mit dem Fernwehvirus infizierten Menschen treffen wir in Gaggenau. So geht das Unikat des Holländers Rommens hoch hinaus. Mit einer Gesamthöhe von sechs Metern überragt er alle anderen Fahrzeuge, die Fahrhöhe liegt bei 3,80m. Das Reisemobil ist für sieben Personen (inklusive Gurten in Fahrtrichtung) zugelassen - bei 11,9 t Gesamtgewicht. Rommens lässt uns sogar in seinem Unikat mal oben unters Dach schauen - hier sind fünf Schlafplätze und noch Stauraum untergebracht!

Viel Raum im Inneren verbirgt sich auch im Aufbau vom Merex, mit viel Platz auf zwei Etagen. Unten überzeugen großzügige Küche, Stauraum, Bad mit Dusche und Essplatz, oben ein Schlafzimmer mit Blick in den Sternenhimmel.

Ulrich Dolde und Edith haben sich einen Namen bei allen Wohnmobil-Selbstausbauern geschaffen. Das Buch "Wohnmobile selbst ausbauen und optimieren", gerade in der überarbeiteten Neuauflage erschienen, könnte man auch die Bibel der Selbstausbauer nennen. Gut besucht war der Vortrag von Ulrich Dolde während des Weltenbummlertreffens, die Fragen aus dem Publikum zeigten, hier ist großes Interesse und Bedarf!

Wie klein die Welt doch auch bei uns „Globetrottern“ ist, zeigt diese Begegnung mit Uschi und Emil sowie Ute, wohnen wir doch nur ein paar Kilometer auseinander an der schönen Deutschen Weinstraße. Und so lassen gleich die Pfalz und Baden gemeinsam auf dem Foto an uns grüßen. Von links: Alina aus der Regionalgruppe Nordbaden, Uschi und Emil aus Grünstadt und Ute aus Dirmstein. Aus reinem Spaß am Unimog-Fahren sind sie in Regionalgruppen engagiert, oft an Wochenenden in Deutschland unterwegs und genießen die Geselligkeit seit vielen Jahren.

Alle Unimogs, die den Weg nach Gaggenau gefunden haben, können zahlreiche Geschichten und Geschichtchen erzählen von fernen Welten, Wüste, Wasser, Gebirge und echten Lebensträumen, die sich erfüllt haben! Und wer sich fragt, warum es so viele H-Kennzeichen gibt? Alte Unimogs sind gefragt, da sie eine Technik vereinen, die irgendwie fast überall auf der Weg zu reparieren ist.

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UnimogFahrtSpiegel  UnimogSonderausstellung  UnimogGlasfront

 

Eine lebende Legende: Universal-Motor-Gerät oder kurz: UNIMOG

Faszination Unimog - Unimog ist Kult: Die derzeitige Ausstellung im Unimog Museum präsentiert unterschiedliche Baureihen. Selbst Mitfahren und damit live erleben, was ein Unimog so alles kann, ist möglich und empfehlenswert! Motor- und technikbegeisterte Männer wie Frauen sollten also in Gaggenau einen Stopp einplanen!

Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag. Und Anfang Oktober werden hier „1946 bis 2016 - 70 Jahre Unimog" gebührend gefeiert.

Weitere Ausflüge in Kindheitsträume und Jugenderinnerungen

Eine Schwarzwaldreise kann man übrigens durchaus als „back to the roots“-Tour, zurück in Kindheit und Jugend, planen. Hier ein paar interessante Hinweise dazu, wenn passend auch mit Stellplatztipps:

Mitten im Schwarzwald produziert noch heute FALLER in Gütenbach seine berühmten, originalgetreuen Miniaturhäuser und Landschaften, die jede Eisenbahnanlage zum optischen Erlebnis machen. Und wer weiß, wie viele dieser Klassiker irgendwo auf Dachböden oder in Kellern verschwunden sind und ein einsames Dasein fristen. Wer kennt oder besitzt sie noch?

Die Sauschwänzlebahn in Blumberg bildete den Mittelpunkt des Jubiläums-Festes "25 Jahre Eisenbahn-Romantik" des SWR Fernsehens mit Hagen von Ortloff, das drei Tage lang Eisenbahnfans aus nah und fern in den Bann zog. Mehrmals täglich dampften zwei Museums-Züge von Blumberg nach Weizen und wieder zurück - den Gästen gefiel es und das Presseteam von LEBENSDOMIZILE WELTWEIT war mittendrin.

In den Sommermonaten hat die Sauschwänzlebahn einen festen Fahrplan, Dampfzugfahrten durch den Schwarzwald, durch Tunnel, über Brücken und die Wutach sind also an vielen Tagen im Jahr möglich - und eine schöne, erholsame Abwechslung zum Straßenverkehr. Praktisch ist auch der hinter dem Bahnhofsgebäude und dem Museum gelegene Wohnmobilstellplatz.


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FallerKlassiker  BlumbergDampflok  HAUSteffi

Die FALLER Klassiker // Die Sauschwänzlebahn // Das Unikat "Steffi"

 

Gestatten, mein Name ist Steffi und mich gibt es nur einmal!

Die Auto- und Uhrenwelt Schramberg ist ein wahrer Schatz mit echten Schätzchen. Wer kennt Steffi? Oder das Fuldamobil? Auf fünf Ebenen gibt es sehenswerte Einblicke in die Zeitgeschichte, die Alltagswelt und das Alltagsleben - vom Kriegsende bis in die 70er Jahre. Die Fahrzeuge faszinieren, die liebevollen Details informieren. Ein echtes Highlight auch bei trübem Wetter!

Die oberste Etage beherbergt, im Zeitraffer dargestellt, die Geschichte der Uhren im Schwarzwald. Bis zum 29. Januar 2017 ist zudem die Sonderausstellung Oldtimer der Automaten-Kultur "Für bare Münze Glück und Schokolade" zu sehen.

Das Museum ist im Gewerbepark H.A.U., ein Wohnmobilparkplatz befindet sich direkt auf dem Gelände.

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Weitere Museen warten ebenfalls auf dem H.A.U Gelände: Einerseits ein Schmankerl für alle Eisenbahnfans der Spur 2 mit dem Eisenbahnmuseum Schwarzwald, in dem aktuell die Sonderpräsentation zu Starkstromlokomotiven zu bestaunen ist. In unmittelbarer Nähe sind noch das Dieselmuseum und die private Autosammlung Steim mit über 130 Fahrzeugen. Alle Museen befinden sich fußläufig erreichbar im Gewerbepark H.A.U. in Schramberg, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag.

 

HAUEisenbahnpastel  RastattSchloss  BadenBadenTheater

Spur 2 in Schramberg // Schloss in Rastatt // Theater in Baden-Baden

 

Schwarzwald Sehenswürdigkeiten und Naturspektakel

Nach so viel faszinierenden Oldtimern und Alltagsgeschichten folgen nun einige Klassiker im Schwarzwald.

Wir steigen für Euch im Norden ein: Wohnmobilisten finden in Rastatt eine perfekte Infrastruktur. Stellplatz direkt neben dem Frei- und Hallenbad, fußläufig in die Stadt, mit Cafés, Restaurants, Schloss, Fußgängerzone und vielen weiteren schönen Ecken.

Baden-Baden - eine besuchenswerte, glanzvolle Altstadt, zudem so wohl klingende Orte wie Kurhaus, Trinkhalle, Casino und die Rennbahn Iffezheim ganz in der Nähe. Nur eines ist nicht wirklich schön - der Wohnmobilstellplatz außerhalb, direkt an der B500 auf dem Weg von der Autobahn in die Stadtmitte: laut, aus unserer Sicht lieblos gestaltet und mit 12 Euro/Tag zzgl. Entsorgung zzgl. Strom usw....naja.

Daher unser Tipp: Übernachten in Rastatt, Bummeln durch Baden-Baden und danach Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße Richtung Mummelsee und Freudenstadt. Für Freunde des ehemaligen Nobelhotels "Bühlerhöhe" noch die Info: Das Hotel ist schon länger und bleibt wohl auch noch länger geschlossen.

Die Schwarzwaldhochstraße ist auch für WoMo-Anfänger gut zu befahren, schöne Aussichten inklusive und sicherlich der attraktivste Weg, um von Baden-Baden nach Freudenstadt zu kommen. Es geht immer entlang der B500, wer Lust hat, macht Rast am Mummelsee.

Die Flößerstadt Schiltach begeistert an jeder Ecke. Fachwerkhäuser so weit das Auge blickt, der Zusammenfluss von Kinzig und Schiltach und ein unter Ensembleschutz stehender Markplatz erfreuen den Besucher. Ein kostenloser Wohnmobilstellplatz liegt direkt auf einem Parkplatz am Fluss. Gleich mehrere Museen im Ort lohnen einen Besuch, u.a hat der Armaturenhersteller hansgrohe sein Museum am Standort Schiltach mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Badezimmer gestern und heute - der Eintritt ist frei.

 

SchwarzwaldhochstraeAusblickMummelsee  SchiltachBrckeFachwerk  hansgrohemeilensteine

Panorama Schwarzwaldhochstraße // Schiltach // hansgrohe Museum

 

Triberg ist stark touristisch geprägt, man zahlt 4 Euro Eintritt zu Deutschlands höchsten Wasserfällen und "wandert" gemeinsam mit vielen weiteren Besuchern aus aller Herren Länder nach oben, dem sprudelnden Wasser entgegen. Auf dem Weg vom kostenlos zu nutzenden Wohnmobil-Parkhaus (!) säumen die klassischen Uhrenläden und Restaurants den Weg.

Donaueschingen markiert mit der Donauquelle für viele Reisende den Start entlang des 2840 Kilometer langen Flusses, mit faszinierenden Städten, Ländern und Menschen. LEBENSDOMIZILE WELTWEIT hat die Reihenfolge geändert. Nach bereits erfolgten Schifffahrten und zahlreichen Städtetrips in Donaustädte sowie einer wunderschönen Bootsfahrt im Donaudelta ist dieser Besuch nun der krönende Abschluss an der Quelle! Tipp: Ein fußläufig zur Stadt gelegener Wohnmobilstellplatz in der Nähe der Sportanlagen erfreut sich großer Beliebtheit.

Dom St. Blasien, mit 63m hoher und 36m breiter Kuppel, von 20 korinthischen Säulen getragen. Ein paar Schritte entfernt ist ein Wohnmobilstellplatz direkt an der Alb (Fluss) auf einem öffentlichen Parkplatz mit WC-Anlage.

 

TribergWasserfall  Donauquellevonoben  St.Blasienauen2

Wasserfälle in Triberg // Donauquelle Donaueschingen // Dom St. Blasien


Kulinarisch und symbadisch

Noch immer steht der Schwarzwald auf den Punkt zusammengefasst für: Wald, Wiesen, vielfältige Wanderwege, zahlreiche Fahrradwege, Schwarzwälder Kirschtorte, Bier und Brände, Schwarzwälder Schinken, Erholung und immer wieder sehr sympathische wie auskunftsfreudige Bewohner. Auf Facebook bekamen wir dann auch gleich die Erklärung: Es heißt „symbadisch“!

Und so kommen zum Abschluss nun noch die Schleckermäulchen unter Euch auf ihre Kosten: Wir lieben es, Manufakturen zu besuchen, in den Läden zu stöbern und den Genuss eines Landes oder einer Region für uns und unsere Leser zu entdecken. So geschehen mit der Konfitüren-Manufaktur Faller in Utzenfeld. Probieren, im Café genüsslich frühstücken oder Torte und frisch gebackene Kuchen essen sowie die Vielfalt der im Kupferkessel nach alten Rezepten gekochten Konfitüren entdecken. Ist ebenso ein nettes Mitbringsel für die Lieben daheim.

Fazit

Wir wissen es und viele Reisende mit uns: Deutschland hat so unterschiedliche, schöne Ecken, die es zu entdecken gilt! Wir haben die kunterbunte Mischung im beliebten Schwarzwald kennengelernt und freuen uns, wenn viele von Euch mit unseren Tipps eine herrliche Zeit dort verbringen.

Herzlichen Dank sagen wir an die Hochschwarzwald Tourismus GmbH, die uns mit Recherchematerial versorgt hat, um unsere Route zu planen sowie an all unsere Gesprächs- und Interviewpartner vor Ort!

 

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Faller Konfitürenmanufaktur // DIE Schwarzwälder Kirschtorte // Ausblicke, die bezaubern

 

 

 

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Text: Petra Lupp / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT 

Fotos: Martin Klug / LEBENSDOMIZILE WELTWEIT